Wetter in Deutschland: HIER zieht ein übles Gewitter auf – Wetterdienst warnt

Fünf Fakten zu Gewittern
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Hitze in Deutschland: Das Wetter treibt die Deutschen dieses Jahr an ihre Grenzen. Hitze und Trockenheit halten das Land seit ein paar Tagen fest im Griff. Am Mittwoch und Donnerstag wurden bereits Rekorde gebrochen.

„So etwas habe ich als Meteorologe noch nicht gesehen“, sagt DWD-Meteorologe Andreas Friedrich schockiert über das Wetter. Seit dem Wochenende wird es kühler - vor allem eine Region in Deutschland muss auch am Montag noch mit heftigen Gewittern rechnen.

Wir berichten in unserem Newsblog über die historische Hitzewelle - und ihre Folgen.

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Wetter in Deutschland: Wetterdienst warnt vor weiteren Gewittern, Tote nach Unwettern in Italien – alle Infos im Liveblog:

Montag, 29. Juli:

7 Uhr: Es wird kühler in Deutschland. Eine Region dürfte sich über die Abkühlung nach der Hitzewelle allerdings kaum freuen: Bayern, kurz vor der Grenze zu Österreich. Dort hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) die zweithöchste Warnstufe ausgerufen. So wird in Bad Reichenhall vor heftigem Starkregen gewarnt. „Es tritt heftiger Starkregen auf. Dabei werden Niederschlagsmengen zwischen 35 l/m² und 60 l/m² in 6 Stunden erwartet“, warnt der DWD.

>> Hier siehst du alle Warnungen des DWD.

Sonntag, 28. Juli:

14.53 Uhr: Nicht nur in Deutschland ziehen Unwetter übers Land. Italien hat es besonders stark getroffen. Bei den schweren Unwettern in Italien sind am Wochenende mehrere Menschen ums Leben gekommen. Eine Frau starb in der Nacht zum Sonntag in ihrem Auto, das bei Rom von starkem Wind erfasst und weggeschleudert worden war, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Der Bürgermeister von Fiumicino, Esterino Montino, sprach auf Facebook von einem „gewaltigen Tornado“ mit großen Schäden: „Es sieht aus wie auf einem Kriegsschauplatz.“

In der Toskana richteten Unwetter Sachschäden und Überschwemmungen an. Die Provinz Arezzo habe es am schlimmsten getroffen, teilte die Feuerwehr mit. Ein Mann sei gestorben, als er von Schlamm-Massen erfasst worden sei. In den Südtiroler Alpen bei Bozen wurde eine 45-jährige Norwegerin während eines Extremberglaufs vom Blitz getroffen und erlag später ihren schweren Verletzungen.

10.23 Uhr: Bis Montag kann es noch zu Regenschauern und teils kräftigen Gewittern kommen, schreibt der DWD am Sonntagmorgen. In Landesteilen kann es zu starken Schauern kommen mit Hagel und Sturmböen.

10.17 Uhr: Jörg Kachelmann warnt nun davor, wegen der wiederholten Hitzewelle der letzten Tage gleich in Panik zu geraten. „Es gab auch schon früher heiße Sommer, das wird oft vergessen. Es ist nicht plötzlich Klimawandel. Aber es häuft sich jetzt das, was man uns lange vorhergesagt hat", erklärte er laut „Focus".

Samstag, 27. Juli:

17.25 Uhr: Der Wetterdienst vermeldet am Nachmittag: „Tief Vincent lässt es krachen!“ und zieht von Südwesten kommend in nordöstliche Richtung davon. An zwei Punkten musste der DWD schon die höchste Warnstufe (Stufe 4) vor extremen Gewittern ausrufen. Eine extreme Warnung galt der Stadt Dortmund in NRW. Hier drohte das Gewitter über das Festival „Juicy Beats“ hinwegzufegen.

8 Uhr: Nach der Hitze kommen die erwarteten Unwetter: Gewitter und heftiger Starkregen werden den ganzen Samstag über erwartet. Es kann bis zu 50 Liter Regen pro Quadratmeter fallen. Dazu werden Sturmböen bis zu 85 Stundenkilometern erwartet.

Freitag, 26. Juli:

20.29 Uhr: In Tönisvorst am Niederrhein wurde es erstmals seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen an drei Tagen hintereinander mindestens 40 Grad heiß. „So etwas hatten wir in Deutschland noch nie“, sagt Andreas Friedrich, Tornado-Beauftragter beim DWD. Der Blick auf die gerade etwas abflauende Hitzewelle und die Rekordtemperaturen vom Vortag ließ den Meteorologen am Freitag schaudern.

