Welthundetag: Illegaler Welpenhandel hat schlimme Folgen

Welpen sind niedlich – nicht immer kommen sie aus tierfreundlichen Verhältnissen. Ein Herkunftsnachweis ist wichtig.
Welpen sind niedlich – nicht immer kommen sie aus tierfreundlichen Verhältnissen. Ein Herkunftsnachweis ist wichtig.
Foto: Aitor Carrera Porté / imago/Westend61
Wer sich einen Hund anschafft, muss aufpassen. Nicht alle Welpen kommen aus tierfreundlicher Zucht. Oft sind die Bedingungen extrem.

Berlin.  Am Mittwoch ist Welthundetag – und tatsächlich ist der Hund nach der Katze das zweitbeliebteste Haustier der Deutschen. Und irgendwo müssen die Tiere herkommen. Experten warnen nun davor, Welpen zu kaufen, solange die Herkunft nicht eindeutig geklärt ist. Besonders im Internet gibt es viele bedenkliche Angebote.

Anlässlich des Welthundetages rät die Niedersächsische Landesbeauftragte für Tierschutz, Michael Dämmrich, explizit von einem Kauf bei dubiosen Anbietern ab. Dabei sei es egal, ob die Tiere auf der Straße oder in Anzeigen angeboten würden. Seriöse Anbieter haben immer einen Herkunftsnachweis für den Käufer. Ohne diesen müsse man davon ausgehen, dass man illegalen Welpenhandel unterstützt.

Tierschutzwidrige Bedingungen in engen Verschlägen

Ohne Herkunftsnachweis seien die Angebote fragwürdig – und gefährlich : „Durch Kauf solcher Welpen wird die Massenproduktion von Welpen in den Herkunftsländern unterstützt, in denen die Hündinnen unter tierschutzwidrigen Bedingungen in engen Verschlägen – alleine zum Zweck der Produktion von Welpen – gehalten werden“, so Dämmrich.

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Die Welpen würden meist mit vier bis sechs Wochen von der Mutter getrennt, sie sind nicht geimpft und erkranken infolge des schlecht ausgebildeten Immunsystems an Durchfall, Parvovirose, Staupe oder anderen Infektionskrankheiten. „Häufig haben sie keinen europäischen Heimtierausweis oder die Papiere sind gefälscht. Ohne europäischen Heimtierausweis darf ein Hund in Europa nicht reisen.“

Viele Fälle von Inzucht, Welpen oft krank

Häufig seien Fälle von Inzucht, zudem seien die erworbenen Rassewelpen oft Problemfälle – Tierarztbesuche und -rechnungen seien die Folge. „Die beste Möglichkeit, diesen tierquälerischen illegalen Welpenhandel zu unterbinden, ist ihn zu boykottieren.“

Durch den Kauf eines solchen Welpen möge vielleicht ein Hundebaby gerettet werden, sagt Dämmrich, dies ziehe aber die Produktion weiterer Welpen und noch mehr Tierleid nach sich. „Die Nachfrage bestimmt das Angebot.“ (ses)

 
 

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