Urlaub auf Mallorca: Drastisches Verbot! Experte will Tourismus auf Insel jetzt lahmlegen

Urlaub auf Mallorca: Folgt auf die Reisewarnung bald ein komplettes Tourismus-Verbot für die Baleareninsel?
Urlaub auf Mallorca: Folgt auf die Reisewarnung bald ein komplettes Tourismus-Verbot für die Baleareninsel?
Foto: imago images / Michael Matthey; imago images / Christian Spicker (Montage: DER WESTEN)

Ist Urlaub auf Mallorca bald wieder verboten?

Die steigenden Corona-Zahlen bei Reiserückkehrern ziehen drastische Folgen nach sich: Das Auswärtige Amt hat am Freitag eine Reisewarnung für Spanien (Ausnahme: die kanarischen Inseln) ausgesprochen – und damit auch für die bei Deutschen so beliebte Baleareninsel. Doch einigen Politikern geht das nicht weit genug – ein CDU-Vertreter fordert sogar, den Urlaub auf Mallorca komplett zu verbieten!

Urlaub auf Mallorca: Folgt auf die Reisewarnung bald ein Verbot?

Die aktuelle Reisewarnung des Auswärtigen Amtes stellt bisher lediglich ein Appell dar. „Das ist kein Verbot“, so Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in der „Bild am Sonntag“. „Aber die klare Ansage: Wer aus dem Spanien-Urlaub kommt, muss in Quarantäne, solange er kein negatives Testergebnis hat.“

Auch die Berliner Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (53, SPD) bittet die Bürgerinnen und Bürger, nicht in Risikoländer zu reisen und Partys und Familienfeiern auf den kleinstmöglichen Kreis zu reduzieren: „Rückreisende und Feiernde machen uns große Sorgen.“ Rund die Hälfte der neuen Corona-Infektionen in Berlin seien auf Heimkehrer zurückzuführen, so Kalayci.

Reiseexperte fordert: „Es kann nicht sein, dass...“

Doch einem gehen dringende Appelle und Bitten nicht weit genug. Der CDU-Bundestagsabgeordnete und Reiseexperte Christoph Ploß (35) fordert angesichts der Infektionszahlen ein Reiseverbot!

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Diese Regionen in Spanien gelten als Covid-19-Infektionsherde:

  • Aragón
  • Katalonien
  • Navarra
  • La Rioja
  • Kastilien
  • Léon
  • das Baskenland
  • Madrid
  • die Baleareninseln (auf Mallorca besonders Palma da Mallroca)

(Quelle: Auswärtiges Amt)

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„Es kann nicht sein, dass bald wieder zahlreiche Schulen geschlossen und Betriebe heruntergefahren werden müssen, weil zu viele in Risikogebiete reisen“, meint Ploß. „Urlaubsreisen nach Mallorca und zu anderen Risiko-Zielen sollten angesichts der steigenden Infektionszahlen untersagt werden.“

Touristen und Veranstalter widersprechen

Die Reiseveranstalter sehen das offenbar anders. Thomas Ellerbeck, der für Politik und Kommunikation zuständige Manager bei „Tui“, meinte am Montag: „Wir bedauern, dass Deutschland nun eine Reisewarnung für ganz Mallorca ausgesprochen hat. Besser wäre eine regionale Reisewarnung für Palma, Magaluf oder andere Orte mit erhöhten Fällen gewesen.“

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„Die meisten Urlauber sind sehr verantwortungsvoll und halten sich an die Regeln“, so Ellerbeck. Die pauschale Warnung sei auch deshalb fragwürdig, weil große Teile der Insel von der Pandemie nur minimal betroffen seien. Es habe in keinem Hotel der Tui in Mallorca einen Vorfall gegeben. Der Konzern und auch der Deutsche Reiseverband (DRV) erklärten, sie hofften auf ein baldiges Ende der Reisewarnung.

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Auch Reisende selbst reagieren eher mit Unverständnis auf die Warnung oder die Forderung von Verboten. Mallorca-Touristen Heike Frömmter (56) sagte zu „Bild“: „Reiseverbote sind sehr schlecht – für alle, die in Mallorca im Tourismus tätig sind. Man ist da nicht mehr gefährdet als in Deutschland – im Gegenteil. An den Stränden ist viel Platz. Und Hygiene-Regeln sind strenger und werden auch eingehalten.“ (at mit dpa)

 
 

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