Wetter: Nach extrem milden Januar – jetzt droht uns DIESER Hammer

Droht uns nun der Wetter-Hammer? (Symbolbild)
Droht uns nun der Wetter-Hammer? (Symbolbild)
Foto: imago images

Die Hoffnung auf Winter muss noch nicht komplett begraben werden! Die Hälfte der Jahreszeit ist zwar vorbei - zumindest des meteorologischen WInters. Doch an Winter erinnert das Wetter in den letzten Monaten in Deutschland fast gar nicht. Der Januar war bisher wenig abwechslungsreich: grauer Himmel, Regen und milde Temperaturen, zuletzt sogar im zweistelligen Bereich. Schnee und Frost? Fehlanzeige.

Trotzdem haben viele Menschen die Hoffnung auf einen weißen Winter nicht aufgegeben: Gibt es beim Wetter zum Abschluss des Monats vielleicht doch noch die 180-Grad-Wende?

Wetter: Weißer Winter doch noch in Sicht?

Meteorologe Dominik Jung prognostiziert: Nachdem die kommende Woche eher einem Frühlingserwachen gleicht, „ist zum letzten Monatsdrittel Abkühlung in Sicht.“

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Wetter: Historisch heißer Januar

Trotzdem bleibt der Januar im Vergleich zu den Durchschnitts-Temperaturen der vergangenen 60 Jahre mit 4,5 Grad plus viel zu warm. Gerade deshalb wäre ein richtiger Wintereinbruch „dringend notwendig.“

Aber: „Der große Winterwurf wird das nicht werden“, räumt der Experte Dominik Jung ein.

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Auch laut Wetter.com sorgt das Wetter in Deutschland für einen Rekord-Januar, selbst nachts bleiben die Temperaturen teils zweistellig. Aber möglicherweise kommt nun die Wende auf uns zu.

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Kältephasen im vergangenen Jahrhundert:

  • Obwohl die Temperaturen seit dem frühen 18.Jahrhundert eigentlich stetig steigen, gab es eine Kühlphase zwischen dem Ende der 1930er-Jahre und den späten 1960er-Jahren
  • Als besonders kalt gelten die Winter in den Jahren 1939/1940, 1941/1942, 1946/1947 sowie 1962/1963
  • In Europa fiel etwa 1962 bereits im November Schnee, in Osteuropa fielen die Temperaturen auf minus 40 Grad Celsius
  • Die Kälte zeigte sich auch sehr bildlich: So schwammen im Winter 1962/1963 auf dem niederländischen Wattenmeer ganze Eisberge und der gesamte Bodensee war zugefroren. Das war davor zuletzt 1830 der Fall - und kam seit 1963 kein einziges Mal mehr vor

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Chancen auf Winter steigen

„Die Chancen auf einen zumindest kurzzeitigen Wintereinbruch sind wieder etwas gestiegen. Zum Wochenende dreht die Strömung von Südwest auf Nordwest und damit gelangt deutlich kühlere Luft zu uns. Damit würde die Schneefallgrenze auf unter 500 Meter sinken. Selbst im Tiefland ist Schnee bei Schauern denkbar“, so Paul Heger, Meteorologe bei wetter.com.

Offen sei aber ob das Winterwetter wirklich kommt und wir lange es in diesem Fall bleiben würde. Sicher ist: Bis zur Wochenmitte bleibt es in Deutschland frühlingshaft. Am Mittwoch steigen die Temperaturen wieder auf über zehn Grad.

So wird das Wetter am Wochenende

„Am Rhein sind sogar um 15 Grad möglich“, sagt Heger. Auch am Freitag sind in Nordrhein-Westfalen noch Temperaturen im zweistelligen Bereich angekündigt - maximal 13 Grad zeigt dann das Thermometer. Das soll sich am Wochenende ändern. Am verregneten Samstag nur acht Grad, in der Nacht zu Sonntag kehren dann Minusgrade wieder ein. Bei -2 Grad kann es wieder glatt und frostig werden.

Am Sonntag: ein Mix aus Sonne und Wolken bei vier bis sieben Grad in NRW.

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Obstbauern sorgen sich wegen milden Wetters

Auch die Obstbauern aus NRW sorgen sich. „Wenn es so weitergeht, werden wir eine ausgesprochen frühe Obstblüte haben mit der Gefahr, dass während der Blüte ein Frost auftritt“, sagte der stellvertretende Geschäftsführer des Provinzialverbands Rheinischer Obst- und Gemüsebauer, Peter Muß, am Mittwoch.

Alles hänge jetzt von der weiteren Wetterentwicklung ab. „Wenn es im Februar und März noch kalt wird, dann sieht das alles etwas anders aus“, sagte Muß. Die Obstbauern wünschten sich, dass es noch mal kälter werde, damit es keinen Frühstart gibt. Das Rheinland ist mit etwa 1800 Hektar die viertgrößte Anbauregion für Baumobst in Deutschland. (kv mit dpa)

 
 

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