Wetter: Meterologe mit bedrückender Aussage – „Deutschland ist ein Tornado-Land“

Wetter: Wie wahrscheinlich sind Tornados in Deutschland?
Wetter: Wie wahrscheinlich sind Tornados in Deutschland?
Foto: imago images / Shotshop

Bilder von verheerenden Wetter-Phänomenen wie Tornados kennen wir meist nur aus den USA.

Doch auch hier in Deutschland machten in den vergangenen Jahren vereinzelt Meldungen von Tornados die Runde. Doch wie wahrscheinlich sind solche Wirbelstürme hierzulande? Wetter-Experte Dominik Jung hat diesbezüglich eine überraschende Aussage getätigt.

Wetter: Tornados in Deutschland nichts Ungewöhnliches

Das „Deutsche GeoForschungsZentrum“ (GFZ) berichtet im Netz auf der „Wissensplattform Erde und Umwelt“ von mehreren Tornados in Deutschland im vergangenen Jahrzehnt. Hier einige Beispiele:

  • Pfingsten 2010: Brandenburg und Sachsen
  • 2015 in Bützow (Mecklenburg-Vorpommern), 40 Millionen Euro Sachschaden
  • 2015 im Umkreis von Augsburg (Bayern), Windgeschwindigkeiten von bis zu 250 Stundenkilometern
  • März 2017 in Kürnach (Bayern), fast 60 Häuser beschädigt
  • Mai 2018 im Kreis Viersen am Niederrhein

„Tornados gab es in Deutschland schon immer“, stellt der Diplom-Meteorologe von „wetter.net“ fest – und geht sogar noch weiter: „Deutschland ist ein Tornado-Land.“ Dabei muss beispielsweise ein ganz bestimmter Faktor zutreffen, um überhaupt von einem echten Tornado sprechen zu können.

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„Bei einem Tornado sieht man typisch den Trichter/Rüssel, der den Erdboden erreichen muss“, erklärt er im Gespräch mit „Bild“. Bestehe kein Bodenkontakt, „dann ist es per Definition auch kein Tornado.“

So entsteht ein Tornado

„Damit sich ein Tornado bildet, braucht es mehrere Voraussetzungen gleichzeitig: eine Schauer- oder Gewitterwolke, dazu eine niedrige Wolkenbasis“, erklärt Diplom-Meteorologe Andreas Friedrich vom Deutschen Wetterdienst gegenüber „Bild“. Durch die großen Temperaturunterschiede in der Gewitterwolke entstehen anschließend Aufwinde, welche die Luft zum Rotieren bringen können – und es entsteht ein Wolkenschlauch aus Staub und Wassertropfen.

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„Wenn gasförmiger Wasserdampf in flüssigen Wasserdampf übergeht, wird Energie frei, und damit wird ein selbstverstärkender Prozess in Gang gesetzt: Dieser Rüssel wird mächtiger, dehnt sich nach unten aus“, so Friedrich. „Wenn der senkrechte Windwirbel den Boden erreicht, hat man einen Tornado. Die Windgeschwindigkeiten, die in seinem Innern auftreten, sind die höchsten, die wir auf der Erde messen oder abschätzen können.“

DWD-Experte: Jährlich bis zu 60 Tornados in Deutschland

Dass in Deutschland aber ähnlich verheerende Windhosen auftreten wie in Amerika, sei laut Friedrich nicht ausgeschlossen – wenn auch ziemlich unwahrscheinlich. Auf einer Fläche von 10.000 Quadratkilometern in Deutschland liege die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten eines Tornados im Vergleich zum Mittleren Westen der USA bei weniger als zehn Prozent.

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Dennoch betont Friedrich: „Wenn man die Statistik anschaut, lässt sich sagen, dass es in Deutschland jährlich zwischen 20 und 60 Tornados gibt, die nachgewiesen werden können und die auch Schäden verursachen.“ (at)

 
 

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