Silvester: Finger durch Böller abgerissen – Kinder unter Verletzten ++ Polizist bewusstlos geprügelt

In ganz Deutschland hatten Polizei und Feuerwehr an Silvester alle Hände voll zu tun. (Symbolbild)
In ganz Deutschland hatten Polizei und Feuerwehr an Silvester alle Hände voll zu tun. (Symbolbild)
Foto: imago images/Arnulf Hettrich

An Silvester hatten Polizei und Feuerwehr in ganz Deutschland mal wieder alle Hände voll zu tun.

Brände, Prügeleien oder Verkehrsunfälle bescherten Beamten und Rettungskräften eine unruhige Silvesternacht.

Chaotisches Silvester in Deutschland

Nicht nur in den Großstädten mussten Polizei und Feuerwehr an Silvester immer wieder ausrücken. Auch auf dem Land kam es zu schlimmen Vorfällen.

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19.37 Uhr: Berlin: 23-Jähriger erleidet Stichverletzung bei Auseinandersetzung

Ein 23-Jähriger hat bei einer Auseinandersetzung in Berlin-Charlottenburg in der Silvesternacht eine Stichverletzung erlitten. Sanitäter brachten den Mann in ein Krankenhaus, wie die Polizei am Neujahrstag mitteilte. Vorangegangen war den Angaben zufolge eine Auseinandersetzung zwischen acht bis zehn Personen. Ein zunächst vorübergehend festgenommener 16-Jähriger durfte nach der Personalienfeststellung wieder gehen, da sich ein Tatverdacht laut Polizei nicht erhärtete.

13.24 Uhr: München: 14-Jähriger zielt mit Waffe auf Polizist und drückt ab

Eine Polizeistreife bemerkte in der Silvesternacht in München eine Gruppe von Jugendlichen, von denen einer mit einer schwarzen Pistole in die Luft schoss. Als die Beamten auf die Jugendlichen zugingen, zielte der 14-Jährige auf einen der Polizisten und drückte ab. Jedoch löste sich kein Schuss mehr aus der Waffe. Der Jugendliche wollte daraufhin flüchten, doch die Polizisten konnten ihn festnehmen. Wie sich herausstellte, handelte es sich bei der Pistole um eine Gas- und Signalwaffe. Auf den Jugendlichen kommen mehrere Anzeigen zu - wegen Bedrohung, versuchter gefährlicher Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und ein Vergehen nach dem Waffengesetz.

13.01 Uhr: Rostock: Sohn gesteht Doppelmord

Bereits am Morgen des 31. Dezember kam es in Rostock zu einem brutalen Doppelmord. Ein 39-Jähriger betrat gegen 9 Uhr das Rostocker Polizeipräsidium und gestand, seine Eltern umgebracht zu haben, berichtet "Bild". Als die Beamten in der Wohnung der Eltern nachschauten, entdeckten sie tatsächlich die beiden Leichen. Der 39-Jährige sitzt nun in U-Haft.

12.27 Uhr: Berlin: Viele Schwerverletzte durch Böller - darunter Kinder

Das Berliner Unfallkrankenhaus hat in der Silvesternacht 15 Menschen mit schweren Verletzungen durch Böller oder Raketen behandelt. Dazu zählten in mehreren Fällen schwerste Verbrennungen, wie eine Kliniksprecherin am Neujahrsmorgen sagte. Mehrfach waren durch Explosionen Finger abgetrennt worden, in einem Fall die ganze Hand. Unter den Schwerverletzten waren auch vier Kinder unter zehn Jahren.

11.50 Uhr: Münster: Mann will Polizisten mit Feuerwerkskörper verletzen

Auf dem Domplatz in Münster versuchte ein 21-Jähriger um kurz nach Mitternacht einen Polizisten mit einem Feuerwerkskörper zu verletzten. Der Münsteraner musste seinen Rausch von knapp 2 Promille im Gewahrsam ausschlafen. Ihn erwartet eine Strafanzeige

11.17 Uhr: Leipzig: Polizist ins Krankenhaus geprügelt

In Leipzig kam es in der Silvesternacht zu schlimmen Ausschreitungen. Dabei wurde ein Polizist so schwer verletzt, dass er in einem Krankenhaus notoperiert werden musste. Der Beamte soll von Gewalttätern angegriffen worden sei und habe daraufhin das Bewusstsein verloren. Im linksalternativen Stadtteil Connewitz wurden Polizisten zudem mit Steinen und Flaschen beworfen.

10.59 Uhr: Berlin: Mann schießt mit Schreckschusswaffe auf Polizisten

Am Alexanderplatz in Berlin schoss ein Mann in der SIlversternacht mit einer Schreckschusswaffe auf Polizisten. Zuerst habe der Mann mehrfach in die Luft geschossen, teilte die Polizei via Twitter mit. Als die Polizeibeamten sich ihm daraufhin näherten, habe er mehrfach auf die Einsatzkräfte geschossen. Er wurde festgenommen. Ähnlich Vorfälle mit Schreckschusswaffen meldete die Polizei auch aus Charlottenburg und Schöneberg.

