Wissenschaft: Forscher haben neue Vermutung – DAS könnte der wahre Grund fürs Dinosaurier-Sterben gewesen sein

Wissenschaft: Forscher haben eine neue Vermutung über die Ursache des Dinosaurier-Sterbens. (Symbolbild)
Wissenschaft: Forscher haben eine neue Vermutung über die Ursache des Dinosaurier-Sterbens. (Symbolbild)
Foto: IMAGO / StockTrek Images

Das Leben der Dinosaurier war plötzlich zu Ende - das gilt in der Wissenschaft schon lange als eindeutig. Auch über die Ursache ihres Sterbens gibt es Erkenntnisse. Als wahrscheinlich gilt ein Asteroideneinschlag auf die Erde.

Jetzt haben Forscher allerdings eine neue Vermutung, was das Dinosaurier-Sterben wirklich ausgelöst haben könnte. War es doch kein Asteroid?

Wissenschaft: Forscher haben neue Vermutung über Grund des Dinosaurier-Sterbens

Vor 66 Millionen Jahren wurden die Dinosaurier ausgelöscht. Dabei ist sich die Wissenschaft sicher: Ein gewaltiger Einschlag durch einen Asteroiden, auf den noch heute der Chicxulub-Krater in Yucatan hindeutet, ist schuld daran.

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Doch eine neue Untersuchung der Forscher Amir Siraj und Abraham Loeb von der Harvard University, deren Ergebnisse in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift „Scientific Reports“ veröffentlicht wurden, zeigt, dass der wahre Grund woanders liegen konnte: Ein langperiodischer Komet könnte das Leben der Dinosaurier ausgelöscht haben.

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Das waren die Dinosaurier:

  • Riesiges Reptil des Erdmittelalters, das heute ausgestorben ist
  • Wortherkunft aus dem Griechischen: sá͞uros (σαῦρος) „Eidechse“ + deinós (δεινός) „furchtbar, heftig“
  • Lebenszeit vor rund 235 Millionen Jahren bis zur Kreide-Paläogen-Grenze vor etwa 66 Millionen Jahren
  • Massensterben am Ende des Ermittelalters löschte Dinosaurier aus

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Aber ein ausreichend großer Komet trifft nur alle 3,8 Milliarden Jahre auf die Erde. Dabei kann der Jupiter die Wahrscheinlichkeit eines Kometentreffers deutlich erhöhen. „Er schleudert die aus der Oortschen Wolke hereinfliegenden Kometen in Flugbahnen, die sie sehr nahe an die Sonne heranbringen“, erklärt Siray. Der Zusammenfluss von Hitze und starken Gezeitenkräften kann nämlich dazu führen, dass diese Brocken aus Eis und Gestein zerbrechen.

Eine Modellsimulation der Forscher ergab dabei, dass vor allem große, langperiodische Kometen in Sonnennähe gefährdet sind. Denn sie ähneln in ihrer Konsistenz oft vereisten Geröllklumpen, die nur von der Schwerkraft zusammengehalten werden. Etwa 20 Prozent dieser gewaltigen Brocken zerbrechen in mehrere Einzelteile, von denen einige der Erde sehr nahe kommen können.

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Einschlagszeit passt offenbar mit Zeitpunkt des Dinosaurier-Sterbens

Etwa alle 250 bis 730 Millionen Jahre könnte es somit einen Chicxulub-ähnlichen Einschlag geben. Loeb sagt: „Damit liefert unsere Studie die Basis für eine Erklärung des Chicxulub-Ereignisses.“

„Denn wenn man einen solchen Kometen in der Nähe der Sonne zerbricht, kann die Art von Einschlag dabei herauskommen, der die Dinosaurier tötete“, schreibt „Scientific Reports“. Sicher scheint aber auch diese neue Erkenntnis über das Dinosaurier-Sterben nicht zu sein. (nk)