Silvester 2020: Verheerende Böller-Unglücke – Tote und Verletzte

An Silvester 2020 gab es trotz Feuerwerks-Verkaufsverbot einige schwerwiegende Böller-Verletzungen.
An Silvester 2020 gab es trotz Feuerwerks-Verkaufsverbot einige schwerwiegende Böller-Verletzungen.
Foto: dpa

Silvester 2020 verlief viel ruhiger als in den vergangenen Jahren. Kein Wunder: Wegen Corona waren größere Partys verboten.

Das bundesweite Verbot von Feuerwerks-Verkauf hatte auch die Knallerei deutlich reduziert. Trotzdem kam es an Silvester 2020 zu einigen verheerenden Unglücken.

Silvester 2020: Weniger Böller-Unglücke – doch einige waren verheerend

In Brandenburg kam ein Mann beim Zünden von selbstgebauten Feuerwerkskörpern ums Leben. Der 24-Jährige war kurz nach Mitternacht auf einem Privatgrundstück in Rietz-Neuendorf (Landkreis Oder-Spree) gestorben, der genaue Unfallhergang ist noch unklar.

Ebenfalls in Brandenburg verlor noch vor Jahreswechsel ein 63-jähriger Mann eine Hand. Wie die Polizei mitteilt, hatte er mit illegalen Böllern hantiert. Dabei entzündete sich seine Hand und wurde dadurch abgetrennt. Er kam in ein Krankenhaus.

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Ein besonders grausamer Todesfall ereignete sich in der französischen Region Bas-Rhin, direkt an der deutschen Grenze. In Boofzheim – unweit der deutschen Stadt Rust – wurde einem 25-Jährigen von einem Feuerwerksmörser der Kopf abgerissen. Ein weiterer Mann (24) erlitt bei dem Unglück schwere Gesichtsverletzungen.

In Hilter bei Osnabrück wurden drei Männer (26, 21, 20) beim Vermischen von Chemikalien für einen Böllerbau verletzt. Der 21-Jährige schwebt nach der entstandenen Explosion in Lebensgefahr, ihm wurden Teile der Gliedmaßen abgerissen. Der 26 Jahre alte Mann wurde schwer, der dritte leicht verletzt. Alle liegen nun im Krankenhaus.

Schwere Gesichtsverletzungen durch Fehlzündung

Ebenfalls schwere Verletzungen im Gesicht trug eine Person in Neuenrade (NRW) davon. Wohl wegen einer Fehlzündung war ein Feuerwerkskörper direkt vor seinem Gesicht detoniert. Er wurde per Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht, ein Fremdverschulden wird derzeit ausgeschlossen.

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Die „Unfallklinik Berlin“ vermeldete in der Silvesternacht zehn Not-Operationen der Handchirurgen aufgrund von Böller-Verletzungen. Dabei mussten mehrfach auch Teilamputationen vorgenommen werden. Insgesamt sei das aber ein deutlicher Rückgang im Vergleich zu den Vorjahren.

Unverkauftes Feuerwerk brennt – Supermarkt zerstört

Glücklicherweise keine Verletzten gab es bei einem heftigen Brand in Berlin. Im Stadtteil Buckow hatten sich in einem Supermarkt unverkaufte Silvesterkracher entzündet und das Gebäude komplett niedergebrannt. Die Raketen flogen den 110 Einsatzkräften beim Löschen um die Ohren, weshalb sie vor allem auf ihren eigenen Schutz achten mussten. Bis in die frühen Morgenstunden musste gelöscht werden.

Auch in Essen gab es glücklicherweise keine Verletzten, als aus einer feiernden Gruppe Polizisten mit besonders gefährlichen Böllern beworfen wurden. Alles dazu hier >>

 
 

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