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Tankrabatt: So haben sich die Spritpreise wirklich am ersten Tag verändert

Inflation: Was kann ich gegen den Preisanstieg tun?

Die Inflation steigt auf Rekordwerte. Doch was ist Inflation und was kann ich gegen den Preisanstieg tun?

Am 1. Juni ist endlich der Tankrabatt in Deutschland in Kraft getreten. Damit sollen Autofahrer vor dem Hintergrund der erhöhten Energiepreise entlastet werden.

Und wie der ADAC nun meldet, zeigt der Tankrabatt tatsächlich Wirkung. Viele Tankstellen hätten bereits in den Morgenstunden ihre Preise gesenkt.

Tankrabatt: Spritpreise deutlich gesunken – ADAC: „Sukzessiv nachgegeben“

Der erste Tag des Spritrabatts war offenbar ein Erfolg, wie der ADAC vermeldet. Die Preise hätten am Morgen des 1. Juni „sukzessive nachgegeben“, obwohl sie in der Woche davor teils ordentlich gestiegen waren. Bundesweit bewegten sie sich am Vortag zwischen 2,12 und 2,02 Euro für Diesel sowie 2,19 und 2,13 Euro für Super E10.

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Mehr zum Tankrabatt:

  • Gilt ab dem 1. Juni für drei Monate
  • Steuern für Benzin sinken um 29,55 Cent je Liter, bei Diesel um 14,04 Cent
  • Preise sollen für Benzin um 35 Cent und Diesel um 17 Cent sinken

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Vielerorts sei der Liter Diesel am Mittwoch wieder für unter zwei Euro zu haben gewesen. „Wir erwarten, dass die Steuersenkung ab 1. Juni in vollem Umfang an die Verbraucher weitergegeben wird“, so ADAC-Verkehrspräsident Gerhard Hillebrand.

Tankrabatt: DIESE Gefahr besteht weiterhin

Der Bundesverband der Mittelständischen Wirtschaft (BVMW) sieht jedoch die Gefahr, dass die Steuersenkung mehr den Mineralölkonzernen und weniger den Verbrauchern zugutekomme. Diese könnten „kräftig an der Preisschraube drehen“. „Nun müssen Bundesregierung und Bundeskartellamt genau hinsehen und sicherstellen, dass Entlastungen für Bürger und Unternehmen nicht von den Ölmultis abgeschöpft werden“, äußert sich Geschäftsführer Markus Jerger.

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Aktuelle Preise für Diesel:

  • Berlin: 1,83 Euro
  • Hamburg: 1,84 Euro
  • Düsseldorf: 1,85 Euro
  • Stuttgart: 1,85 Euro
  • Hannover: 1,85 Euro
  • München: 1,89 Euro (Stand 1. Juni, 20 Uhr)

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Die Fraktionschefin der Grünen, Katharina Dröge, macht deshalb den Vorschlag, eine „Übergewinnsteuer“ einzuführen, um „exzessive Gewinne abzuschöpfen“. Der Präsident des Bundeskartellamts versichert gleichzeitig, die Behörde hätte die Mineralölkonzerne „fest im Blick“. „Wir sind in der Lage, sehr unangenehme Fragen zu stellen“, präzisiert Andreas Mundt. „Das hat aus meiner Sicht eine sehr abschreckende Wirkung.“ Shell und Total betonen bereits, die Steuersenkung komplett an die Verbraucher weiterzugeben.

+++Tankrabatt: In diesen Regionen ist der Preisnachlass niedriger als versprochen+++

Tankrabatt: Kritik an Steuernachlass – „Bremst aus“

Auch wenn Verbraucher entlastet werden, so setze der Rabatt dennoch ein falsches Signal, wie die Wirtschaftswissenschaftlerin Monika Schnitzer betont. „Die Menschen sollten lieber weniger fahren, langsamer fahren, Fahrgemeinschaften bilden. Sie sollten ausweichen auf den öffentlichen Nah- und Fernverkehr. Das alles wird jetzt durch dieses Preissignal reduziert“, so das Mitglied der „Wirtschaftsweisen“.

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Und auch die Organisation Germanwatch bezeichnet die Spritbremse als „klimaschädliche(n) Fehlanreiz“. „Sie bremst vor allem den notwendigen Umstieg auf klimafreundliche Mobilitätsformen wie Bahn und Fahrrad“ und stehe im Widerspruch zu dem G7-Beschluss, wonach klimaschädliche Subventionen auslaufen sollen. (afp/mbo)