Wetter: Hitze-Alarm! Experte warnt eindringlich – so heiß war es HIER noch nie

Wetter: Diplom-Meteorologe Dominik Jung schlägt Alarm. Ausgerechnet am kältesten bewohnbaren Ort wurde am Wochenende ein neuer Hitzerekord gemessen. (Symbolbild)
Wetter: Diplom-Meteorologe Dominik Jung schlägt Alarm. Ausgerechnet am kältesten bewohnbaren Ort wurde am Wochenende ein neuer Hitzerekord gemessen. (Symbolbild)
Foto: imago images / MedienServiceMüller

Diese Zahl sollte es sehr beunruhigen. Hitze-Alarm in Sibirien! Ja, richtig gelesen, am eigentlich kältesten Ort der Menschheit wurden vor einigen Tagen unfassbare 38 (!) Grad gemessen.

Dass der Klimawandel heftige Auswirkungen auf unser Wetter und unsere Umwelt hat, ist inzwischen jedem bewusst. An Meldungen über Hitzerekorde, heftige Unwetter oder Naturkatastrophen haben wir uns leider fast schon gewöhnt. Deutschland hat in den vergangenen Sommern geschwitzt, wie nur selten zuvor.

Diplom-Meteorologe Dominik Jung lenkt unsere Aufmerksamkeit immer wieder auf krasse Wetter-Rekorde auf unserem Planeten. Diesmal blickt er nach Sibirien – und offenbart erschreckende Entwicklungen!

Wetter: Hitze-Alarm in Sibirien! Hitzerekord an kältestem bewohnbaren Ort

Die sibirsche Stadt Werchojansk liegt rund 110 Kilometer nördlich des Polarkreises und zählt gemeinsam mit dem über 600 Kilometer südlicher gelegenen Dorf Oimjakon zu den kältesten bewohnten Gebieten der Welt. Im Februar 1892 wurden hier unfassbare –67,8 Grad Celsius gemessen.

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Sibiriens Jahreszeiten werden von einem extremen Kontinentalklima bestimmt: Lange, eisige Winter wechseln sich mit kurzen warmen Sommern ab. Doch so warm wie am vergangenen Wochenende war es in Werchojansk seit Beginn der Messungen tatsächlich noch nie!

40 Grad-Marke fast geknackt!

Erstmals seit 1885 stiegen die Temperaturen in Werchojansk am Samstag auf 38 Grad. Hitzerekord in der sibirischen Kleinstadt! Besonders betroffen davon ist der Permafrostboden in der Region – und das nicht erst seit diesem Wochenende.

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„Das gesamte Jahr 2020 war bisher deutlich zu warm in dieser Region“, erklärt Dominik Jung. In einem Video zeigt er eine Klimakarte, die jene Regionen hervorhebt, die von Januar bis Mai 2020 die meisten Hitzerekorde vermeldet haben – und Russland und Sibirien sind ganz vorne mit dabei. Die Temperaturen, die zum Teil bis zu fünf Grad über den langjährigen Mittelwerten liegen, führen zu einer großen Trockenheit – mit dramatischen Folgen: Allein in Sibirien gab es in diesem Jahr bereits über 6.000 Waldbrände.

Umweltschäden durch schmelzenden Permafrostboden

Doch der bereits angesprochene schmelzende Permafrostboden zieht schwere Umweltschäden nach sich. Denn die Öl- und Dieselpipelines in Russland verlaufen auf Stützen über den unterirdischen Eisschichten – und dieses Fundament wird nun instabil.

„Der Permafrostboden taut auf, die Stützen rutschen ab, die Rohrleitungen brechen und viele tausend Liter Öl und Diesel ergießen sich in die Umwelt“, erklärt Meteorologe Jung die schreckliche Kettenreaktion. Auch ganze Öl-Tanks sacken einfach in den schmelzenden Permafrostboden ab, bekommen Risse und laufen unterirdisch aus.

Wetter-Experte mahnt: „Dürfen wir nicht vernachlässigen!“

Sibirien sei „zwar weit weg von uns“, aber dennoch „Teil eines großen Ökosystems“, so Jung. „Und das dürfen wir eigentlich nicht übersehen und auch nicht vernachlässigen.“

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In den Permafrostböden unseres Planeten sind bis zu 1.600 Gigatonnen Kohlenstoff gespeichert – das ist doppelt so viel wie in der gesamten Erdatmosphäre. Tauen diese Böden im Rahmen das Klimawandels auf, wird der Kohlenstoff als Treibhausgas Kohlenstoffdioxid freigesetzt – und kurbelt die Klimaerwärmung so nur noch mehr an.

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