Vor 2019 sei in Deutschland erst zehn Mal überhaupt die 40-Grad-Temperaturmarke erreicht worden. „Jetzt hatten wir allein gestern mehr als 20 Stationen, die 40 Grad und mehr erreichten. Wir hatten an einem Tag das, was in Deutschland in 130 Jahren nicht passiert ist. Das ist so eindeutig, dass es für mich als Meteorologe schon beängstigend ist.“

Dass hier auch der Klimawandel eine Rolle spielt, ist für Friedrich eindeutig: „Es ist nicht der einzelne Hitzetag, es sind nicht die einzelnen 42 Grad. Aber wenn man einfach über längere Zeiträume guckt und die Häufungen sieht – das hätten wir mit einem kälteren Klima wie vor Beginn der Industrialisierung einfach nicht gehabt. Hier spielt die Erwärmung, für die der Mensch wesentlich mitverantwortlich ist, die entscheidende Rolle.“

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Hitze: Das sind die aktuellen Rekorde

  • Allzeit-Rekord Deutschland: 40,3 Grad (2015 in Kitzingen)
  • Allzeit-Rekord gesamte Welt: 57,3 Grad (1923 in El Asisija, Libyen)
  • Allzeit-Rekord Essen: 36,6 Grad (2003)
  • Allzeit-Rekord Berlin: 37,8 Grad (1959)
  • Allzeit-Rekord Köln: 38,8 Grad (2003)
  • Allzeit-Rekord München: 37,1 Grad (1941)

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19.14 Uhr: Das Gewitter hat schon NRW erreicht mit einer kräftigen Gewitterzelle im Bergischen Land und bei Wuppertal.

16.24 Uhr: Die Hitzewelle mit Werten um die 40 Grad reißt auch am Freitag nicht ab. In Tönisvorst in NRW wurden am Nachmittag gegen 16 Uhr wieder über 40 Grad (genau 40,3 Grad) gemessen. Das teilt Kachelmannwetter mit.

15.20 Uhr: Wie der Deutsche Wetterdienst aktuell bei Twitter mitteilt, ziehen schon am Freitagnachmittag kleine aber teils kräftige Gewitter über Deutschland hinweg. Diese lassen sich weitestgehend im Westen und Südwesten in Deutschland verorten. Der DWD warnt örtlich vor Starkregen von 30 bis 40 Liter pro Quadratmeter. Außerdem musst du mit Hagel und Sturmböen bis zu 80 km/h rechnen.

Am Samstag sollen die Gewitter dann nordostwärts weiterziehen.

Auf der Karte siehst du genau, welche Gebiete in Deutschland vom Unwetter betroffen sind:

12.44 Uhr: Laut Deutschem Wetterdienst ist der neue Temperaturrekord von 42,6 Grad in Lingen im Emsland bestätigt. Dennoch: Die Zweifel, wie der Rekord dort zustande gekommen ist, halten an.

9.30 Uhr: Der DWD rechnet ab dem Nachmittag mit Gewittern und teils mit Unwettern. Im Süden und Südwesten von Deutschland wird mit Starkregen gerechnet. Dazu kann es hageln und stürmen. Es werden bis zu 25 Liter Niederschlag pro Quadratmeter erwartet.

Besonders in der Nacht kann es richtig gewittern: Lokal sind sogar Niederschlagsmengen von 40 Litern pro Quadratmeter möglich.

8.15 Uhr: Jörg Kachelmann hat Zweifel an der Mega-Marke von 42,6 Grad in Lingen. Auf einer Karte zeigt er, „wie sehr die lokalen Gegebenheiten in #Lingen den Rekord möglich gemacht haben, der Fehler durch die ventilationshemmende Umgebung ist rund 3 Grad, wie man an den umgebenden Stationen sieht“.

Die Station sollte schon seit längerer Zeit verlegt werden. Die Probleme seien bekannt. Schon 2014 sollte die Messstation in Lingen deshalb verlegt werden.

„Lingen ist halt ein sehr spezielles Messfeld, um es vorsichtig zu haben - ein kleine grabartige Senke mit minimalem Luftumsatz, unmittelbar daneben geparkte Autos - deshalb will der DWD auch weg von dort, weil nur so die 42,6 möglich wurden “, schreibt der Meteorologe.

