Wetter: Hitzewelle zieht weiter an – Unwettergefahr hoch, Experte warnt

Fünf Fakten zu Gewittern
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Aller guten Dinge sind drei. Nach heftigen Hitzewellen im Juni und Juli rollt nun die dritte Hitzewelle über Deutschland hinweg. Und auch wenn Temperaturen von mehr als 40 Grad noch weit entfernt sind - für Ende August ist das Wetter ungewöhnlich warm. Seit Freitag liegen die Temperaturen in weiten Teilen Deutschlands konstant über der Marke von 30 Grad - und das wird auch noch einige Tage so bleiben.

Am Montag erreicht die Hitzewelle mit 33 Grad ihren vorläufigen Höhepunkt. Hoch Corina macht dies möglich. Das Hoch hat sich über großen Teilen Europas, von Russland bis hin nach Großbritannien breit gemacht. Doch das nächste Hoch zieht vom Atlantik bereits heran.

Und die Hitzewelle zieht damit weiter an. Im weiteren Verlauf der Woche sind sogar bis zu 36 Grad, etwa in NRW, möglich.

Wetter in Deutschland: Hitzewelle kommt erneut

Am Sonntag gab es in Bayern, Baden-Württemberg und Thüringen bereits erste Hitzegewitter. Der Deutsche Wetterdienst warnte eindringlich.

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Was ist eine Hitzewelle?

  • Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) ist eine Hitzewelle eine „mehrtägige Periode mit ungewöhnlich hoher thermischer Belastung“
  • Eine einheitliche Definition des Begriffs gibt es aber nicht
  • Neben der Lufttemperatur sind auch Faktoren wie Luftfeuchtigkeit, Strahlung und Wind wichtig
  • Laut DWD beginnt eine starke Wärmebelastung ab einer gefühlten Temperatur von 32 Grad, eine starke Wärmebelastung bei 38 Grad

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+++ Wetter: Experte spricht unbequeme Wahrheit aus – düstere Prognose +++

Hitzewelle dauert wohl länger, als zunächst angenommen

Und entgegen früherer Prognose ist die hochsommerliche Welle nach dem Wochenende keinesfalls beendet. Wie „Wetter.net“ berichtet, bleiben die Temperaturen bis mindestens Mitte kommender Woche über der Marke von 30 Grad.

Der Höhepunkt der Hitzewelle dürfte am Mittwoch erreicht werden, dann mit 36 Grad im Westen Deutschlands.

Doch schon am Montag könnte es dann auch in NRW die Quittung für die Hitze geben. Dann stehen laut dem Deutschen Wetterdienst erste Hitzegewitter an. Die können ab dem Nachmittag auftreten. Wesentlich heftiger aber wohl im Süden Deutschlands. Dabei sind „lokal Starkregen, teils bis in den Unwetterbereich mit mehr als 25 Litern pro Quadratmeter möglich. Teilweise sogar 40 Liter pro Quadratmeter.

Wetter: Warnung vor Hagelunwettern

„Wir müssen täglich am Nachmittag mit Hagelunwettern rechnen. Das heißt mit kräftigen Gewittern die Sturmböen bringen, Starkregen und stellenweise auch größeren Hagel“, so Meteorologe Dominik Jung von „wetter.net“.

Ob sich im September eine deutliche Abkühlung einstellt, ist unklar. Vieles deutet aber darauf hin, dass es auch am Wochenende der warm bleibt. Die Temperaturen werden dann nur bei knapp unter 30 Grad liegen.

Fest steht nur: Niederschlag bleibt trotz Gewittern in weiten Teilen Deutschlands auch in dem kommenden zwei Wochen Mangelware.

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Und dieses Problem ist aus der Sicht vieler Wetter-Experten wesentlich dramatischer als die anhaltende Hitze. Durch den geringen Niederschlag hat sich in Deutschland eine ungewöhnliche Dürre eingestellt - wie bereits im Hitzesommer 2018. Bereits die vergangenen Monate war das ein ernstes Problem.

Bedenkliche Dürre besorgt Experten

Wie dem „Dürremonitor“ des „Zentrums für Umweltforschung“ zu entnehmen ist, herrscht in vielen Teilen Deutschlands eine außergewöhnliche Dürre. Besonders heftig hat es den Westen der Republik, insbesondere Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen, getroffen.

Lediglich der Süden Deutschlands und der äußerste Norden sind aktuell einigermaßen von der extremen Dürre verschont geblieben - doch selbst hier ist es wesentlich trockener als gewöhnlich. In Süddeutschland gibt es aber Hoffnung. In der Nacht zu Mittwoch werden noch einmal kräftige Niederschläge erwartet.

Extreme Dürre schon im Sommer 2018

Schon 2018 gab es eine extreme Dürreperiode. „Die auffallend lang anhaltende Trockenheit im Sommer 2018 macht aber nicht nur Wissenschaftlern und Behörden, sondern auch einer breiten Bevölkerung bewusst: Wasserknappheit ist ein Problem oder kann zumindest eines werden“, so Jörg Rechenberg, Wasserexperte beim Umweltbundesamt (UBA) im Gespräch mit dem „Tagesspiegel“. Diese Entwicklung könnte mittelfristig dafür sorgen, dass Wasser tatsächlich knapp wird.

Wasser in neuen Bundesländern wurde knapp

In den neuen Bundesländern wurden die möglichen Auswirkungen dieses Jahr bereits sichtbar. Weil die Wasserspeicher ungewöhnlich leer waren, durften Landwirte und Gartenbesitzer teils kein Wasser aus Flüssen und Seen mehr entnehmen.

Klimawandel: Schäden durch Extremwetter nehmen zu

Auch Christoph Wetzel, Chef der HDI-Versicherung, ist sich sicher: Der Klimawandel macht sich anhand wachsender Schäden durch extreme Wetterlagen bemerkbar. „Die Zahl der Schäden nimmt zu und die Schadenshöhe nimmt ebenfalls zu“, sagte Wetzel im Interview der „Neuen Presse“ in Hannover. „Neu ist auch, dass die verschiedenen Wetterphänomene jetzt offenbar mehr übers ganze Jahr verteilt sind, wie Starkregen im Sommer.“

Tornados gab es vor 20 Jahren in Deutschland so nicht

Neben Starkregen und Überschwemmungen nannte der 55-Jährige Tornados als Beispiel: „Bis vor 20 Jahren kannten wir das in Mitteleuropa und Deutschland gar nicht.“ Ob der Klimawandel menschengemacht sei, spiele für die Versicherung dabei keine Rolle. „Die Klimaveränderung existiert jedenfalls und wir müssen damit umgehen“, sagte Wetzel. (mit dpa)

 
 

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