Tui-Chef mit knallharter Ansage – er dürfte damit Tausenden Urlaubern vor den Kopf stoßen

Der Chef von Tui Deutschland hat deutliche Worte zum Urlaub auf Mallorca gefunden.
Der Chef von Tui Deutschland hat deutliche Worte zum Urlaub auf Mallorca gefunden.
Foto: Clara Margais/dpa; imago images / localpic (Montage: DER WESTEN)

Deutliche Worte an die Reisenden! Das war mal eine Ansage von Marek Andryszak, dem Chef von Tui in Deutschland!

Nach den nicht eingehaltenen Corona-Schutzmaßnahmen auf Mallorca und der Zwangsschließung der Lokale am Ballermann hat sich Tui für einen drastischen Schritt entschieden.

Tui-Chef mit knallharter Ansage – Reiseanbieter geht drastischen Schritt

Die Feiernden, die eng an eng gedrängt ohne Maske das Partyleben am Ballermann genossen haben, werden vom Tui-Chef stark kritisert. „Da haben einige überhaupt nicht verstanden, in was für einer Zeit wir momentan leben“, meint Andryszak im Gespräch mit der „Berliner Morgenpost“.

„Partymachen ist gerade einfach nicht angesagt. Jeder sollte Rücksicht auf sich selbst und seine Mitmenschen nehmen.“ Deshalb hat Tui jetzt knallhart reagiert: Die so genannten „Partyreisen“ sind ab sofort gestrichen!

-----

Urlaub – So bewertet das Auswärtige Amt die Corona-Lage:

  • Grundsätzlich sind die Reisewarnungen aufgehoben für: alle EU-Mitgliedsstaaten, die Schengen-assoziierten Staaten, Großbritannien, Andorra, Moncao, San Marino und den Vatikanstaat. Doch das bedeutet noch nicht automatisch ein normales Tourismusgeschehen.
  • Finnland, Norwegen und Schweden können weiterhin Einreisen beschränken oder eine Quarantäne bei der Einreise anordnen.
  • Von Reisen nach Großbritannien, Irland und Malta rät das Auswärtige Amt ab.
  • Für alle anderen Länder gelten Reisewarnungen bis einschließlich 31. August 2020.

-----

+++ Mallorca: Deutsche feiern verbotene Ballermann-Party – jetzt ziehen ausgerechnet SIE Konsequenzen +++

„Damit setzen wir ein deutliches Zeichen, wie wir gegenüber dieser Form des Tourismus derzeit stehen“, erklärt Andryszak. „Wir stehen für einen ruhigen Urlaub. Das ist auch etwas Angenehmes, das wir ausprobieren sollen, anstatt auf Biegen und Brechen etwas zu machen, was derzeit einfach nicht angesagt ist.“

Kritik auch aus der Regierung

Auch der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, hatte die illegalen Partys am Ballermann als „sehr ärgerlich“ bezeichnet. Am Freitag sagte er, es sei nicht zu viel verlangt, Mundschutz zu tragen und sich an Abstandsregeln zu halten. Auf „exzessive Partys“ könne man in diesem Jahr ja auch mal verzichten. Jedoch betont er: Die breite Masse der Urlauber halte sich an die Regeln.

----------------------

Mehr News zum Thema Urlaub:

----------------------

Ballermann letzter Woche dicht

Am Mittwoch hatte der balearische Tourismusminister Iago Negueruela die Zwangsschließungen auf Mallorca angeordnet. Sie sollen zunächst für zwei Monate andauern.

Ballermann-Kneipen wollten ein Zeichen setzen - und zwar so

Zuvor hatten die Wirte noch überlegt, wie sie ein Zeichen setzen können. Welche Aktion sie geplant hatten und was sie so verärgerte, liest du hier >>> (at mit dpa)

 
 

EURE FAVORITEN