Wetter in Deutschland spielt verrückt: Seltene Warnung von Experten – „Es wird unerträglich“

Meteorologen geben zum Wetter eine seltene Warnung ab.
Meteorologen geben zum Wetter eine seltene Warnung ab.
Foto: dpa

Das Wetter in Deutschland spielt am Wochenende verrückt. Die Temperaturen in Deutschland steigen am Freitag teilweise auf bis zu 33 Grad. Am heißesten wird es in Bayern, Brandenburg und und Berlin. Und in fast ganz Deutschland scheint die Sonne weitestgehend ungetrübt vom Himmel.

Nur im Westen wird das Wetter etwas anders: In NRW und Niedersachsen ziehen einige Wolken auf. Unter anderem am Niederrhein und der Ems könnte es dem Experten zufolge schon am Freitagnachmittag schauerartige Regenfälle geben.

„Eine Unwetterfront nach der anderen wird sich ihren Weg bahnen. Bereits heute Nacht ziehen erste heftige Gewitter von Nordrhein-Westfalen kommend nordostwärts in Richtung Mecklenburg-Vorpommern. Im äußersten Westen erwarten wir Starkregen, der im weiteren Verlauf über der Nordsee abziehen wird“, so Andreas Machalica, Meteorologe bei wetter.com.

Wetter in Deutschland: Experten warnen vor Aufenthalt im Freien

In Bayern hat der DWD wegen der extremen Sonnenstrahlung sogar eine seltene Warnung ausgesprochen: „Die UV-Strahlung erreicht ungewohnt hohe Werte. Schutzmaßnahmen sind unbedingt erforderlich. Zwischen 11 und 15 Uhr sollten Sie längere Aufenthalte im Freien vermeiden. Auch im Schatten gehören ein sonnendichtes Hemd, lange Hosen, Sonnencreme (SPF 15+), Sonnenbrille und ein breitkrempiger Hut zum sonnengerechten Verhalten.“

Wetter in Deutschland: „Es wird unerträglich“

Gerade im Osten werde es „unerträglich“, so Meteorologe Dominik Jung von „wetter.net“. Es könnte der heißeste Tag seit Beginn der Wetteraufzeichnungen werde.

Sahara-Staub und Blutregen über Deutschland

Ob dieses Wochenende sogar das bislang wärmste in diesem Jahr wird, konnte ein DWD-Meteorologe nicht sagen, da es im Westen und Norden deutlich kühler werde als im Osten.

Wetter: Saharaluft und große Unwettergefahr

Am Samstag kommt auch die Saharaluft ins Land und bringt große Unwettergefahr mit. Somit ist die Erholung nach den Unwetterperioden der laufenden Woche nur kurz. Spätestens am Samstag ziehen wieder die ersten Gewitterfronten auf.

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Das steckt hinter der Sahara-Luft:

  • Es handelt sich um trockenen Staub aus der Sahara
  • Der Feinstaub der Wüste wird aufgewirbelt und durch Passatwinde in andere Teile der Erde geweht, teilweise auch nach Zentraleuropa
  • Wenn Staubteile eine besonders hohen Eisengehalt haben, können sie bei Niederschlag den Regen rot färben

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„Lediglich der Osten bleibt lange sonnig und dementsprechend am heißesten bei bis zu 35 Grad. Erst abends und nachts müssen Sie im Osten ebenfalls mit Schwergewittern rechnen, die für Abkühlung sorgen“, sagt Meteorologe Björn Alexander im Gespräch mit ntv.

Blutregen möglich

Es könnte sogar sogenannten Blutregen geben. Also Regen, der mit dem trockenen Saharastaub angereichert ist und deshalb eine gelbliche bis rötliche Färbung hat. „Gerade auf Autos und Gartenmöbeln macht sich der Sand in der Regel optisch nicht allzu gut“, so Alexander.

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Sonntag entspannt sich das Wetter

Am Sonntag entspannt sich das Wetter dann ein bisschen, das Gewitterrisiko sinkt - es bleibt aber warm. Die Temperaturen liegen in Teilen Deutschlands weiterhin über 30 Grad, im Westen bleibt es mit 25 bis 29 Grad aber etwas kühler.

Eine tragische Wettermeldung gab es am Sonntag aus Frankreich und der Schweiz: Ein schweres Unwetter hat am Samstag zwei Menschenleben gefordert. Eine Touristin kam nach Angaben der Agentur SDA ums Leben, als ein Ausflugsboot am späten Nachmittag wegen des Sturms kenterte. (fel)

 
 

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