Wissenschaft: Forscher soll Knochen untersuchen – doch es handelt sich um etwas ganz Anderes

Wissenschaft: Der Forscher sollte einen Knochen untersuchen, dann machte er plötzlich eine unerwartete Entdeckung. (Symbolbild)
Wissenschaft: Der Forscher sollte einen Knochen untersuchen, dann machte er plötzlich eine unerwartete Entdeckung. (Symbolbild)
Foto: IMAGO / agefotostock

Ein Zufallsfund beschäftigt gerade die Wissenschaft.

Ein Forscher sollte einen Knochen untersuchen und hat dabei eine unerwartete Entdeckung gemacht. Es handelte sich nämlich um etwas ganz Anderes, als er zunächst angenommen hatte. Was hat er entdeckt?

Wissenschaft: Forscher soll Knochen untersuchen, dann entdeckt er etwas ganz Anderes

Professor David Martill, Paläontologe an der Fakultät für Umwelt, Geografie und Geowissenschaften der Universität von Portsmouth sollte den alten Knochen identifizieren, der aus einer Privatsammlung in London stammt. Der Besitzer des Knochens hatte geglaubt, dass es ein Teil eines Dinosaurierschädels ist. Doch die Wissenschaft brachte Klarheit über das in Marokko gefundene Fossil.

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Völlig überrascht stellte Martill gemeinsam mit dem Paläontologen Paulo Brito von der Staatlichen Universität von Rio de Janeiro nämlich fest, dass es sich nicht um einen einzelnen Knochen handelte, sondern um viele dünne Knochenplatten. Die Forscher kamen zu der Erkenntnis: Die versteinerten Überreste stammen von einem Fisch, genauer gesagt von einem Quastenflosser! Darüber berichtet das Wissenschaftsportal „Phys.Org“.

„Wir haben eine knöcherne Lunge dieses bemerkenswerten und bizarren Fisches gefunden“, sagt Martill erstaunt. „Der Sammler war sehr enttäuscht, dass er keinen Flugsaurierschädel hatte, aber meine Kollegen und ich waren begeistert, da in den Phosphatvorkommen Marokkos noch nie ein Quastenflosser gefunden wurde. Und dieses Beispiel war absolut gewaltig“, so der Forscher weiter.

Brito, welcher als Lungenexperte der Fischart gilt, zeigte sich auch erstaunt über die Größe des Fundstücks. Der private Besitzer des Fossils bot daraufhin an, die Überreste der knöchernen Lunge von der Platte zu schneiden und sie dem Forscherteam kostenlos zur Verfügung zu stellen.

Das Fossil war nämlich in einen Phosphatblock eingebettet, mit Gips gestützt und mit einer Lackschicht bedeckt, was dazu geführt hatte, dass die Knochen braun wurden. Es wurde neben einem Pterodaktylus, einem Flugsaurier, gefunden - Ein Beweis, dass der Quastenflosser in der Kreidezeit vor 66 Millionen Jahren lebte.

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Tier wesentlich größer als andere Artgenossen

Anhand der Lunge gelang es den Forschern schließlich, die Größe des Fisches zu ermitteln. Mit einer Länge von fünf Metern war der Quastenflosser wesentlich größer als seine seltenen Artgenossen.

Das Fossil wird nun nach Marokko zurückgebracht, wo es Einzug in die Sammlungen des Instituts für Geologie der Hassan II-Universität von Casablanca finden wird, wie „Phys.Org“ schreibt. (nk)