Weltall: China-Rakete trudelt unkontrolliert Richtung Erde – HIER könnten Trümmerteile einschlagen

Die China-Rakete brachte ein wichtiges Teil zu einer Raumstation. (Symbolbild)
Die China-Rakete brachte ein wichtiges Teil zu einer Raumstation. (Symbolbild)
Foto: Guo Wenbin/XinHua/dpa

Eigentlich schien bei der Mission der Langer-Marsch-Rakete von China ins Weltall alles gut zu laufen. Doch dann ging einiges schief.

Nun trudelt die China-Rakete vom Weltall auf die Erde zu und es wird vor dem Einschlag von Trümmerteilen gewarnt.

Weltall: China-Rakete wurde am 29. April in den Orbit geschossen

Die Rakete startete am 29. April in Richtung Weltall. Sie brachte ein Modul für die chinesische Raumstation Tianhe („Himmlische Harmonie“) in die Umlaufbahn. Diese wird dort derzeit gebaut.

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Weitere Infos zu China:

  • China ist ein Land ist Ostasien
  • Es umfasst eine Fläche von 9.596.981 Quadratkilometern
  • Etwa 1,4 Milliarden Menschen leben in dem Land
  • Staatspräsident ist Xi Jinping

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Die Mission wurde in China als großer Erfolg gefeiert, doch dann verlief plötzlich nicht mehr alles nach Plan. Eigentlich sollte die Raketenoberstufe so gesteuert werden, dass sie kontrolliert zur Erde zurückkehrt. Doch dies misslang. Nun trudelt die Rakete der Erde entgegen.

Weltall: HIER könnten Trümmerteile der China-Rakete einschlagen

Immerhin lässt sich einigermaßen voraussagen, wann die Rakete wieder in die Atmosphäre eintritt. Die Europäische Raumfahrtagentur Esa geht davon aus, dass dies am 9. Mai gegen 11 Uhr der Fall sein wird. Westliche Raumfahrtexperten hatten vor möglichen Trümmerteilen durch einen „unkontrollierten“ Wiedereintritt der 20 Tonnen schweren Hauptraketenstufe in die Atmosphäre gewarnt.

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Deutschland liegt voraussichtlich aber nicht in der Risikozone, wie die Esa berichtete. Das Gebiet umfasst demnach jeden Teil der Erdoberfläche zwischen dem 41. Grad nördlicher und dem 41. Grad südlicher Breite. In Europa zählen unter anderem Teile von Spanien, Italien oder Griechenland dazu.

Weltall: China weist Sorgen über Raketentrümmer zurück

In China sieht man die Sache anscheinend grundlegend anders. Die Bruchstücke dürften „sehr wahrscheinlich in internationale Gewässer fallen, und die Leute müssen sich keine Sorgen machen“, schrieb die häufig als englischsprachiges Propagandaorgan dienende Zeitung „Global Time“.

Das Blatt sah hinter den Warnungen „nichts anderes als westlichen Rummel um eine 'Bedrohung durch China'“ in der Raumfahrt. Die chinesische Raumfahrtbehörde hätte alles sorgfältig geplant. „Die meisten Trümmer werden beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre verbrennen, so dass nur ein sehr kleiner Teil übrig bleibt, der auf die Erde fällt, was potenziell in Gebieten weit weg von menschlichen Aktivitäten oder im Ozean landen wird“, sagte Experte Wang Ya'nan, Chefredakteur eines Luft- und Raumfahrtmagazins.

Andere Experten sehen das vollkommen anders. Der Astrophysiker Jonathan McDowell warnte, dass es „im schlimmsten Fall“ wie der Absturz eines kleinen Flugzeugs werden könne, der sich über Hunderte Kilometer verteile. Wie viele Bruchstücke übrig blieben, lasse sich nicht vorhersagen. „Aber genug, um Schaden anzurichten.“ Auch der Raumfahrtexperte Andrew Jones warnte vor Schaden für Mensch oder Eigentum. (gb mit dpa)