Urlaub im Schwarzwald: Skibetrieb in ganz Deutschland verboten – doch HIER gibt es eine Ausnahme

Wer jetzt Urlaub im Schwarzwald macht, könnte sich auch im Lockdown auf die Ski-Piste begeben. (Symbolbild)
Wer jetzt Urlaub im Schwarzwald macht, könnte sich auch im Lockdown auf die Ski-Piste begeben. (Symbolbild)
Foto: imago images / Peter Sandbiller

Während des Lockdowns ist an Skifahren in Deutschland zurzeit eigentlich nicht zu denken. Doch wer jetzt einen Urlaub im Schwarzwald bucht, konnte sich dort tatsächlich auf die Piste begeben – zumindest wenn er das nötige Kleingeld hat.

Denn sowohl im Schwarzwald als auch auf der Schwäbischen Alb haben Liftbetreiber sich eine Alternative überlegt, um ihre Einnahmen in der Corona-Saison zu retten. Sie vermieten ihre Anlagen an Privatpersonen, die nicht auf ihren Ski-Urlaub verzichten wollen.

Urlaub im Schwarzwald: Ski-Pisten zur Privat-Vermietung?

„Ich darf gar nicht dran denken, was hier eigentlich los wäre“, sagt Albert Schneider (53), Geschäftsführer der Skilift GmbH Herrischried gegenüber der „Zeit“. „In einem normalen Winter wären bei so einem Wetter 500 Leute auf der Piste". Die Corona-Verordnung in Baden-Württemberg untersagt eine reguläre Öffnung der Lifte, eine Vermietung ist allerdings nicht verboten. Ein Haushalt plus eine weitere Person pro Lift darf Schneider transportieren.

Damit hat Baden-Württemberg eine Sonderstellung – im Gegensatz zum Nachbarbundesland Bayern. Dort gelten Skilifte nicht als Sportstätte, sondern gehören zum aktuell komplett untersagten Seilbahnbetrieb.

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Pro Stunde kostet Schneiders Anlage 150 Euro. Um die Unkosten zu decken, muss der Lift jeden Tag mindestens sechs Stunden laufen – das habe man bisher geschafft. Sechs Angestellte seien dabei im Einsatz, um sicherzustellen, dass auch tatsächlich immer nur ein Haushalt gerade Ski fährt.

Keine Corona-Hilfen für Liftbetreiber

Eine derartige Teilöffnung ist für Betreiber Schneider alternativlos – und das, obwohl der Staat eigentlich Corona-Hilfen für die Branche eingerichtet hat. Doch es gibt ein Problem: Die Finanzspritzen orientieren sich an den Einnahmen des Vorjahres.

Und im Dezember 2019 standen die Lifte wegen warmen Wetters und Schneemangels still. Kein Umsatz? Keine Corona-Hilfen.

Bürgermeister sieht Vermietung positiv

Der Herrischrieder Bürgermeister Christian Dröse sieht die Vermietung der Lifte positiv. „Es ist wahrscheinlicher, überfahren zu werden, als sich hier am Lift mit Corona zu infizieren“, meint er im Gespräch mit der „Zeit“.

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Durch den regulierten Besuch hätte zudem der Andrang von Tagestouristen nachgelassen – und damit habe es auch weniger Vermüllung oder überfüllte Parkplätze gegeben. (at)

 
 

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