Wetter-Phänomen bringt alles durcheinander – Verwirrung um „Rekordwinter“-Prognose

Foto: imago images / Bernd März

Beschert uns ein Wetter-Phänomen etwa Weiße Weihnachten?

Ungewöhnlich hohe Luftdruckunterschiede zwischen Südamerika und Indonesien sind meist Anzeichen für das Wetter-Phänomen La Niña. Die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) hält das Ereignis in den nächsten zwei Wochen für wahrscheinlich. Nun wird sogar spekuliert, ob La Niña auch für einen „Rekordwinter“ in Deutschland sorgen könnte.

Wetter-Phänomen bringt alles durcheinander

La Niña könnte das Wetter weltweit durcheinanderbringen, ähnlich wie der Gegenspieler El Niño. Starke Winde im Pazifik haben, beispielsweise, Einfluss auf das Wetter an der australischen Nordostküste und in Südostasien. Dort rechnen die Experten mit mehr Niederschlag.

Das Wetter Phänomen hat sogar Einfluss in Südamerika, dort könnte es hingegen weniger regnen. An der Golfküste wird es meist wärmer. Im Atlantik könnten sich mehr Hurrikanes bilden. Und in Deutschland?

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Wie Björn Goldhausen, Pressesprecher und Meteorologe von „WetterOnline“, erklärt gebe es für Mitteleuropa keine „eindeutigen Hinweise auf einen Einfluss von La Niña.“

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So entsteht eine Wettervorhersage

  • Rund 10.000 Bodenstationen, 7.000 Schiffe, 600 Ozean-Bojen, 500 Wetterradarstationen und etwa 3.000 Flugzeuge sorgen weltweit dafür, dass stündlich Wetterdaten erfasst werden.
  • Wettersatelliten bieten eine Überwachung aus dem All.
  • Meteorologen können so das Geschehen rund um die Erde beobachten.
  • Gemessen werden Parameter wie Lufttemperatur und -druck, Windrichtung und -geschwindigkeit oder Wolkenhöhe.
  • So sammeln sich pro Stunde etwa 25.000 Meldungen an.
  • Diese werden ausgewertet und und übermittelt - so bleiben Wetterprognosen auf dem aktuellen Stand.

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Das letzte Ereignisse sei im Jahr 2010 gewesen, als es in Mitteleuropa einen kalten schneereichen Winter gab, so Goldhaus. Doch er sehe keine wissenschaftlichen Zusammenhang. Also keine Weiße Weihnachten?

Das sagten die Wetter-Experten

Seine Begründung dafür: „Zum Zusammenhang von La Niña oder El Nino auf das Wetter in Europa gibt es wissenschaftliche Analyse, erklärt der Meteorologe.“ Und weiter: „Es gibt in Mitteleuropa Jahre mit kalten, aber auch mit milden Wintern bei La Niña. Insofern gilt wie immer bei Jahreszeitenprognosen: Warten wir es einfach mal ab.“

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Und was sagt ARD-Wettermoderatorin Claudia Kleinert zu solchen Vorhersagen? In einem Interview mit der „HNA“ erklärt sie: „Es gibt Modelle, die Langfristprognosen machen. Aber ihre Wahrscheinlichkeit liegt bei 50:50.“

Für die Expertin sind solche Langzeitprognosen mancher Kollegen zu einem „Rekordwinter“ daher wohl auch „totaler Schwachsinn“.

 
 

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