USA: Brüder haben geniale Geschäftsidee - doch DAMIT haben sie nicht gerechnet

USA: Die Colvin-Brüder hatten insgesamt 17.700 Flachen Handdesinfektionsmittel angesammelt. (Symbolbild)
USA: Die Colvin-Brüder hatten insgesamt 17.700 Flachen Handdesinfektionsmittel angesammelt. (Symbolbild)
Foto: imago images / Steinach

Tennessee. Billig kaufen, teuer verkaufen – das war der Plan der Brüder Matt und Noah Colvin aus Tennessee (USA).

Während der weltweiten Unruhe wegen des Coronavirus besorgten die Colvin-Brüder in den US-Bundesstaaten Tennessee und Kentucky insgesamt 17.700 Flaschen mit Handdesinfektionsmittel – um sie anschließend für Stückpreise zwischen rund sieben und 64 (!) Euro zu verkaufen, so die „New York Times“. Mit dem, was dann geschah, hatten die Beiden allerdings nicht gerechnet.

USA: Brüder wollen mehr als 17.000 Flaschen Handdesinfektionsmittel verkaufen

Mehrere Online-Händler, die auch die Colvin-Brüder zum Verkauf des Desinfektionsmittels nutzten, versuchen vermehrt, Verkäufer zu stoppen, die sich an einer öffentlichen Gesundheitskrise bereichern wollen. Amazon nahm beispielsweise von einem Tag auf den anderen tausende Desinfektionsmittel und Atemschutzmasken aus seinem Angebot – darunter auch die Produkte der Colvin-Brüder.

Die Folge: Während Millionen US-Amerikaner nach Schutzmitteln gegen das Coronavirus suchen, türmen sich bei den Colvins mehr als 17.000 Flaschen Desinfektionsmitteln – und die Brüder haben keinen blassen Schimmer, wo sie das Zeug los werden sollen.

Colvin-Brüder: „Es fühlt sich wie ein öffentlicher Dienst an“

Dabei bewerten sie ihr Verhalten gar nicht mal so negativ. Zwar verlangen die Colvins für zwei Flaschen, die es im Einzelhandel für weniger als einen Euro gibt, auf Amazon mehr als 18 Euro. Doch die Leute würden vergessen, dass die Brüder viel Arbeit in die Beschaffung stecken und Amazons Gebühren und Versandkosten noch mit dazu gerechnet werden müssten, wie Noah und Matt gegenüber der „New York Times“ erklären.

-------------------

Mehr Themen:

--------------------

Haben die Beiden moralische Bedenken? Keinesfalls. „Es fühlt sich ehrlich gesagt wie ein öffentlicher Dienst an“, so einer der Brüder. „Ich werde für meinen öffentlichen Dienst bezahlt.“

Nach der Verkaufsproblematik hat sich Matt Colvin allerdings dazu entschieden, seine angesammelten Desinfektionsmittel zu spenden. (at)

 
 

EURE FAVORITEN