„Wenn es hier so scheiße ist, warum sind Sie dann hier?“ – Satz eines Richters zu libyschem Intensivtäter hat Folgen

Ein Richter am Zwickauer Amtsgericht sorgte für Aufsehen.
Ein Richter am Zwickauer Amtsgericht sorgte für Aufsehen.
Foto: imago/Jochen Tack (Symbolbild)
  • Ein Richter am Landgericht Zwickau verurteilte einen libyschen Intensivtäter hart
  • Er fragte ihn: „Wenn es hier so scheiße ist, warum sind Sie dann hier?“
  • Der Fall sorgt in ganz Deutschland für Aufsehen

Zwickau.  Es war nur ein Satz, der Stephan Zantke, Richter am Amtsgericht Zwickau, deutschlandweit berühmt machte. Im Prozess gegen einen 29-jährigen Asylbewerber aus Libyen, der wegen mehrfacher Körperverletzung und Beleidigung angeklagt war, hatte der Richter knallhart seine Meinung gesagt.

Der Libyer hatte eine Kassierin als „Hitlerschlampe“ und „Nazi-Hure“ bezeichnet und „Scheiß Deutschland“ skandiert. Zantke hatte ihn im Prozess daraufhin gefragt: „Wenn es hier so scheiße ist, warum sind Sie dann hier?“ Dem Angeklagte hatte er eine Strafe von zweieinhalb Jahren Gefängnis aufgebrummt – statt wie von der Staatsanwaltschaft gefordert 15 Monate.

Etliche Dankesschreiben für Richter Zantke

Die „Freie Presse“ berichtet nun, dass der Richter Zuspruch aus ganz Deutschland erhalte. Das Amtsgericht könne sich vor Zuschriften und E-Mails kaum retten – allen voran Dankesschreiben und Sympathiebekundungen . Sprecherin Sibylle Peters sagte der Zeitung: „In diesem Ausmaß hatten wir das noch nie. Das ist völlig neu.“

Peters betont allerdings auch, dass das Urteil nichts damit zu tun hat, dass der Verurteilte Asylbewerber sei: „Das Urteil wäre genauso ausgefallen, wenn es sich um einen Deutschen gehandelt hätte.“ (lhel)