Wetter: Experte mit erschreckender Vorhersage – „Chancenlos!“

Das Wetter wird ungemütlich für einen Januar.
Das Wetter wird ungemütlich für einen Januar.
Foto: imago images

Früher war das Wetter im Januar kalt und schneereich. So heißt es oft.

„Wann wird's mal wieder richtig Sommer?“, fragte Showmaster Rudi Carrell einst. Doch davon haben die Menschen in Deutschland in den vergangenen Jahren fast genug gehabt. Wann wird's mal wieder richtig Winter, fragen sich die Menschen derzeit wohl eher beim Blick aus dem Fenster. Das Wetter war im Wintermonat Januar bislang wenig winterlich, von Schnee und Eis kaum eine Spur.

Wetter-Experte Dominik Jung stellt für den Januar eine bittere Prognose auf.

Wetter: Winter ohne Schnee im Januar? „Chancenlos“

Eigentlich befinden wir uns gerade im tiefsten Winter - zumindest aus meteorologischer Sicht. Doch die Temperaturen sagen etwas anderes: Es ist mild, der Gefrierpunkt wird in vielen Orten nicht erreicht, selbst in höheren Lagen schneit es kaum.

Und Wetter-Experte Dominik Jung prognostiziert für die kommenden Tage wieder milde Temperaturen. Auf Twitter erklärt er: „Ein umfangreiches Hochdruckgebiet mit dem Namen Ekart sorgt für eine Inversions-Wetterlage.“

So bringe Ekart in tiefen Lagen Nebel, in höheren Laden werde es dagegen oft sonnig und teilweise sehr mild. Am Wochenende sollen zehn bis zwölf Grad erreicht werden.

Weiterhin sagt Jung: „Der Winter ist chancenlos!“ – zumindest bis zum Monatsende. Denn sei keine Schneedecke in Sicht, es werde vielfach trocken und relativ mild sein. Schließlich gebe es einen „extrem hohen Luftdruck“.

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Nach der Prognose wird es im Januar eine Temperaturabweichung von über fünf Grad geben. Und so könnte es der „wärmste Januar seit Beginn der Wetteraufzeichnung werden“, vermutet der Wetter-Experte. „Ich kann heute schon versprechen: Der Winter ist mindestens bis zum Monatsende chancenlos.“

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Auch Monatswechsel bringt offenbar keine Änderung

Der Deutsche Wetterdienst unterstreicht die Aussage des Wetter-Experten, wonach es zunehmend wärmer wird: „Neun der zehn wärmsten Jahre in Deutschland lagen innerhalb der vergangenen 20 Jahre.“

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Die wärmsten Jahre seit Beginn der Wetteraufzeichnung:

  • 2016
  • 2015
  • 2017
  • 2018
  • 2014

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Auch geht aus der Quelle des Deutschen Wetterdienstes hervor, dass seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1881 bis heute ein linearer Temperaturtrend von Plus 1,6 Grad zu verzeichnen sei. In diesem Zusammenhang heißt es auch: „Die zurückliegenden Jahre seit 2014 lagen alle deutlich oberhalb der linearen Trendlinie.“

Zum Monatswechsel Temperaturen zwischen fünf und zehn Grad

Laut Jung wird der restliche Januar größtenteils trocken und auch im Übergang zum Februar sei lediglich mit ein „paar zaghaften Niederschlagssignalen“ zu rechnen. Zum Monatswechsel gibt es dann Temperaturen zwischen fünf und zehn Grad.

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Kältephasen im vergangenen Jahrhundert:

  • Obwohl die Temperaturen seit dem frühen 18.Jahrhundert eigentlich stetig steigen, gab es eine Kühlphase zwischen dem Ende der 1930er-Jahre und den späten 1960er-Jahren
  • Als besonders kalt gelten die Winter in den Jahren 1939/1940, 1941/1942, 1946/1947 sowie 1962/1963
  • In Europa fiel etwa 1962 bereits im November Schnee, in Osteuropa fielen die Temperaturen auf minus 40 Grad Celsius
  • Die Kälte zeigte sich auch sehr bildlich: So schwammen im Winter 1962/1963 auf dem niederländischen Wattenmeer ganze Eisberge und der gesamte Bodensee war zugefroren. Das war davor zuletzt 1830 der Fall - und kam seit 1963 kein einziges Mal mehr vor

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Sturm „Gloria“ fordert mindestens zwölf Menschenleben in Spanien

Ganz anders in Spanien: Dort wütete ein gefährlicher Wintersturm. „Gloria“ war vor etwa einer Woche über den Osten Spaniens und die Balearen hinweg - mit mehr als hundert Stundenkilometern. Insgesamt kamen mindestens zwölf Menschen ums Leben. In Katalonien im Nordosten Spaniens wurden am Donnerstag zwei weitere Todesopfer geborgen, wie der Zivilschutz mitteilte. Vier weitere Menschen wurden zudem noch vermisst. Zu ihnen zählte ein 25-jähriger Brite, der einen Strand im Norden der Ferieninsel Ibiza besucht hatte.

Ministerpräsident Pedro Sánchez drückte seine „Solidarität mit den Familien der zwölf Opfer“ aus und machte den Klimawandel für das extreme Wetter verantwortlich.

Klimawandel verantwortlich für Extremwetter

„An einigen Orten fiel mehr Regen an einem Tag als im ganzen Jahr zu erwarten ist“, sagte Sánchez. Er verwies darauf, dass Spanien „den Auswirkungen des Klimawandels “besonders ausgesetzt„ sei.

Auch in Frankreich wirkte sich der Wintersturm aus. Im Süden des Landes wurden 1500 Menschen in Sicherheit gebracht, weil zwei Flüsse über die Ufer traten. Betroffen waren Teile der französischen Pyrenäen sowie das angrenzende Département Aude.

 
 

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