„Tatort“ über Amoklauf 2016 in München – Millionen Zuschauer verwirrt DIESES Detail

Tatort: Das Handy eines Ermittlers sorgte für Verwirrung bei den ARD-Zuschauern.
Tatort: Das Handy eines Ermittlers sorgte für Verwirrung bei den ARD-Zuschauern.
Foto: BR/X Filme Creative Pool GmbH / Marco Nagel

München. Es war ein trauriger Tag für München: Am 22. Juli 2016 erschießt ein 18-jähriger Schüler im Olympia-Einkaufszentrum (OEZ) neun Menschen und dann sich selbst.

Damals ergriff eine Massenpanik die Stadt. Stundenlange Ungewissheit und massenweise Spekulationen – diese angespannte Atmosphäre behandelt der neuste „Tatort“ des Bayerischen Rundfunks. Der Titel der Folge: „Unklare Lage“. Doch eine Sache an dem neuen Streifen verwirrte die Zuschauer.

Tatort aus München: Diese Szene verwirrt die Fernsehzuschauer

Der spannungsreiche Tatort neigte sich dem Ende zu, die Polizisten hatten gerade eine U-Bahn-Station gestürmt. „Die Polizei hat offenbar einen Anschlag in der Münchner Innenstadt vereitelt...“, heißt es aus dem Off.

Kurz darauf dann Verwirrung bei den Zuschauern. Ein Kommissar bekommt einen Anruf aus dem Polizeipräsidium, sein Handy vibriert. Rrrrt, rrrrt, rrrrt...

Detail verwirrt Zuschauer

Den Sound, der da aus den TV-Boxen kommt, kommt vielen Zuschauern verdammt bekannt vor. Viele schauen verwirrt auf ihr eigenes Handy, doch einen Anruf haben sie nicht erhalten – der Sound kam schließlich aus dem Fernseher!

„Schau ich jetzt jedes Mal auf mein Handy, wenn es im Tatort klingelt und denke wer da mich ausgerechnet jetzt nervt? Möglicherweise....“, schreibt ein Nutzer bei Twitter.

Neuer München-„Tatort“ zeigt, wie schnell eine unklare Bedrohungslage eskalieren kann

„Panik, Spekulationen und Angst verselbstständigen sich“, beschreibt Regisseurin Pia Strietmann das Thema ihres „Tatort“-Debüts. Darin entdecken die Ermittler Leitmayr (Udo Wachtveitl) und Batic (Misolav Nemec) einen erschossenen Kontrolleur in einem Linienbus. Der Täter ist schnell gefunden – doch es kommt der Verdacht auf, dass er noch einen Komplizen hatte und zudem den Bau einer Bombe plante.

Die Polizei entscheidet sich für eine öffentliche Fahndung nach dem zweiten Verdächtigen – und löst damit eine Massenpanik in München aus. Tausende panische Zeugen behaupten, etwas gesehen zu haben. Spekulative Theorien überschlagen sich. Auch die Polizisten werden immer angespannter. Einsatzleiter Walter Ohnsorg (Axel Pape) warnt: „Ich will hier kein zweites OEZ.“

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Echte Polizisten vor der Kamera sollen für mehr Realismus sorgen

Um das Geschehen so realistisch wie möglich zu gestalten, ließ Regisseurin Strietmann die SEK-Beamten im Film von echten Polizisten verkörpern. Mit ihrem „Tatort“ will sie „das schwelende, sich steigernde Gefühl von einer bedrohlichen, unklaren Lage an einem solchen Tag“ zeigen.

Die ARD zeigt „Unklare Lage“ am Sonntag um 20.15 Uhr.

Betroffener spricht über den Film

Der „Münchner Merkur“ hat vor der Ausstrahlung mit einem Betroffenen des Amoklaufs gesprochen: Der 25-Jährige hat damals seine Schwester (14) verloren. „Ich verstehe nicht, wieso das gemacht wird“, sagt er der Zeitung. Trotzdem: Er werde sich den Film anschauen, auch wenn es die Ereignisse noch einmal hochkommen könnten

Aber: „Wenn man das Thema durch den Film aktuell halten will, finde ich es keine schlechte Entscheidung.“ (at, vh mit dpa)

 
 

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