Schwarzwald: Grundschülerin spricht in der Pause Türkisch – das hat bittere Konsequenzen für sie

Schwarzwald: Das Pausengespräch mit einer Freundin hatte für eine Grundschülerin unerwartete Konsequenzen.
Schwarzwald: Das Pausengespräch mit einer Freundin hatte für eine Grundschülerin unerwartete Konsequenzen.
Foto: imago images / photothek; imago images / Emil Umdorf (Montage: DER WESTEN)

Blumberg. Unfassbarer Vorfall an einer Schule im Schwarzwald!

Eine Drittklässlerin der Grund- und Werkrealschule in Blumberg (Schwarzwald-Baar-Kreis) hat sich in der Pause mit einer Freundin unterhalten – allerdings nicht auf Deutsch, sondern auf Türkisch. Eigentlich keine große Sache. Doch die Reaktion einer Lehrerin, die das Ganze mitbekam, macht einfach sprachlos.

Schwarzwald: Grundschülerin spricht Türkisch – und wird von Lehrerin bestraft

Wegen ihres Gesprächs auf Türkisch wurde dem Mädchen tatsächlich eine halbseitige Strafarbeit aufgebrummt. Der Titel: „Warum wir in der Schule Deutsch sprechen“ - so beschreibt es der Anwalt, den die Eltern der Schülerin im Anschluss an den Vorfall eingeschaltet haben. Dieser hat bei der Konrektorin der Schule Widerspruch gegen die Strafarbeit eingelegt.

Zudem informierte der Anwalt die Schulabteilung des Regierungspräsidiums Freiburg über den Vorfall. Das bestätigte Pressesprecherin Heike Spannagel laut „Schwarzwälder Bote“. Eine Dienstaufsichtsbeschwerde liege bislang jedoch nicht vor.

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Grundsätzlich gebe es kein generelles Verbot, sich in der Schule oder gar in der Pause in einer nicht-deutschen Sprache zu unterhalten, heißt es in der Mitteilung des Regierungspräsidiums. Allerdings gebe es dennoch durchaus Situationen, in denen es aus pädagogischen Gründen sinnvoll sei, dass Schüler auf Deutsch miteinander sprechen – zum Beispiel bei der Lösung von Konflikten.

Keine Entscheidung ohne Stellungnahme der Schule

In der Stellungnahme heißt es weiter, dass man derartige Vorwürfe von Diskriminierung sehr ernst nehme. Ohne eine Stellungnahme der Blumberger Schule wiederrum könne man derzeit jedoch keine Bewertung des Vorgehens von Schule oder Lehrkraft abgeben.

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Das Staatliche Schulamt Donaueschingen wurde beauftragt, eine Stellungnahme der Schule einzuholen. Amtsleiterin Sabine Rösner wollte sich gegenüber dem „Schwarzwälder Bote“ jedoch nicht äußern, da es sich noch um ein laufendes Verfahren handle. Der Sache werde jedoch nachgegangen, meint sie. (at)

 
 

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