Wissenschaft: Uraltes Geheimnis um Pharao-Mumie gelüftet – es ist blutig und grausam

Viele Touristen zieht es nach Ägypten, um mehr über Pyramiden und das Altertum zu erfahren. Doch Wissenschaftler schöpfen heute immer wieder neue Erkenntnisse über die Vergangenheit. (Symbolbild)
Viele Touristen zieht es nach Ägypten, um mehr über Pyramiden und das Altertum zu erfahren. Doch Wissenschaftler schöpfen heute immer wieder neue Erkenntnisse über die Vergangenheit. (Symbolbild)
Foto: imago images

Jetzt kommt eine blutige Altertums-Geschichte zum Vorschein! In der Wissenschaft forschen Archäologen vor allem in der antiken ägyptischen Kultur, um Aufschluss darüber zu erhalten, wie sich das Leben der Pharaonen damals zugetragen hat.

Ein uraltes Geheimnis um eine Pharao-Mumie wurde jetzt gelüftet. Das gab das ägyptische Antiken-Museum in Kairo am Mittwoch unter Berufung auf eine neue Studie in der Wissenschaft bekannt.

Wissenschaft: Uraltes Geheimnis um Pharao-Mumie gelüftet – es ist blutig und grausam

Nach jüngsten Erkenntnissen der Experten wurde der Pharao Seqenenre Taa von seinen Gegnern hingerichtet. Er soll zunächst auf dem Schlachtfeld festgenommen worden sein und wurde dann bei einer Art „Exekutions-Zeremonie“ getötet. Dieses Ereignis ist schon 3600 Jahre her.

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Doch nun ist es dem Archäologe Sahi Hawass und der Radiologin Sahar Salim von der Universität Kairo gelungen, die Jahrtausende alte Mumie des Pharaos mit Computertomographie und dreidimensionalen Bildern zu untersuchen. Die Studie wurde in der jüngsten Ausgabe der Zeitschrift „Frontiers of Medicine“ veröffentlicht.

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Das ist eine Mumie:

  • Unter Mumien versteht man die Überreste von Tieren oder Menschen
  • Die Körper wurden durch physikalische oder chemische Gegebenheiten vor der natürlichen Verwesung bewahrt
  • Menschen können dieses Verfahren selbst künstlich herstellen, das nennt man „Mumifizierung“
  • Vor allem in Ägypten wurden viele Mumien entdeckt
  • Sie liegen zum Teil in Sarkophagen oder in Särgen
  • Die Mumien von Pharaonen wurden in Grabkammern beigesetzt
  • Mumien von einfachen Ägyptern wurden in vergangenen Jahrhunderten oft zu Wunder-Arzneimitteln verarbeitet

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Der Pharao Seqenenre Taa herrschte während der 17. Dynastie (1625 bis 1549 vor Christus) über Ägypten. Er führte die Truppen gegen die asiatischen Eroberer der Hyksos an, die als erste ausländische Macht in das Nil-Delta einbrachen.

Forscher entdecken Kopfverletzungen, die damals versteckt wurden

Für die Studie wurden die Verletzungen an der Mumie des Pharaos mit den Waffen verglichen, die den Hyksos zur Verfügung standen. Dabei wurden Verformungen an der Mumie berücksichtigt, die beim Einbalsamieren sorgfältig überdeckt worden waren. Da die Hände der Mumie deformiert sind, schlossen die Forscher nun, dass seine Hände bei der Exekution möglicherweise hinter dem Rücken zusammengebunden waren.

Sie kamen außerdem zu dem Schluss, dass Seqenenre im Moment seines Todes etwa 40 Jahre alt gewesen sein muss.

Die Mumie wurde Ende des 19. Jahrhunderts gefunden, aktuell wird sie in Kairo aufbewahrt. Seitdem wollen die Ägyptologen die Todesumstände von Seqenenre Taa bestimmen. In den 60er Jahren wurden die Kopfverletzungen das erste Mal entdeckt. Seit diesem Zeitpunkt versuchten die Forscher mit Bildgebungsverfahren den Tod zu rekonstruieren. Jetzt ist es ihnen endlich gelungen. (js mit afp)

 
 

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