Wasserversorger alarmiert: Trinkwasser könnte in Deutschland knapp werden

Wird das Trinkwasser in Deutschland bald knapp? (Symbolbild)
Wird das Trinkwasser in Deutschland bald knapp? (Symbolbild)
Foto: dpa/Symbolbild

Stell dir vor, du drehst den Wasserhahn auf und nichts fließt heraus. Wasserversorger zeichnen jetzt ein düsteres Bild: Müssen sich Verbraucher in Deutschland bald auf mehrtägige Engpässe einstellen?

Derzeit zahlst du für einen Liter Wasser einen halben Cent. Am Tag verbrauchen die Deutschen im Schnitt pro Kopf 121 Liter Wasser. Laut eines Berichts in der Welt ist die Zahl rückläufig. Demnach wurden noch 1990 147 Liter verbraucht.

Trinkwasser knapp? Wasserversorger warnen vor Hitzesommer und Engpässen in der Versorgung

Die Folge: Dadurch dass nicht mehr so viel Wasser durch die Rohre fließt, könnten sich dort schneller Keime bilden. Hinzu kämen Verunreinigungen durch Medikamente und die zu hohe Nitratbelastung durch die Landwirtschaft. Denn das chemische Element gelangt beim Düngen ins Grundwasser. Der DVGW fordert im Gegensatz zu den Bauern eine höhere Nitrat-Obergrenze.

Die Wasserversorger setzten die Rohre zwar regelmäßig instant, dennoch seien die meisten Rohre aus den 50er und 60er Jahren und demnach alt und höchstwahrscheinlich reparaturbedürftig. Schon jetzt pumpen die Versorger, wie der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW) mitteilt, über zwei Milliarden Euro in die Wasserversorgung. Zwei Drittel davon dienten allein der Erhaltung der Netze.

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In Deutschland gebe es laut Welt ein 530.000 Kilometer langes Versorgungsnetz. Hier gibt es ab und an Versorgungsunterbrechungen von weniger als fünf Minuten.

Wenn jetzt aber wieder ein Hitzesommer mit großer Dürreperiode bevorsteht, warnen die Versorger vor längeren Engpässen. Schon in 2018 gab es Probleme bei der landwirtschaftlichen Bewässerung.

Lösungen in der Trinkwasser-Problematik müssten rasch gefunden werden

Der Verband fordere die Politik also dazu auf, etwas zu unternehmen. Denn nach Meinung des Vereins sei das Thema noch nicht in der breiten Öffentlichkeit angekommen. „Wir rutschen in eine Gefährdung unserer Daseinsvorsorge ab“, wenn nicht rasch Lösungen für die Probleme gefunden werden, so DVGW-Chef Gerald Linke. (js)

 
 

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