Donnerstag, 25. Juli:

21.35 Uhr: „In der Liste der 10 heißesten Orte Deutschlands sind gleich vier mit mehr als 41 Grad“, sagte DWD-Sprecher Andreas Friedrich. Abgesehen von Lingen seien die übrigen Hotspots nach den vorläufigen Messwerten in Nordrhein-Westfalen: In Duisburg-Baerl und Tönisvorst wurden jeweils 41,2 Grad gemessen, in Köln-Stammheim 41,1 Grad.

19.43 Uhr: Nicht nur in Deutschland ist es heiß. Auch die Franzosen schwitzen. Paris hat auch seinen Hitzerekord geknackt. In der Hauptstadt wurden auch mehr als 42 Grad gemessen. Wie im niedersächsischen Lingen wurden dort gegen 16.30 Uhr 42,6 Grad festgestellt. Am Freitag soll es aber kühler werden - jedenfalls verhältnismäßig. Denn dann schwitzen die Pariser „nur noch“ bei 31 Grad.

18.52 Uhr: Der Betreiber des europäischen Hochgeschwindigkeitszuges Thalys hat wegen der Hitze den Verkauf seiner Tickets vorerst eingestellt. „Aufgrund schwerwiegender Störungen wegen der außergewöhnlichen Wetterbedingungen sind wir gezwungen, den Verkauf auf allen unseren Linien einzustellen“, schrieb das Unternehmen am Donnerstagabend auf Twitter.

Die Thalys-Züge sind unter anderem zwischen Paris und Nordrhein-Westfalen unterwegs. Zuvor hatte Thalys bereits darauf hingewiesen, dass es aufgrund der Hitze zu Verkehrsbehinderungen zwischen Paris und Brüssel kommt. „Wir empfehlen unseren Reisenden, ihre für den 25. Juli geplante Reise zu verschieben wenn möglich“, hieß es.

18 Uhr: Jetzt vermeldet der Deutsche Wetterdienst: Der vorläufige Allzeit-Hitzerekord rekord liegt in Lingen mit 42,6 (!) Grad. Seit Beginn der Wetteraufzeichnung war es noch nie so heiß in Deutschland wie in dem niedersächsischen Lingen (Emsland). Erst am Mittwoch stellte Geilenkirchen (40,5 Grad) einen Rekord auf, der nur einen einzigen Tag lang hielt.

Jahrelang hatte das unterfränkische Kitzingen den schwitzenden Spitzenplatz mit der bisherigen Höchstmarke von 40,3 Grad gehalten. Dieser bislang historische Spitzenwert war im Sommer 2015 gleich zweimal gemessen worden

17.50 Uhr: Wie Kachelmannwetter bei Twitter mitteilt, hat es solche eine Hitze mit Temperaturen über 40 Grad noch nie in Europa gegeben. Von Frankreich schlängele die Hitze sich in Form einer Banane bis in den Westen Deutschlands. „Das hat es so seit Beginn der Wetteraufzeichnungen noch nie gegeben“, schreiben die Experten.

15.35 Uhr: Der Temperaturrekord für Deutschland ist erneut gebrochen worden. In Lingen im Emsland wurden 40,9 Grad gemessen, wie der DWD der Neuen Osnabrücker Zeitung bestätigte.

15.00 Uhr: Jörg Kachelmann rechnet fest mit dem neuen Allzeit-Hitzerekord am Donnerstag: „Der Allzeit-#Hitzerekord heute ist unausweichlich, schon um 14 Uhr gab es ein Stundenmaximum von 40,5 Grad (alter gestriger Rekord) in Bonn“, schreibt er auf Twitter.

13.10 Uhr: Wie geht es weiter mit der Hitze? Laut Wetter.com soll es auch am Freitag bis zu 40 Grad warm werden, erst am Samstag wird etwas „kühler“. Dafür kann es zu starken Gewittern kommen, die im Süden und Westen für lokale Unwetter mit kräftigen Regenschauern sorgen können.

Auch in der kommenden Woche gibt es hochsommerliche Temperaturen um die 30 Grad.

12.04 Uhr: Die Deutsche Bahn reagiert auf die Hitzewelle in Deutschland. Aufgrund der hohen Temperaturen am Donnerstag und Freitag können Fahrgäste ihr Fernverkehrs-Tickets kostenlos stornieren – oder ihre Reise bis zum 4. August verschieben.

10.40 Uhr: Mit 40,5 Grad hat Geilenkirchen am Mittwoch den Hitzerekord in Deutschland geknackt. Dort der könnte am Donnerstag schon wieder gebrochen werden. Am Niederrhein könnte das Thermometer auf über 41 Grad klettern.

