Urlaub in Italien: Ski-Saison in Südtirol in Gefahr – „Desaster“

Fünf Tipps für den Stau

Fünf Tipps für den Stau

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Wer aktuell in Urlaub fahren möchte, der muss sich auf einiges Chaos einstellen.

Denn planbar ist der Urlaub auch in diesem Jahr nicht. Das zeigt der neue Lockdown in Österreich. Und auch in Italien steigen die Infektionen wieder an – droht hier der nächste Urlaubsflop?

Urlaub in Italien: Steigende Infektionszahlen

Auch in Italien steigen die Infektionszahlen. Das macht sich besonders in den Gebieten bemerkbar, in denen die Impfquote niedrig ist. Das ist zum Beispiel in Südtirol der Fall. Und das könnte bitter werden: Für Urlauber als auch für die Tourismusbranche. Denn Südtirol gilt als beliebtes Ziel für den gepflegten Skiurlaub.

Gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) sagt Andy Varallo, Präsident des Skigebiets Dolomiti Superski Alta Badia: „Die Schließung der Anlagen wäre ein Desaster.“ Das ist verständlich. Denn schon die Wintersaison 2020/21 fiel komplett ins Wasser. Aufgrund der Corona-Infektionen war das Reisen weitestgehend verboten, Lifte und Seilbahnen standen still. Insgesamt 20 Monte lang!

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Ein paar Fakten über Italien:

  • ist ein Land in Südeuropa und Mitglied der EU
  • die Hauptstadt ist Rom, bezahlt wird in Euro
  • mit Vatikanstadt und San Marino sind zwei Kleinstaaten vollständig von Italien umschlossen
  • die Nationalhymne heißt "Il Canto degli Italiani"
  • ist das Land mit den meisten UNESCO-Welterbestätten

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Ein neuer Lockdown, da ist sich Varallo sicher, würde „die Wirtschaft der Alpen zerstören“. Denn die Ski-Gebiete sind auf die Wintertouristen angewiesen.

Noch ist es nicht soweit, denn das italienische Ampelsystem zeigt noch „weiß“ an. Das kann sich aber bald ändern: Südtirol knackte vor einigen Tagen die Marke von 400 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner. Damit ist das Gebiet die am stärksten betroffene Region in ganz Italien. Doch zum Vergleich: Die Inzidenzzahl im deutschen Hotspot, in Rottal-Inn, liegt bei 1592!

Ein wichtiger Grund für die Situation in Südtirol: Die hohe Zahl an Impfgegnerinnen und Impfgegnern. Das sagt auch der für Gesundheitspolitik zuständige Südtiroler Landesrat Thomas Widemann in Bozen zum RND.

Nur knapp 68 Prozent aller Menschen dort sind vollständig geimpft, etwa so hoch ist die Impfquote in ganz Deutschland. Der Landesdurchschnitt in Italien liegt rund zehn Prozentpunkte höher.

Urlaub in Italien: Es drohen härtere Maßnahmen

Und für die Urlauber? Es wird wohl nur noch ein paar Tage dauern, bis die Region auf „gelb“ hochgestuft wird. Das hat zunächst noch keine Auswirkungen für den Tourismus. Doch die Zahlen steigen weiter, die Verantwortlichen rechnen auch mit dem Ansteigen der Hospitalisierungen.

Und dann könnte es bitter werden. Wird die Region als „orange“ oder gar „rot“ klassifiziert, müssen die Lifte und Seilbahnen stillgelegt werden. Das wäre eine Katastrophe für die Region. Daher appellieren die Behörden gerade dringend, dass sich die Ungeimpften noch impfen lassen.

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Eine Hoffnung, die den Seilbahn-Betreibern derweil bleibt: Dass statt einer Schließung eine 2G-Regelung eingeführt werden könnte. Ski-Tourismus also nur für Geimpfte und Genesene. Damit befindet sich die Region im Einklang mit anderen italienischen Reisezielen. Auch diese verlangen, dass sich ein künftiger Lockdown nur auf Ungeimpfte erstreckt, berichtet Rnd.

Wer also halbwegs sicher sein möchte, mit Seilbahn und Co. fahren zu dürfen, der sollte geimpft sein. Sonst kann der wohlverdiente Winterurlaub vielleicht doch noch einmal ausfallen. (evo)