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Urlaub in Spanien: Klima-Katastrophe in beliebter Touristen-Region – Tausende Tiere tot!

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Mallorca: Das sind die Hotspots der beliebten Ferieninsel

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Es ist ein ganz besonderer Ort für den Urlaub in Spanien: das Mar Menor im Südosten des Landes. Nur ein schmaler Streifen Land trennt diese Salzwasserlagune vom Mittelmeer.

Und auf genau diesem schmalen Streifen namens La Manga können Meerliebhaber ihren Urlaub in Spanien verbringen. Doch wer jetzt den Strand auf der Lagunen-Seite besucht, der muss harte Nerven haben. Tausende tote Fische treiben dort im Wasser.

Urlaub in Spanien: Fischsterben trübt Urlaubsstimmung

Allein innerhalb der letzten sieben Tagen sind dort rund 4,5 Tonnen tote Fische und Krebse aus dem Wasser geholt worden. Das berichten spanische Medien unter Berufung auf die Regierung der Region Murcia.

Ein regelrechtes Massensterben. Experten vermuten, dass es mit einem Sauerstoffmangel zusammenhängt. Ausgelöst haben ihn die hohen Temperaturen und die Verschmutzung der Gewässer.

Urlaub in Spanien: Deswegen sterben die Fische am Mar Menor

Erst vor knapp zwei Jahren waren dort bereits drei Tonnen toter Lagunenbewohner, vor allem kleine Fische und Krebse, angespült worden. Das Mar Menor galt einst als Natur- und Touristenparadies, doch das war einmal. Heute ist dort meistens nur eine „grüne Suppe“ zu sehen, die einen faulen Gestank verströmt.

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Das Mar Menor in Spanien:

  • Mar Menor ist spanisch für „Kleines Meer“
  • Es handelt sich um Europas größtes salzhaltiges Binnengewässer
  • Das Mar Menor liegt in der Region Murcia
  • Seit 1982 steht die Lagune zur geschützten Zone, dennoch gibt es Umweltprobleme: La Manga ist extrem dicht bebaut, außerdem wird dort intensiv Wassersport betrieben
  • Im Jahr 2019 kippte der Binnensee um, es kam zu einem ersten Massensterben der tierischen Bewohner vom Mar Menor

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Urlaub in Spanien: So kam es zum Fischsterben

Wie konnte es soweit kommen? Das Problem ist menschgemacht. Schuld ist eine schädliche Nährstoffanreicherung des Wassers. In der Nähe wird intensive Landwirtschaft betrieben. Durch heftige Regenfälle landet nicht nur Schlamm, sondern auch Dünger in dem Gewässer.

Das alles führt zu einer starken Vermehrung von Algen und Bakterien, die anderen Pflanzenarten, Fischen und anderen Tieren und Kleinlebewesen die Lebensgrundlage entziehen. Nicht zuletzt beschleunigen auch die hohen Temperaturen den Vorgang. Vor einigen Tagen hatte eine Hitzewelle in ganz Spanien Murcia mit Temperaturen von zum Teil deutlich über 40 Grad ins Schwitzen gebracht.

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Der Regierungschef von Murcia, Fernando López Miras, fordert jetzt vom spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez ein Krisentreffen. Dort sollen Rettungsmaßnahmen für das Binnengewässer getroffen werden. Seit Jahren leide es unter ökologischen Problemen.

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Das Mar Menor müsse inzwischen zum Katastrophengebiet erklärt werden, forderte López Miras. Die konservative Regionalregierung macht das Wetter und die linke Zentralregierung verantwortlich. Sie leiste zu wenig Unterstützung. Umweltschützer stellen auch die Regionalregierung an den Pranger. Sie unternehme nichts gegen die intensive Landwirtschaft in unmittelbarer Nähe der Lagune. (vh mit dpa)