Wetter in Deutschland: Nach Orkan „Sabine“ bleibt's heikel ++ Weiteres Sturm-Todesopfer

Der Fischmarkt mit der Fischauktionshalle steht während einer Sturmflut unter Wasser.
Der Fischmarkt mit der Fischauktionshalle steht während einer Sturmflut unter Wasser.
Foto: dpa

Orkan „Sabine“ hatte das Wetter in Deutschland seit Sonntag fest im Griff. Mit heftigen Sturmböen fegte er einmal quer durchs Land. Rettungskräfte waren gefordert. Es kam zu zahlreichen Sturm-Einsätzen in der gesamten Republik.

Wetter in Deutschland: Nach Orkan „Sabine“ - nächster Sturm im Anmarsch

Wir berichten in unserem Neswsblog über das Wetter in Deutschland und die weiteren stürmischen Aussichten:

Donnerstag, 13. Februar:

12.25 Uhr: Sturm Sabine hat sein weiteres Todesopfer gefordert. Wie die Passauer Neue Presse berichtet, handelt es sich bei dem Verstorbenen um Franz Weiboltshamer, Ex-Bürgermeister von Bischofsreut im Landkreis Freyung-Grafenau, handeln.

Er wurde am Montag auf dem Weg zu seinem Auto vom Sturm mitgerissen und kam ins Krankenhaus. Jetzt soll er an seinen Verletzungen gestorben sein, so die PNP.

Mittwoch, 12. Februar:

10.44 Uhr: . In Niedersachsen (Nienburg) wurde eine 82 Jahre alte Frau am Dienstag mit ihrem Einkaufstrolley von einer Windböe auf eine Straße gezogen und dort von einem Auto tödlich verletzt.

9.24 Uhr: Der Sturm soll nicht aufhören. Schon am Wochenende soll ein neuer Sturm über Deutschland hinwegfegen. Er trifft unter anderem auf den Norden Deutschlands und auch in NRW warnten Meteorologen bereits vor den nächsten Böen.

>> Nach Orkan „Sabine“ in NRW: Nächster Wetter-Hammer ++ Autofahrer hängen nachts in ihren Autos fest

9.21 Uhr: Eine schwere Sturmflut hat am Mittwoch auch wieder Hamburg erreicht. Die Pegelstände sind erhöht. Sie lagen zwei Meter höher als das mittlere Hochwasser. Der Fischmarkt und einige Straßen am Hafen wurden laut Polizeiangaben überschwemmt. Verletzt wurde niemand. Einige Autos mussten aus dem Wasser gezogen werden.

8.58 Uhr: Das Wetter in Deutschland bleibt auch nach „Sabine“ in den kommenden Tagen ungemütlich und wechselhaft. Besonders in Küstenregionen an Nord- und Ostsee rechneten Meteorologen zur Wochenmitte hin mit schauerartigen und teils gewittrigen Niederschlägen, wie der Deutsche Wetterdienst in Offenbach mitteilt.

In den übrigen Regionen sollte es am Mittwoch zunächst verbreitet Schauer geben, teils auch Schneefälle mit Glättebildung. Schwere Stürme wurden an der See sowie in höheren Lagen erwartet.

Eine Auflockerung der Wolkendecke ab Donnerstagmorgen erwarteten die Experten zunächst vor allem im Osten Deutschlands. Teils seien auch längere Sonnenphasen möglich, bevor die Bewölkung ab Vormittag im Westen und Südwesten wieder zunehme und sich ostwärts ausbreite, hieß es. Trocken bleibt es demnach am Donnerstag nur im äußersten Südosten, Osten und Nordosten - bei Höchsttemperaturen zwischen 4 und 11 Grad.

+++Sturm „Sabine“ wütet in Deutschland: Mann von Dach geweht +++ Jetzt kommt die Sturmflut+++

8.29 Uhr: Sturm „Sabine“ ist Richtung Süden abgeflaut. In Deutschland kamen die Menschen vergleichsweise glimpflich davon, auch wenn der Orkan mit bis zu 120 Stundenkilometern wütete.

Außerhalb von Europa soll der Orkan, der dort übrigens Ciara genannt wurde, mindestens sechs Todesopfer gefordert haben: In London starb ein Mann, als sein Auto im Südwesten der Stadt von einem Baum getroffen wurde. Ein weiterer wurde beim Gassigehen mit seinem Hund in Liverpool vom Sturm getroffen. Er wurde von einem Baum erschlagen.

Mindestens sechs Todesopfer durch Orkan „Sabine“ in Europa

06.01 Uhr: In Polen waren die Böen so stark, dass ein Dach herunterstürzte und eine Frau (52) und deren Tochter (15) unter sich begrub. Die beiden starben bei dem Unfall.

Ein Mann in Südschweden kam ums Leben, weil sein Boot kenterte. Auch eine 77-jährige Italienerin wurde durch herumwirbelnde Dachkonstruktionen tödlich verletzt.

Das Orkantief erreichte am Dienstag den äußersten Norden der Mittelmeerinsel Korsika - mit Böen von 219 Stundenkilometern! Das liege leicht unter dem Rekord vom Januar 2018, als am Cap Corse 225 Stundenkilometer erreicht wurden, berichtete der Wetterdienst Météo France. (js mit dpa)

 
 

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