Wetter: Niederschmetternde Tradition! Aus DIESEM Grund soll der Winter noch sehr lange andauern

Murmeltier Phil hat einen noch sehr langen Winter vorausgesagt.
Murmeltier Phil hat einen noch sehr langen Winter vorausgesagt.
Foto: dpa

Mitten in der Corona-Pandemie gibt es trotzdem Traditionen, die ungebrochen sind. Zum Beispiel auch wenn es ums Wetter geht.

Denn das Wetter wird jährlich von einem kleinen Tier vorausgesagt. Und zwar von keinem geringeren als einem Murmeltier.

Am Murmeltiertag sagt „Phil“ das Wetter voraus

Am Groundhog Day oder auch Murmeltiertag in Deutschland sagt Murmeltier Phil aus dem US-Bundesstaat Pennsylvania das Wetter für die nächsten sechs Wochen voraus.

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„Wenn ich mich umdrehe um zu schauen, sehe ich einen perfekten Schatten von mir. Es wird also sechs weitere Wochen Winter geben“, verlas am Dienstag einer der Organisatoren des Groundhog Clubs in Punxsutawney im US-Bundesstaat Pennsylvania die zuvor vermeintlich von dem Tier verfasste Prognose von einer Schriftrolle.

Weniger Zuschauer bei Voraussage dabei als sonst

Wegen der Coronavirus-Pandemie waren diesmal nur sehr wenige Zuschauer vor Ort dabei, das Spektakel wurde im Internet übertragen.

Der Brauch in dem Städtchen Punxsutawney sieht vor, dass, falls das Tier am 2. Februar - dem Murmeltier-Tag - seinen Schatten wegen eines sonnigen Himmels sieht, der Winter weitere sechs Wochen dauern wird.

Bedecktes Wetter deute jedoch auf einen frühen Frühling hin, so der Aberglaube. Erstmals soll 1887 ein Murmeltier die Vorhersage so getroffen haben. Berühmt wurde das Spektakel durch den Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“ aus dem Jahr 1993 mit Bill Murray und Andie MacDowell.

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So entsteht eine Wettervorhersage normalerweise

  • Rund 10.000 Bodenstationen, 7.000 Schiffe, 600 Ozean-Bojen, 500 Wetterradarstationen und etwa 3.000 Flugzeuge sorgen weltweit dafür, dass stündlich Wetterdaten erfasst werden.
  • Wettersatelliten bieten eine Überwachung aus dem All.
  • Meteorologen können so das Geschehen rund um die Erde beobachten.
  • Gemessen werden Parameter wie Lufttemperatur und -druck, Windrichtung und -geschwindigkeit oder Wolkenhöhe.
  • So sammeln sich pro Stunde etwa 25.000 Meldungen an.
  • Diese werden ausgewertet und übermittelt - so bleiben Wetterprognosen auf dem aktuellen Stand.

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Andere Murmeltiere sagen anderes Wetter voraus

Der rund zehn Kilo schwere Phil liegt allerdings nur selten richtig. In den vergangenen Jahren habe seine Trefferquote bei rund 40 Prozent gelegen, haben US-Klimaforscher errechnet.

Inzwischen treffen auch weitere Murmeltiere an anderen Orten Vorhersagen. So widersprach das Murmeltier Chuck im Zoo von Staten Island in New York beispielsweise Phil und sagte am Dienstag einen frühen Frühling voraus. (fb/dpa)