Wetter: Kachelmann redet Klartext – „Das kalte Abrotzen der Gewitter in...“

Experte Jörg Kachelmann weist auf einen Wetter-Effekt hin, der am Wochenende über Ostdeutschland auftrat.
Experte Jörg Kachelmann weist auf einen Wetter-Effekt hin, der am Wochenende über Ostdeutschland auftrat.
Foto: imago images / Marcel Lorenz; imago images / Spöttel Picture (Montage: DER WESTEN)

Das Wetter am Sonntagabend sorgte vor allem im Osten Deutschlands für ungewöhnliche Messwerte.

Auf Twitter hat Experte Jörg Kachelmann auf dieses Wetter-Phänomen hingewiesen – und es mit seiner gewohnten Art kommentiert.

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Wetter: Kachelmann zeigt mysteriöses Unwetter über Ostdeutschland

Der Satellitenfilm, den Kachelmann als Animation auf Twitter gepostet hat, zeigt Brandenburg, Berlin und die ostdeutsche Grenze zu Polen am Sonntagabend zwischen 18 und 21 Uhr. Darüber bewegen sich bunte Farbfelder, die Regenschauer oder Gewitter darstellen. Doch was dabei sofort auffällt: Beide bewegen sich in unterschiedliche Richtungen!

„Das ist die Böenfront, die nach Westen zieht, obwohl die Gewitter nach Osten ziehen“, erklärt Kachelmann, der diese Entwicklung als „das kalte Abrotzen der Gewitter in alle Richtungen“ bezeichnet.

Doch wie ist es möglich, dass Gewitter entgegengesetzt der Windrichtung abziehen? Sollten die Gewitterwolken nicht normalerweise vom Wind fortgetragen werden?

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Das ist Jörg Kachelmann:

  • Jörg Kachelmann wurde 1958 in Lörrach geboren
  • Er ist ein Meteorologe und bereit die Seite kachelmannwetter.de
  • Kachelmann wurde im März 2010 wegen Verdacht einer Vergewaltigung festgenommen
  • 2011 wurde er freigesprochen
  • Dazu veröffentliche das Buch „Recht und Gerechtigkeit. Ein Märchen aus der Provinz“
  • Seit Januar 2019 moderiert er zusammen mit Kim Fischer die Talkshow „Riverboat“

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Auch in den Kommentaren sorgen die Wetterdaten für Gesprächsstoff. „Sieht interessant aus“, schreibt einer. Ein weiterer User pflichtet ihm bei: „Sehr spannend.“ Andere wiederum scherzen lieber darüber: „Irgendwie verstörend, gibt Raum für Verschwörungstheorien.“ Doch was steckt tatsächlich dahinter?

Deutscher Wetterdienst erklärt den Effekt

Unsere Redaktion hat beim Deutschen Wetterdienst nachgefragt, um etwas mehr Klarheit zu bekommen. Der Pressesprecher und Tornadobeauftragte, Andreas Friedrich, wusste sofort, worum es hier geht: „Es handelt sich um einen so genannten Outblow-boundary-Effekt.

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„Das kann dazu führen, das kalte Luftmassen aus einem Gewittergebiet sich auch gegen die eigentliche Ausbreitungsrichtung der Gewitter verlagern kann“, teilte Friedrich mit. (at)

 
 

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