Mittwoch, 24. Juli:

22.32 Uhr: Am Donnerstag soll es die Hitzewelle Deutschland noch einmal so richtig zeigen. Bis zu 39 Grad werden in weiten Teilen Deutschlands erwartet. Erst Richtung Wochenende soll es wieder abkühlen.

Der Samstag soll aber mit einem heftigen Unwetter für Chaos sorgen – vor allem im Westen und Südwesten des Landes. Es werden die Temperaturen von 28 bis 34 Grad erwartet. Innerhalb weniger Tagen kann also ein Temperaturunterschied von bis zu 15 Grad erreicht werden.

21.04 Uhr: Der deutsche Hitzerekord könnte schon am Mittwoch geknackt worden sein. Und zwar in NRW. In Geilenkirchen wurden an einer Bundeswehr-Messstation 40,5 Grad gemessen. Es wäre der bundesweiter Hitzerekord! Doch noch gibt es einen Haken. >>> Hier die Details.

18.07 Uhr: Nicht nur Menschen leiden mitunter unter den heißen Temperaturen, auch Tiere. Und auch Fische. Damit Fische in den Teichen im Ostbachtal und im Dorneburger Park nicht wegen der Hitze sterben, sollen sie in Herne aus Teichen geholt werden. Das kündigte die Stadt am Mittwoch mit.

Wegen der Hitze nehme der Sauerstoffgehalt im Wasser stark ab. Ein Überleben der Fische sei so nicht mehr geleistet, so die Stadt. Am Freitag sollen die Tiere eingefangen und dann in den Rhein-Herne-Kanal gebracht werden.

17.13 Uhr: Viele suchen bei der akuten Hitze die Abkühlung im Wasser. Das kann aber schnell gefährlich werden, wenn man nicht gut schwimmen kann. Allein diese Woche starben mehrere Menschen bei Badeunfällen:

  • In Kaarst (NRW) ertrank am Dienstag ein 48-Jähriger
  • In Ederndorf (Franke) ertrank am Dienstag ein 24-Jähriger
  • In Clausthal-Zellerfeld in Niedersachsen starb am Mittwoch ein 26-Jähriger beim Schwimmen in einem Teich
  • Und in Isenbüttel (ebenfalls Niedersachsen) bargen Taucher ebenfalls einen Mann aus seinem See

15.45 Uhr: Das ist die Wetterprognose der Tagesschau für Donnerstag. Wir lassen das einfach mal unkommentiert:

15.16 Uhr: Manche leiden unter der enormen Hitze mehr als andere. Das gilt auch für Obdachlose, die sich den hohen Temperaturen kaum entziehen können. DER WESTEN traf in Essen den Obdachlosen Norbert. Was er schildert, kannst du hier nachlesen.

13.17 Uhr: Was der Deutsche Wetterdienst nun tut, dürfte ziemlich einmalig sein. Aktuell gilt eine Hitzewarnung der Stufe 2 für ganz Deutschland. Die Warnung gilt noch bis Donnerstag, 19 Uhr.

10.54 Uhr: Fällt der Hitzerekord vielleicht noch am Mittwoch? Die Unwetterzentrale will das nicht ausschließen. Wärmer wird es aber wohl trotzdem am Donnerstag. Hier sind die aktuellen Prognosen:

9.49 Uhr: Meteorologe Jörg Kachelmann hat am Morgen im Deutschlandfunk ein Interview zur Hitzewelle gegeben. Darin stellt er noch einmal klar: „Wir brauchen Regen und es sollte nicht so heiß werden.“ Die Hitze sei nicht das wahre Problem, viel schlimmer sei die Dürre.

Außerdem hat Kachelmann eine schlimme Befürchtung: „Die Befürchtung ist, dass das jetzt jeden Sommer so sein könnte.“ Für ihn ist klar: „Man kann und darf nicht in Frage stellen, dass das Klimawandel ist.“

Bereits 2018 habe es einen ungewöhnlich heißen und trockenen Sommer gegeben: „Wir müssen schon sagen. Nach 2018 ist es statistisch unwahrscheinlich, dass das 2019 schon wieder stattfindet.“

Und weiter sagt er: „Es gab auch schon früher heiße Sommer, das wird oft vergessen. Es ist nicht plötzlich Klimawandel. Aber es häuft sich jetzt das, was man uns lange vorhergesagt hat.“

Wetter: Alle Hintergründe zur Hitzewelle kannst du hier nachlesen:

Hoch Yvonne macht sich über Deutschland breit, während heiße Luft aus dem Süden Europas nach Deutschland strömt. Die höchsten Temperaturen werden die Bürger im Westen Deutschland, vor allem in Nordrhein-Westfalen, ertragen müssen. Hier droht ab Mittwoch ein extremes Wetter mit Temperaturen, die sogar noch die Werte der Hitzewelle von Juni übertreffen könnten.

