Urlaub: Beliebte Inseln der Deutschen werden nicht mehr angesteuert – aus DIESEM Grund

Landeanflug auf Gran Canaria (Symbolbild).
Landeanflug auf Gran Canaria (Symbolbild).
Foto: imago images / Aviation-Stock

Nicht nur in Deutschland spielt das Wetter derzeit verrückt, wo erst Sturm nach dem nächsten hinweg fegt und dann auch noch Schnee für Chaos auf einigen Straßen führt. Auch in Spanien sorgen starke Winde gerade für riesige Probleme, die viele Reisende jetzt den Urlaub kosten könnten.

Denn ein Sahara-Sandsturm hat zwischenzeitlich alle acht Flughäfen der Kanarischen Inseln lahmgelegt. Auch Tausende Urlauber aus Deutschland kamen weder hin- noch zurück.

Diese Art von Sandsturm kennen die Menschen unter dem Namen „Calima“. Doch dieses Mal ist „Calima“ besonders stark. „So etwas haben wir seit 40 Jahren nicht mehr erlebt“, sagte der Präsident der Inseln am Montag.

Urlaub auf den Kanaren: Sandsturm macht Reisenden Strich durch die Rechnung

Grund dafür war feiner Wüstensand aus der Sahara, der von starkem Wind auf die Kanaren geblasen wurde. Nach ersten Flugausfällen am Samstag auf Gran Canaria und Teneriffa wurden am Sonntag dann alle acht Flughäfen der Inseln wegen schlechter Sichtverhältnisse geschlossen.

Zwischenzeitlich hat der Flughafenbetreiber „aena“ am Montag über Twitter bekannt gegeben, dass alle Flughäfen der Kanaren wieder betriebsbereit seien. Die Wetterbedingungen hätten sich in der Nacht wieder verbessert und der Flugverkehr sei wieder aufgenommen worden, teilte auch das spanische Verkehrsministerium auf Twitter mit.

Saharasand sorgt für Behinderungen im Flugverkehr

Wenige Stunden später nahm „aena“ die Mitteilung für die Flughäfen in La Palma und El Hierro wieder zurück. Den gestrandeten Fluggästen wird empfohlen, sich an die jeweilige Airline zu wenden.

Örtliche Experten könnten sich nicht „an so schlechtes Wetter für den Luftverkehr auf den Kanaren“ erinnern, erklärte Verkehrsminister Jose Luis Abalos am Sonntag. Der spanische Wetterdienst hatte in der Nacht zum Sonntag Sturmböen von bis zu 160 Stundenkilometern auf den Kanarischen Inseln registriert.

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Die NASA hat eine Aufnahme des Sandsturm zur Verfügung gestellt. Auf dem Bild sieht man, wie sich der Sandsturm den Kanarischen Inseln vor der Küste Marokkos nähert.

Flächenbrand auf Gran Canaria – Sand behindert Löschflugzeuge

Nicht nur Flüge, sondern auch Feierlichkeiten konnten nicht stattfinden. Auf Gran Canaria wurden die Karnevalsfeiern abgesagt, und am Montag blieben alle Schulen geschlossen. Auf Lanzarote, Fuerteventura und im Norden von Teneriffa herrschte wegen heftiger Winde weiter Alarmstufe Gelb.

Außerdem behinderte der Sandsturm die Arbeit von Löschflugzeugen, die gegen einen Brand im Südwesten von Gran Canaria ankämpften. Rund 300 Hektar Land brannten ab.

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Das sind die Kanaren:

  • Die Kanaren (Islas Canarias) sind eine spanische Inselgruppe vor der Nordwestküste Afrikas
  • Sie sind vulkanischen Ursprungs und für ihre weißen und schwarzen Strände bekannt
  • Zur Inselgruppe gehören Teneriffa, Gran Canaria, Fuerteventura, La Gomera, Lanzarote, El Hierro und La Palma
  • Rund zwei 2,1 Millionen Menschen leben auf der Insel
  • Die flächenmäßig größte Insel ist Teneriffa mit 2034 Quadratkilometern

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Kanaren sind beliebtes Reiseziel – auch im Winter

Die vor der marokkanischen Küste gelegene größte Inselgruppe zählt mit 13,1 Millionen ausländischen Touristen im vergangenen Jahr zu den beliebtesten Reisezielen in Spanien. (vh/mit dpa)

 
 

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