Weltall: Hobby-Astronom entdeckt ungewöhnliches Objekt – und versetzt Forscher in Aufregung

Ein Hobby-Astronom machte Ende August eine aufregende Entdeckung.
Ein Hobby-Astronom machte Ende August eine aufregende Entdeckung.
Foto: imago images / blickwinkel

Es ist der Abend des 30. August als Gennady Borisov seinem Hobby nachgeht - der Astronomie. Und tatsächlich macht Borisov an diesem Abend im Weltall die vielleicht wichtigste Entdeckung in seiner Karriere als Hobby-Astronom. Der ungewöhnliche Komet den er entdeckt, wird dann auch nach ihm benannt: 2I/Borisov.

Doch was macht den Kometen so einzigartig? Schließlich werden jedes Jahr Dutzende neue Kometen entdeckt. Insgesamt sind den Forschern sogar über 6000 Kometen bekannt. Doch das etwa 16 Kilometer große Objekt, das Borisov entdeckt hat, stammt aus einem anderen Sonnensystem.

Weltall: Komet ist absolut außergewöhnlich

Und damit ist 2I/Borisov erst der zweite interstellare Komet, den Forscher auf der Durchreise durch unser Sonnensystem entdeckt haben. Das erste Objekt dieser Art ist der Komet 1I/ʻOumuamua, der 2017 von Forschern auf Hawaii entdeckt wurde.

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Forscher in Aufregung

Die Entdeckung versetzt Forscher in Aufregung, gibt sie ihnen doch die seltene Möglichkeit ein Objekt zu beobachten, das nicht aus unserem Sonnensystem stammt. Mehrere Monate haben sie nun die Möglichkeit das Verhalten und die Zusammensetzung von 2I/Borisov zu studieren.

Eine Landung oder der Vorbeiflug einer Sonde sind aber nicht möglich. Dafür ist 2I/Borisov einfach zu weit entfernt und wurde zu spät entdeckt.

Interstellarer Komet lässt sich monatelang beobachten

Erst im Dezember wird das Objekt den nächsten Punkt zur Sonne erreichen, die nächste Entfernung zur Erde wird bei etwa 300 Millionen Kilometern liegen. Es dürfte noch bis April 2020 für Hibby-Astronomen sichtbar sein.

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Laut Nasa bewegt sich der Komet mit der atemberaubenden Geschwindigkeit von etwa 150.000 km/h fort. „Die hohe Geschwindigkeit deutet nicht nur darauf hin, dass das Objekt nicht aus unserem Sonnensystem stammt, sondern auch, dass es unser System wieder verlassen wird und dann in den interstellaren Raum vordringt“, sagt Davide Farnocchia von der Nasa. (fel)

 
 

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