10.29 Uhr: Bilanz der Polizei NRW

Die Polizei in Nordrhein-Westfalen hat am Neujahrsmorgen folgende Bilanz zur Silvesternacht veröffentlicht.

  • Einsätze: 2900
    Vorjahr: 3500
  • Verletzte: 159
    Vorjahr: 256
  • Verletzte Polizisten: 19
    Vorjahr: 38
  • Festnahmen: 32
    Vorjahr: 22
  • Ingewahrsamnamen: 183
    Vorjahr: 262
  • Gefährliche Körperverletzungen: 134
    Vorjahr: 161

9.58 Uhr: Übergriffe auf Einsatzkräfte in Berlin

Die Berliner Feuerwehr ist in der Silvesternacht 1523 Mal im Einsatz gewesen - das war deutlich häufiger als im Jahr zuvor mit 1385 Einsätzen. Zwischen 19.00 und 6.00 Uhr wurden die Feuerwehrleute allein 617 Mal zu Bränden gerufen, wie die Feuerwehr am Neujahrsmorgen auf Twitter mitteilte. Auch diese Zahl lag deutlich höher als in der Silvesternacht 2018/19 mit 432 Bränden. Rettungskräfte in der Hauptstadt halfen in 940 Fällen, 894 waren es im Jahr davor. Hinzu kamen 100 sonstige Einsätze. Laut Feuerwehr gab es 24 Übergriffe auf Einsatzkräfte, das waren weniger als Silvester vor einem Jahr, als 49 Übergriffe gezählt wurden.

9.12 Uhr: Affenhaus im Krefelder Zoo abgebrannt

Silvester-Tragödie im Krefelder Zoo! Dort brannte in der Neujahrsnacht das Affenhaus komplett ab. Alle Affen kamen dabei ums Leben (hier alle Infos).

8.24 Uhr: Niedersachsen: Auto fährt in Fußgängergruppe - eine Person stirbt

Im Kreis Diepholz (Niedersachsen) kam es an Silvester zu einem besonders schrecklichen Verkehrsunfall. Ein Autofahrer übersah im dichten Nebel eine Fußgängergruppe und fuhr mit hoher Geschwindigkeit in die Menschen. Bei der Kollision in der Gemeinde Rehden wurde eine der Personen tödlich verletzt (hier alle Einzelheiten).

8.01 Uhr: Gütersloh: Elf Menschen erleiden Kohlenmonoxidvergiftung

In einer Wohnung in Gütersloh erlitten an Silvester elf Menschen eine Kohlenmonoxidvergiftung durch einen Grill. Ersten Ermittlungen zufolge hatte die Gruppe zunächst außerhalb der Wohnung gegrillt und den Grill im Verlauf des Abends in die Wohnung gebracht. Mehrere Stunden später klagten einige der Feiernden über Kopfschmerzen, woraufhin sie die Rettungskräfte alarmierten. Eine 27-jährige Frau und ein 31-jähriger Mann wurden dabei so schwer verletzt, dass sie in eine Spezialklinik mit Druckkammer gebracht wurden. Sie schweben in Lebensgefahr.

7.34 Uhr: Bayern: 18-Jähriger rast mit Auto in Bäume und stirbt

Tragisches Verkehrsunglück in Weilheim bei Garmisch-Partenkirchen. Dort krachte in der Silvesternacht gegen 3 Uhr ein 18-Jähriger mit seinem Auto in Bäume. Rund 40 Rettungskräfte waren vor Ort im Einsatz. Für den Mann kam jedoch jede Hilfe zu spät. Er starb an seinen Verletzungen.

7.03 Uhr: Mann in Hessen zündet Rakete in eigener Wohnung - 60 Feuerwehrleute im Einsatz

In Hessen zündete ein Mann in der Silvesternacht eine Feuerwerksrakete in seiner Wohnung und löste damit ein großes Feuer aus. Wie die Polizei in Fulda mitteilte, feuerte der Mann die Rakete bereits am Nachmittag ab, woraufhin der Teppich Feuer fing. Anschließend breiteten die Flammen sich in der ganzen Wohnung aus und griffen auch auf den Dachstuhl über. 60 Feuerwehrleute waren im Einsatz, um den Brand zu löschen. Der 52-Jährige soll unter erheblichem Alkoholeinfluss gestanden haben. Er erlitt schwere Verletzungen und wurde umgehend in ein Krankenhaus gebracht. Gegen ihn wird nun ermittelt.

6.21 Uhr: Bremer Polizei mit „einsatzreicher Silvesternacht“

Die Bremer Polizei blickt auf eine einsatzreiche Silvesternacht zurück. In erster Linie waren es Prügeleien und unsachgemäßer Umgang mit Feuerwerkskörpern, die die Beamten beschäftigten. Bis Einsatzende um 6 Uhr meldete die Polizei Bremen 28 Körperverletzungsdelikte, neun vorläufige Festnahmen und zahlreiche Platzverweise.

 
 

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