Wetter in Deutschland: Experte macht erschreckende Winterprognose – „Es kommt noch dicker“

Das Wetterzeigte sich unter der Woche winterlich kalt. Doch damit ist nun Schluss. (Symbolbild)
Das Wetterzeigte sich unter der Woche winterlich kalt. Doch damit ist nun Schluss. (Symbolbild)
Foto: dpa

Der Oktober verabschiedet sich mit unbeständigem Wetter. War der Monat doch eher mild und verregnet mit zwischenzeitlichem Sonnenschein - zeigte sich also von seiner besten Aprilwetter-Seite - doch gegen Ende gab es dann doch noch etwas Winter-Wetter in Deutschland.

Der von den Meteorologen angekündigte Temperatursturz kam wie angekündigt. In der vergangenen Woche wurden noch Werte um die 20 Grad gemessen, seit dieser dieser Woche müssen sich die Menschen mit einer Eisschicht auf den Autoscheiben herumplagen und die Handschuhe zum ersten Mal hervorkramen.

Wetter in Deutschland: Experte mit neuer erschreckender Winterprognose

„Was ist das für ein frostiger Morgen?“, fragt auch Wetter-Experte Dominik Jung von wetter.net auf seinem Twitter-Account. In Bodennähe seien in Teilen Deutschlands bereits fast -10 Grad gemessen worden! Beispielsweise in Carlsfeld im Erzgebirge wurden 9,4 Grad nachgewiesen. „Der Frühwinter hat so richtig zugeschlagen“, ordnet Jung ein.

Minusgrade in den Nächten, Werte um die Nullgrad am Morgen - dieses Wetter bestimmt Deutschland derzeit. Hochdruck bringt kalte Luft mit. In der Nacht von Halloween zu Allerheiligen wird es auch wieder richtig kalt. Im Osten Deutschlands können dann sogar Tiefstwerte von -10 Grad erreicht werden. „Da sind also dicke Kostüme gefragt“, gibt Jung allen mit auf den Weg, die das Gruselfest in der Nacht zelebrieren wollen.

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Doch der Meteorologe macht auch ein Versprechen. Seine Vorhersage: „In den kommenden Tagen wird es überall wieder wärmer“. Denn ein Tiefdruckgebiet naht schon von Westen, das nicht nur mildere Luft, sondern auch „jede Menge Regen“ mitbringt. Der erreicht den Westen Deutschlands schon am Feiertag (Allerheiligen). Dann sind auch wieder Höchstwerte von 14 Grad drin. Ein echtes Wetter-Rodeo also.

Auch der deutsche Wetterdienst wies am Samstag noch einmal auf die ungewöhnlich milden Temperaturen hin:

Erste Novemberwoche startet wechselhaft

Wechselhaft startet auch die erste Novemberwoche. Im Südwesten fallen bis zu 80 Millimeter Niederschlag.

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Kältephase im vergangenen Jahrhundert:

  • Obwohl die Temperaturen seit dem frühen 18.Jahrhundert eigentlich stetig steigen, gab es eine Kühlphase zwischen dem Ende der 1930er-Jahre und den späten 1960er-Jahren
  • Als besonders kalt gelten die Winter in den Jahren 1939/1940, 1941/1942, 1946/1947 sowie 1962/1963
  • In Europa fiel etwa 1962 bereits im November Schnee, in Osteuropa fielen die Temperaturen auf minus 40 Grad Celsius
  • Die Kälte zeigte sich auch sehr bildlich. So schwammen im Winter 1962/1963 auf dem niederländischen Wattenmeer ganze Eisberge und der gesamte Bodensee war zugefroren. Das war davor zuletzt 1830 der Fall - und kam seit 1963 kein einziges Mal mehr vor

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Winter: Noch milder als berechnet

Erschreckend ist allerdings die Winterprognose, die der Wetter-Experte schon vor zwei Tagen in seinem Wetter-Video auf Twitter mitteilte. Zu Beginn des Frostwetters will der Meteorloge einen Ausblick auf den gesamten Winter werfen. Und der fällt ziemlich negativ aus. „Der Winter wird noch milder als in den vergangenen Wochen berechnet. Es sieht nach einem sehr warmen Winter aus“. Auch könnte der Winter baden gehen, denn „es soll ordentlich viel Niederschlag geben“, macht Jung deutlich. Diese Daten habe der US-Wetterdienst NOAA herausgegeben.

Demnach wird es in Teilen Europas, auch in Deutschland, im Schnitt um insgesamt drei Grad wärmer. Der Dezember wird „deutlich zu warm“. Und dann „kommt es noch dicker“: In Osteuropa werden im Januar Werte von vier Grad mehr erwartet als der langjährige Durchschnittswert.

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Polizei Bonn warnt vor Frost:

  • Rüste dein Auto auf! Denn bereits bei Temperaturen von 7 Grad verhärtet sich die Gummi-Mischung an deinen Sommerreifen.
  • Die Folge: ein längerer Bremsweg!
  • Deswegen tausche besser schnell deine Sommer- gegen Winterreifen
  • Es gibt zwar keine starre Regel: Jedoch sollten die Winterreifen „von O bis O“ (Oktober bis Ostern) zum Einsatz kommen

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Doch er meint auch, dass sich kurze kalte Phasen mit Schnee nicht ausschließen lassen. Vielleicht werden Weiße Weihnachten in diesem Jahr wieder Realität?! Schön wäre es allemal.

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Weiße Weihnacht:

  • Die Annahme, dass es früher sehr regelmäßig Weiße Weihnacht gab, ist nicht ganz richtig
  • Kachelmannwetter hat ausgewertet, dass es seit 1950 in deutschen Großstädten an Weihnachten selten geschlossene Schneedecken gab: Hamburg (12 mal), Berlin (16 mal), Köln (4 mal), Frankfurt (11 mal), München (25 mal)
  • Besonders prägnant ist dabei Weihnachten 1964, als fast ganz Deutschland von Schnee bedeckt war, gleiches war 1986 der Fall
  • Generell waren die Weihnachten zu Beginn der 1960er-Jahre besonders kalt
  • Es gab aber auch immer wieder warme Weihnachten, wie etwa 1977, 1983 oder 1997
  • Allerdings fällt ins Auge, dass die Zahl der warmen Weihnachten zuletzt deutlich zunahm. Mit Ausnahme der enorm kalten und schneereichen Weihnacht von 2010, war es an Weihnachten fast durchgängig recht mild

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Bisher war das gesamte Jahr über ungewöhnlich warm. Laut DWD war der September 2019 der weltweit wärmste September seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1890. Nur der September 2015 war ähnlich warm. Auch weitere Werte zeigen die fortschreitende Klimaerwärmung:

  • Der August 2019 war der zweitwärmste August, der je gemessen wurde (auf Platz eins liegt der August 2017)
  • Die Periode zwischen Januar und September war global gesehen die zweitwärmste seit Beginn der Aufzeichnungen (nach dem entsprechenden Zeitraum 2016)
  • In Deutschland war es die drittwärmste Januar-September-Periode seit Beginn der Aufzeichnungen

(js)

 
 

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