Gigantischer Waldbrand in Mecklenburg-Vorpommern: Video zeigt, wie die Flammen wüten

Wegen des Brandes auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz bei Lübtheen in Mecklenburg-Vorpommern mussten Hunderte Menschen ihre Wohnungen verlassen.
Wegen des Brandes auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz bei Lübtheen in Mecklenburg-Vorpommern mussten Hunderte Menschen ihre Wohnungen verlassen.
Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

In Mecklenburg-Vorpommern wütet derzeit der größte Waldbrand in der Geschichte des Bundeslandes. Das Feuer tobt auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz bei Lübtheen.

Ausgebrochen war der Brand zunächst am Freitag. Die Einsatzkräfte löschten das Feuer und gaben Entwarnung. Am Sonntag kam es dann zum erneuten Ausbruch.

Waldbrand in Mecklenburg-Vorpommern: Lebensgefahr für Einsatzkräfte

Die Behörden gehen nach den bisherigen Erkenntnissen von Brandstiftung aus. Mittlerweile hat sich das Feuer auf etwa 470 Hektar ausgebreitet. 260 Feuerwehrleute sind im Einsatz. Hinzu kommen 90 Landespolizisten.

Doch der Brand kommt mit einer ganz eigenen Gefahr für die Einsatzkräfte: Auf dem Gelände befand sich vor dem Zweiten Weltkrieg die größte Munitionsfabrik der Marine.

Immer wieder gehen alte Munitionsbestände hoch

Kurz vor Kriegsende wurde das Munitionslager zwar gesprengt, jedoch wurde nicht alle Munition vernichtet. Regelmäßig geht jetzt durch die Temperaturen entzündet alte, im Boden liegende Munition hoch.

Für die Feuerwehrleute herrscht höchste Lebensgefahr. Sie müssen einen Sicherheitsabstand von rund 1000 Metern einhalten.

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Zahlreiche Menschen bereits evakuiert

Etwa 650 Anwohner und ein Ferienheim mit 100 Kindern wurde bereits evakuiert. Der Brand hat ein solches Ausmaß erreicht, dass sich am Montagmorgen Menschen im rund 200 Kilometer entfernten Berlin wegen des Rauchgeruchs gewundert haben, ob es bei ihnen in der Nähe brennen würde.

Unterstützung angefordert

Die Polizei Ludwigslust hat im Zuge des Brandes einen Account auf Instagram eingerichtet, auf welchem sie nach und nach vor Ort berichtet.

Laut der Berliner Morgenpost sind über 400 Feuerwehrleute im Einsatz. Weitere Kräfte aus Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen wurden bereits angefordert. (db)

 
 

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