Sparkasse: Kunde wütend über Service-Kosten – mit der Antwort der Sparkasse hat er nicht gerechnet

Zwischen der Sparkasse und enem Kunden herrscht dicke Luft.
Zwischen der Sparkasse und enem Kunden herrscht dicke Luft.
Foto: imago images / Manngold

Zwischen der Sparkasse und einem Kunden herrscht anscheinend dicke Luft.

Mit einem netten Spruch hat die Sparkasse sich bei den Kunden für ihr besonnenes Verhalten während der Corona-Pandemie bedanken wollen. Doch der hat bei einem Mann tiefer liegende Wut über die Service-Gebühren des Geldinstituts ans Tageslicht befördert.

Sparkasse: Dieser Spruch regt einen Kunden auf

„Danke, dass du deine Oma nicht besuchst“, textet die Sparkasse nett und harmlos für eine Onlinekampagne im typischen weiß auf rotem Grund. Das findet der Kunde „abartig“ und wünscht der Sparkasse in seinem Facebook-Post mal eben eine deftige Pleite.

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„Ich hoffe, ihr geht mit der Abschaffung des Bargelds mit allen Filialen baden“, unterstreicht er seine Abneigung. Schließlich gebe es noch weitere Banken, und die würden „Top-Service“ bei „kostenloser Kontoführung“ bieten, behauptet er. Gleiche Leistung bei geringerem Preis?

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Das ist die Sparkasse:

  • Die Sparkassen-Finanzgruppe wird durch den Dachverband DSGV e.V. (Deutscher Sparkassen- und Giroverband) organisiert
  • Das ist ein Verbund von Sparkassen, öffentlichen Versicherungen und sonstigen Finanzdienstleistern
  • In Deutschland bieten fast 400 Sparkassen Finanzdienstleistungen an
  • Sie teilen sich in 8.971 Zweigstellen und 380 Institute (2019) auf
  • Mehr als 300.000 Mitarbeiter kümmern sich um die Kundenbelange

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Ein utopischer Traum, meint ein Mitarbeiter der Sparkasse. „Wie sagt man so schön: Man kann Äpfel nicht mit Birnen vergleichen“, kommentiert er den wütenden Facebook-Beitrag. Eine Erklärung liefert er gleich mit.

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So erklärt die Sparkasse den Unterschied zu Direktbanken

„Direktbanken haben oft nur ein eingeschränktes Produktangebot und arbeiten unter anderen Bedingungen als die Sparkassen. Sie haben keine Filialen, die betreut und in Stand gehalten werden müssen“, schreibt er.

„Eine Beratung zu komplexen Anlagethemen vor Ort findet daher nicht statt. Direktbanken haben außerdem weniger oder gar keine Geldautomaten, die sie bereitstellen müssen, sondern schicken ihre Kunden zu den Automaten anderer Institute.“

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Deswegen müssen Direktbanken insgesamt weniger Kosten tragen. „Nur so ist es möglich, dass Sie für die Nutzung eines Kontos nicht zahlen müssen.“ Ob diese Erklärung ausreicht, um die Wut des Kunden zu mildern? (vh)