"Wer wird Millionär": Kandidatin soll 750.000-Euro-Frage beantworten – was sie dann macht, gab es noch nie

Michaela Barisic beeindruckte bei „Wer wird Millionär“ mit einem Gedicht.
Michaela Barisic beeindruckte bei „Wer wird Millionär“ mit einem Gedicht.
Foto: RTL

Köln. Zockerei trifft Poesie: Bei „Wer wird Millionär“ auf RTL gab es am Freitagabend eine große Überraschung. Beim „Zocker-Spezial“ stand Kandidatin Michaela Barisic kurz vor dem ganz großen Coup und hatte sogar noch die Gelassenheit, ein paar humorvolle Zeilen vorzutragen.

Bei diesem Gedicht kam Günther Jauch aus dem Staunen nicht mehr heraus.

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„Wer wird Millionär“-Kandidatin bringt Jauch aus der Ruhe

Eigentlich hat der Quizmaster in fast 20 Jahren „Wer wird Millionär“ schon alles erlebt – das aber gab es noch nie. Für die Kandidatin ging es um 750.000 Euro und doch hat sie noch die Ruhe für ein Gedicht.

Gerade erst hat sie mit Hilfe des Telefonjokers die 250.000 Euro-Frage richtig beantwortet. (Wer ist – gemessen an den Einspielergebnissen – der bislang erfolgreichste Film aller Zeiten? Richtige Antwort: Avatar). Ihre Mutter auf der Tribüne schlägt die Hände vor das Gesicht und bricht in Tränen aus.

Die lässige Kandidatin steckt das gelassener weg und zuckt nur lächelnd mit dem Schultern. Was sind schon 250.000 Euro? „Sind Sie wahnsinnig?“, fragt Jauch. „Ja“, gibt die Kandidatin zu.

750.000-Euro-Frage - doch vorher noch ein Gedicht

Nun also hatte Michaela Barisic die Chance, das Geld zu verdreifachen. Mit folgender Frage: Wofür wird offiziell ein Maximalgewicht von 25 Gramm angegeben? A: Deutsche-Post-Standardbrief, B: Dartpfeil, C: Nürnberger Rostbratwurst (richtig) oder D: Feinunze Gold.

Doch vorher brachte die den RTL-Moderator völlig aus dem Konzept. „Darf ich Ihnen mein Gedicht vortragen?", fragt die Kandidatin. „Was möchten Sie?", fragte der baffe Jauch.

Ganz auswendig trägt Barisic ihr selbstgeschriebenes Gedicht vor und sorgt damit nicht nur beim Quizmaster große Augen, auch das Publikum ist außer sich. „Das war wirklich groß, das war toll", honoriert Jauch die Posie. „So und jetzt die Lösung bitte", scherzt die Kandidatin.

Ganz so einfach wollte Jauch es der „Wer wird Millionär“-Kandidatin aber nicht machen. Barisic hatte zwar einen Zusatzjoker befragt, dessen Antwort „Dartpfeil" vertraute sie aber nicht. Und so belässt es die Zockerin bei den 250.000 Euro – zu ihrem Glück: die richtige Antwort wäre die Nürnberger Rostbratwurst gewesen. (jg)

Das ganze Gedicht im Wortlaut

Seit 20 Jahren warte ich schon, um auf diesem Stuhl zu sitzen. Habe 15 Fragen zu zwei Millionen und muss Blut und Wasser schwitzen.

Die ersten Fragen gehen ja noch, sind auch lustig anzusehen. Doch bei 8000 fall ich in’s Loch und muss mein Unwissen gestehen.

Und vor mir sitzt mit fettem Grinsen, Herr Günther Jauch auf seinem Thron. Lässt mich verzweifelt um Hilfe winseln und hat für mich nur Spott und Hohn.

Dank Joker geht es für mich weiter, er hilft auch noch bei Literatur. Ich stehe fast ganz oben auf der Leiter, da stellt sich mein Gehirn auf stur.

Ich muss jetzt zocken, Gott steh’ mir bei. Herr Jauch schaut schon ganz fassunglsos. Da sag’ ich trocken: Antwort B, ich bin so frei. Und denk bei mir: „Was mach’ ich bloß!“

Dank Werbung steigt die Spannung an, ich muss mich fast erbrechen. Das Publikum hält den Atem an, als Jauch anfängt zu sprechen:

„Sie fallen tief, falls Sie’s verzockt. Aber für ‚ne Änderung ist’s eh zu spät. Die Antwort ist jetzt eingeloggt. Mal sehen, ob’s für Sie weitergeht.“

Das nächste, was ich höre ist: „Jawoll! Sie haben gewonnen! Ist das nicht toll?“ Ich kann’s kaum fassen, bin außer mir. Lieber Günther, ich danke Dir!

Und mein Fazit dieses Abends ist: War gar nicht so schwer, bei „Wer wird Millionär“.

 
 

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