Urlaub in Holland: Niederlande machen dicht – Ministerpräsident verzweifelt: „Es tut weh“

Holland zieht wegen des Coronavirus die Reißleine.
Holland zieht wegen des Coronavirus die Reißleine.
Foto: imago images / Manngold

Das Coronavirus hat die Welt weiter fest im Griff, auch In Deutschland steigen die Fallzahlen jeden Tag. Am Donnerstag und Freitag meldete das RKI jeweils einen neuen Höchstwert an Neuinfektionen.Die Bundesregierung hatte daraufhin strengere Maßnahmen verkündet. Private Feiern, Sperrstunde, Treffen im öffentlichen Raum – wir müssen uns wieder auf massive Einschränkungen einstellen.

Doch ein Blick nach Holland zeigt: Das Nachbarland ist weit heftiger getroffen, der Inzidenzwert lag dort zuletzt zwischenzeitlich bei über 250. Die Regierung in Holland/den Niederlanden hat deswegen die Reißleine gezogen und greift zu drastischen Maßnahmen. Der niederländische Ministerpräsident ist verzweifelt: „Es tut weh.“ An einen Urlaub in der Krisenregion ist aktuell nicht zu denken.

Urlaub in Holland: Niederlande im Teil-Lockdown

In Holland kommt es durch die Ankündigungen faktisch zu einem weiteren Lockdown. Die Lage ist ernst. Wie die Deutsche Presseagentur berichtet, mussten in einigen Großstädten sogar die Notaufnahmen schließen: Alle Betten waren belegt, das Personal komplett ausgelastet.

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Die niederländische Regierung hatte in der Notlage heftige Maßnahmen ergriffen. Sie greifen seit Mittwochabend 22 Uhr. Darunter:

  • Maskenpflicht für alle öffentlichen Räume, Geschäfte, Museen oder Bibliotheken
  • Privatpersonen dürfen nur noch drei Personen als Gäste pro Tag empfangen
  • Restaurants, Cafès und Kneipen müssen dicht machen: Speisen und Getränke dürfen nur zum Mitnehmen angeboten werden
  • Verkauf von Alkohol und Cannabis ab 20 Uhr bis 7 Uhr verboten
  • Mannschaftssport für über 18-Jährige verboten

Rutte: „Es tut weh, aber es ist der einzige Weg“

Zwei Wochen später will die Regierung die Wirksamkeit der Maßnahmen überprüfen. Laut „ntv“ äußerte sich der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte zu den Maßnahmen im TV mit den Worten: „Es tut weh, aber es ist der einzige Weg. Wir müssen strenger sein.“

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Er appellierte mit Nachdruck an die Bevölkerung: „Seien Sie realistische Niederländer und übernehmen Sie Verantwortung.“ Die Lage sei „alarmierend“, so Rutte. Von Urlaub in Holland wird derzeit entsprechend abgeraten. Auch das Auswärtige Amt in Deutschland warnte vor „nicht notwendigen, touristischen Reisen in die Niederlande.“

Bis vor Kurzem war die Zeeland die einzige Provinz, die nicht als Risikogebiet galt. Doch am Donnerstagabend erklärte die Bundesregierung die gesamten Niederlande zum Risikogebiet. (dav)

 
 

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