Whatsapp greift durch: Millionen Accounts vor Sperrung

Handynetz, WhatsApp und Co. – Was man bei Störungen tun kann
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Whatsapp soll eigentlich der privaten Kommunikation zwischen Freunden oder Familie dienen. Da viele Unternehmen den Messenger-Dienst aber als Newsletter-Plattform nutzen, zieht Whatsapp jetzt drastische Konsequenzen: Monatlich sollen rund zwei Millionen betroffene Accounts gesperrt werden.

Darüber berichtet die Onlineplattform Meedia. Demnach gebe Whatsapp den Nutzern eine Schonfrist bis zum 7. Dezember. Wer dann aber gegen die Richtlinien verstößt und die App für Spam oder Newsletter missbraucht, wird gesperrt und muss sich eventuell auch darauf einstellen, dass der Messenger-Dienst rechtliche Schritte einleitet.

Whatsapp: Der Messenger-Dienst will Newsletter und Spamnachrichten verbieten

Viele Unternehmen seien darauf umgestiegen, einen Newsletter über Whatsapp statt über einen Email-Verteiler zu verschicken. Bislang wurde es geduldet, doch Whatsapp weist ausdrücklich darauf hin, dass für solche Zwecke extra die Whatsapp Business App erfunden wurde.

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„Unsere Produkte sind nicht für Massen- oder automatisierte Nachrichten bestimmt, die beide schon immer einen Verstoß gegen unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen darstellten“, erklärt Whatsapp laut Meedia. Die betroffenen Unternehmen müssen jetzt also auf die Business-App umsteigen.

Whatsapp will Missbrauch in der App verhindern

Das Unternehmen wolle „Missbrauch verhindern, der gegen unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen verstößt, wie automatisiertes oder Massen-Messaging oder nicht persönliche Nutzung.“

Auslöser der Änderung der Geschäftsbedingungen, die in den Whatsapp-FAQs nachzulesen sind, waren die Wahlen in Brasilien. Dann dabei wurden Wahlberechtigte ungefragt mit Spam-Nachrichten bombardiert, um die Entscheidung zu beeinflussen.

Google entzog Huawei die Lizenz

Zuletzt sorgte auch Meldungen für Wirbel, nach denen Whatsapp bald nicht auf den Handys des chinesischen Herstellers Huawei laufen könnte.

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Das ist Whatsapp:

  • Der Messenger-Dienst wurde 2009 gegründet
  • Whatsapp gilt als Grund für das Ende der SMS
  • 2014 kaufte Facebook das Unternehmen für 19 Milliarden Dollar
  • Die Zahl der weltweiten Nutzer wird auf über 1,5 Milliarden geschätzt

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Google entzog dem Elektronik-Riesen die Lizenzen für das Betriebssystem Android. Seitdem arbeiten die Chinesen mit Hochdruck an der Errichtung eines eigenen App-Stores. Schon im Herbst könnte dieser auf den Markt kommen. Problem: Die US-Regierung untersagte Huawei jedoch auch die Installation von Apps aus den USA. Davon könnte demnach auch Whatsappbetroffen sein. (js)

 
 

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