Warum die Schoko-Pizza nicht der erste schräge Snack ist

Nicht immer für alle Geschmäcker lecker: Bei Schokolade gibt es mittlerweile eine geradezu beängstigende Vielfalt.
Nicht immer für alle Geschmäcker lecker: Bei Schokolade gibt es mittlerweile eine geradezu beängstigende Vielfalt.
Foto: Stefan Fürtbauer / dpa
Ob die Schoko-Pizza von Dr. Oetker ein durchschlagender Erfolg wird? Sicher ist: Andere wunderliche Produkte kommen an – irgendwie.

Berlin.  Schokoladen-Pizza? Haben machen vielleicht schon ein Mal selbst gemacht – meist als Teenager. Erfolgsquote des kulinarischen Experiments: ebenso gering wie Selbstversuche mit Sauerkrautsuppe oder Eis mit Knoblauchgeschmack.

Das Interesse an der Neukreation der „Schokoladen-Pizza“ aus dem Hause Oetker scheint vorerst zwar groß. Wie massenkompatibel das Experiment geschmacklich ist, wird sich aber erst noch erweisen müssen.

Angesichts anderer – zum Teil jedenfalls schon über Jahre erhältlicher - Seltsamkeiten rund um die wohl beliebtesten Dickmacher Schokolade und Pizza, können Anhänger der Schokoladen-Pizza jedenfalls zuversichtlich sein, dass das Produkt bleibt. Es gibt wildere Kombinationen in Zusammenhang mit Schokolade, wie beispielsweise eine ganz besondere Schokolade, die besonders viel Eiweißgehalt verspricht.

• Geröstete Mehlwürmer für den Knusper-Effekt

Die „Dschungelade“ des Herstellers Snack-Insects ist die Süßigkeit für Insektenfreunde. In die noch flüssige Schokolade werden laut Anbieter knusprig geröstete Mehlwürmer gestreut. So entstehe „eine leicht nussige Note und ein feiner Knusper-Effekt“.

Die Insektenschokolade gibt es in den Geschmacksrichtungen Vollmilch und Edelbitter – und im probierfreudigen Format eines Zahn-Gramm-Talers. Wer davon nicht überzeugt ist oder eine Allergie gegen glutenfressende Insekten feststellt, produziert zumindest nicht allzu viel Lebensmittelabfälle.

• Die gesalbte Süßigkeit

Wer Schokolade als ein quasi-göttliches Geschenk verehrt, dem sei eine andere Sorte ans Herz gelegt: Gefüllt mit rotem Messwein und einer weißen Weihrauch-Creme verspricht eine Milchschokolade von Zotter selige Zustände.

Die Idee entstand dem Hersteller Zotter zufolge bei einem Treffen mit dem Dompfarrer Toni Faber vom St. Stephansdom in Wien. Der Verzehr tut entsprechend Gutes: Der Erlös jeder Tafel soll in die Sanierung der Kapelle gegenüber der Unternehmens-Manufaktur fließen.

• Flüssige Pizza für die Extra-Würze

Jetzt aber weg mit der Schokolade. Wem es bei der Suche nach schrägen Pizzavarianten eher um denTeigfladen geht, dem sei ein passendes Bier empfohlen. Statt als flüssiges Brot geht es wohl eher als flüssige Pizza durch, denn der Maische werden Tomaten, Oregano, Basilikum und Knoblauch hinzugefügt.

Erfunden hat das „Pizza Beer“ im Jahr 2006 eine Hausbrauerei im US-Staat Illinois. Kaufen kann man es immer noch. Insofern: Prost! Und Mahlzeit...

• Der Pizza verschlingende Mann

Angesicht der Entdeckungen, die Forscher der „Cornell University“ in New York in einer vor rund einem Jahr veröffentlichten Studie über das Essverhalten von Frauen und Männern machten, eröffnen sich ganz neue Perspektiven. Beim Mittagessen in einem italienischen All-You-Can-Eat-Buffet verspeisten die Männer, die in Begleitung einer Frau waren, fast doppelt so viel Pizza wie Alleinesser, so die erstaunliche Erkenntnis der Wissenschaftler.

Die Vermutung der Forscher: Die Herren wollen mit ihrem demonstrativen Appetit die Damenwelt beeindrucken. Ob das Pizza Beer den gleichen Effekt erzielt, darüber ist bislang aber leider nichts bekannt.

 
 

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