Wissenschaft: Forscher gräbt in der Antarktis – was er findet, ist eine Sensation

Wissenschaft: Forscher haben beim Graben im Eis einen sensationellen Fund gemacht. (Symbolbild)
Wissenschaft: Forscher haben beim Graben im Eis einen sensationellen Fund gemacht. (Symbolbild)
Foto: imago images / Photoshot/Balance

Es ist ein atemberaubender Fund, den der US-amerikanische Forscher Steven D. Emslie in der Antarktis gemacht. Bereits 2016 stieß der Forscher in der Nähe einer Basis italienischer Forscher auf ein im Eis liegendes totes Tier, dass er dort überhaupt nicht erwartete.

Zunächst ging er davon aus, dass allein der Fundort bereits für Furore in der Welt der Wissenschaft sorgen würde. Doch als er das Tier genauer untersuchte, erregte etwas ganz anderes seine Aufmerksamkeit. Seine Forschung veröffentlichte er Mitte September in einem wissenschaftlichen Beitrag, auch die „New York Times“ berichtete über den Fund.

Wissenschaft: Überraschende Entdeckung im Eis

Seven D. Emslie ist ein Ornithologe und Paläontologe an der Universität von North Carolina in Wilmington. Seine Forschungsschwerpunkte sind also Vögel und die Tier- und Pflanzenwelt der vergangenen Erdgeschichte. 2016 entdeckte er etwas, dass die Wissenschaft in diesen Gebieten aufhorchen ließ.

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Das ist die Antarktis:

  • Südkontinent der Erde
  • etwa 14 Millionen Quadratkilometer groß
  • fast vollständig vom arktischen Eisschild bedeckt
  • hier liegt auch der Südpol der Erde

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Zu diesem Zeitpunkt befand er sich gerade in der Antarktis, hatte dort nach Erledigungen seiner eigenen Forschung allerdings noch einige Tage Zeit und machte sich auf eine Erkundungsreise. In einem Gebiet, was überhaupt nicht für eine Population von Adeliepinguinen bekannt ist, stieß er überraschenderweise auf Ausscheidungen der Tiere.

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Den entscheidenden Hinweis brachten ihm damals Kieselsteine, die er von einem Helikopter aus entdeckte. Sie waren in dieser Region äußerst ungewöhnlich und tauchten eigentlich nur dort auf, wenn die Pinguin-Art dort Nester bauten. Sie bringen die kleinen Steinchen von den Stränden mit, um ihre Nester zu bauen.

Forscher findet Jahrhunderte alte Mumie

Kurz nachdem er auf die Hinterlassenschaften der Pinguine stieß, entdeckte Emslie einen toten Pinguin-Körper: Mit Federn und kaum verwestem Körper! Im ersten Moment hielt der Forscher den Fund für den Beweis einer Pinguin-Kolonie, die bislang der Fachwelt verborgen geblieben war. Weil er verstehen wollte, was mit der Kolonie geschehen war, ließ Emslie die Proben analysieren – und erhielt ein Resultat, mit dem er absolut nicht gerechnet hatte.

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Der gut erhaltene Körper lag bereits mindestens 800 Jahre im Eis! Vielleicht sogar bis zu 5000. Über Jahrhunderte war er unter dem Eis verschlossen gewesen und durch die Kälte und den fehlenden Sauerstoff regelrecht mumifiziert worden.

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Emslie hält es sogar für möglich, dass nach hunderten Jahren die Pinguine wieder an diesen Platz zurückkehren könnten: „Sie brauchen die Kieselsteine für ihre Nester. Sie werden die Anzahl der vielen Steine an Land an dieser Stelle also sehr reizvoll finden. Mich würde es nicht wundern, wenn sie diesen Ort in naher Zukunft wieder zu einem Zuhause machen“, sagte Emslie gegenüber der „New York Times“. (dav)

 
 

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