Wetter: Rekordtemperaturen vor allem im Westen

Temperaturen von über 40 Grad sind möglich, es könnte sogar ein neuer, absoluter Temperatur-Rekord aufgestellt werden. „Im Westen sind Temperaturen von bis zu 41 Grad möglich“, sagt Meteorologe Dominik Jung von „Wetter.net“. Ähnliche Hitze müssen unsere Nachbarn in Belgien, Frankreich und den Niederlanden ertragen. In Frankreich sind sogar Werte von bis zu 43 Grad möglich.

„Kommt es so, stellt dies alles bisher Dagewesene in den Schatten“ twitterte der Deutsche Wetterdienst.

„Das ist keine Panikmache. Das sind einfach die platten Fakten“, so Jung. Der wärmste Tag wird wahrscheinlich der Donnerstag. Er dürfte sogar der heißteste Tag des Jahres werden. Eine Art von „Abkühlung“ gibt es erst ab Samstag, wobei die Temperaturen auch dann noch bei 35 Grad liegen werden. „Wir stehen vor einer historischen Wetterwoche“, so Jung.

Am Wochenende haben in Teilen von Deutschland schlimme Unwetter gewütet.

Am Samstag zogen heftige Unwetter über weite Teile Deutschlands. Dabei kam es zum Glück kaum zu Schäden oder Verletzten. Allerdings dürften viele Landwirte und Förster sich gefreut haben, dass es endlich mal wieder kräftig regnete. Die anhaltende Dürre hatte zuletzt auch für erhöhte Waldbrandgefahr gesorgt.

Eine enorme Dürre bereitet den Landwirten große Kopfschmerzen und eine wochenlange Hitzewelle hatte Deutschland vor einigen Wochen fest im Griff. Doch am Samstag zog eine Gewitterfront über Deutschland.

Wetter in Deutschland: Kaltfront sorgte für Unwetter über Deutschland

„Die Warmfront eines zur Nordsee ziehenden Tiefs lenkt heute sehr warme und feuchte Luft zu uns. Am Nachmittag erreicht die zugehörige Kaltfront den Nordwesten. In ihrem Vorfeld kommt es zu starken Gewittern“, so der DWD am Samstag vor dem Unwetter.

Die Folge waren zahlreiche Wetterwarnungen, die quasi im Minutentakt herausgegeben wurden.

So sorgten heftige Gewitter über Nordrhein-Westfalen am Samstag für zahlreiche Einsätze der Feuerwehren. In Mönchengladbach rückten die Einsatzkräfte insgesamt 115 Mal aus, wie die Feuerwehr am Sonntag mitteilte. Dort wurden Straßen überflutet, Dächer beschädigt oder abgedeckt, Bäume umgestürzt oder Astwerk abgerissen.

Auch am Sonntag wies die Feuerwehr noch darauf hin, wegen der Sturmschäden seien öffentliche Grünflächen, die städtischen Friedhöfe und Wälder zu meiden.

Wetterdienst rief zweithöchste Warnstufe aus

Am Samstagnachmittag hatte der Deutsche Wetterdienst deshalb auch in weiten Teilen von NRW die zweithöchste Warnstufe (3 von 4) ausgerufen.

Deutscher Wetterdienst warnt vor Unwettern

Die Warnung galt unter anderem für Duisburg, Herne, Bottrop, Bochum, Gelsenkirchen, Düsseldorf und Essen.

Wegen des heftigen Unwetters musste sogar die Düsseldorfer Rheinkirmes für mehrere Stunden unterbrochen werden. In Sachsen-Anhalt musste das beliebte „Melt“-Festival mit über 20.000 Zuschauern ebenfalls für mehrere Stunden unterbrochen werden.

In Berlin musste die Feuerwehr wegen des heftigen Starkregens und Windböen in der Nacht sogar den Notstand ausrufen:

In einer Karte auf Twitter zeigt der DWD noch einmal deutlich, wie viel Regen am Samstag niederging. Teilweise waren es mehr als 25 Liter pro Quadratmeter:

 
 

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