Schockierendes Video von verhungerndem Eisbär zeigt Folgen des Klimawandels

Der abgemagerte Eisbär kann sich kaum noch auf den Beinen halten.
Der abgemagerte Eisbär kann sich kaum noch auf den Beinen halten.
Foto: Screenshot Instagram: Cristina Mittermeier / BM
Das Video ist schockierend: Ein Eisbär sucht mit letzter Kraft nach Nahrung. Ein Fotograf will den Menschen damit die Augen öffnen.

Berlin.  Welche Auswirkungen hat der Klimawandel auf die Tierwelt? Eine besonders eindrückliche und schockierende Antwort auf diese Frage liefert der Naturfotograf und Umweltaktivist Paul Nicklen. Sein Video zeigt einen abgemagerten Eisbären, der sich kaum noch auf den Beinen halten kann.

68 Sekunden dauert das Video, es ist mit trauriger Musik und einigen Fakten unterlegt. Sich den Kampf des Eisbären anzuschauen, fällt schwer. Aber genau das ist es, was Nicklen mit der Veröffentlichung erreichen will. „Wenn Wissenschaftler sagen, dass Bären aussterben, möchte ich, dass die Menschen begreifen, wie das aussieht“, begründet der Fotograf die Veröffentlichung des Videos.

Eisbären verlieren ihre Lebensgrundlage

Der kurze Film entstand zufällig während einer Expedition auf der zu Kanada gehörenden Baffininsel. Nicklen hat damit einen Nerv getroffen: Ein Tweet des „National Geographic“ mit dem Video hat bereits mehr als 180.000 Retweets (Stand 13 Uhr).

Während die Temperaturen steigen und das Meereis in der Arktis schmilzt, verlieren Eisbären ihre Lebensgrundlage. Die hungernden Tiere seien deshalb gezwungen, in besiedelten Gebieten nach Nahrung zu suchen. Der Eisbär in dem Video schaut in seiner Verzweiflung in einer rostigen Tonne nach, kaut auf etwas herum, das nach Aussage von Nicklen der alte Sitz eines Schneemobils ist.

Nicklen beschreibt, wie schwer es ihm und seinem Team fiel, das mitanzusehen. „Wir standen dort weinend, filmten, während Tränen unsere Wangen herunterrollten“, sagte er National Geographic.

„Es ist eine seelenerschütternde Szene, die mich immer noch verfolgt, aber ich weiß, dass wir sowohl das Schöne als auch das Herzzerreißende teilen müssen, wenn wir die Mauern der Apathie niederreißen wollen“, schreibt er in seinem Instagram-Profil. (kge)

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