Rewe-Kunden stehen an der Kasse – dann platzt ihnen der Kragen: „Muss das wirklich sein?!“

Zahlreiche Kunden haben sich im Netz über Rewe beschwert. Der Grund für die Wut: lange Kassenbons mit Werbung. (Symbolbild)
Zahlreiche Kunden haben sich im Netz über Rewe beschwert. Der Grund für die Wut: lange Kassenbons mit Werbung. (Symbolbild)
Foto: imago images/Joachim Sielski; imago images / MiS

Mit dieser Aktion hat es sich Rewe wohl mit einigen Kunden verscherzt! Sie fragen verärgert: „Muss das wirklich sein?!“ Ihre Wut richtet sich jedoch gar nicht gegen den Einkauf oder ein Produkt im Supermarkt – sondern einzig allein gegen den Kassenbon.

Der fällt ihnen nämlich deutlich zu lang aus. Der Grund: Unter die Auflistung der Waren hat Rewe eine gehörige Portion Werbung geklatscht. Der Kassenbon sei viel zu lang, sind sich die Kunden einig.

Rewe: Werbung auf Bon macht Kunden wütend

Seit der Einführung der Kassenbonpflicht wird hitzig über die kleinen weißen Zettelchen diskutiert. Vor allem kleine Unternehmen wie Bäcker oder Friseure beklagen den hohen Mehraufwand. Auch das Thema Umweltschutz spielt eine große Rolle.

Um genau den geht es auch den verärgerten REWE-Kunden im Netz. Ihre Kritik: Der Kassenbon enthält nicht nur eine Liste der Waren, die sie gekauft hatten, sondern auch noch rund 30 Zentimeter Werbung. Darunter ein Rabattgutschein und ein Gewinncode. In ihren Augen eindeutige Papierverschwendung.

„Muss das wirklich sein?“

„Das links brauche ich. Das rechts nicht. Kann man den Ausdruck von dem Müll (in meinen Augen) verhindern?“, fragt ein User auf Facebook auf der Seite von Rewe und postet ein Bild des zerrissenen Kassenbons. Mit seiner Beschwerde ist er nicht allen.

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Um zu verdeutlichen, wie viel Platz die Werbung auf dem Bon einnimmt, hat ein Rewe-Kunde sogar einen Zollstock neben den Bon gelegt. Das ernüchternde Resultat: Von dem insgesamt 60 Zentimeter langen Kassenbon nehmen rund 30 Zentimeter die 21 eingekauften Lebensmittel ein. Der Rest, also etwa die andere Hälfte, geht für die Werbung drauf. „Muss das wirklich sein? Ein mehr als 50 Zentimeter langer Kassenbon für meinen heutigen Einkauf von 10 Artikeln? Wie sieht es denn da eigentlich mit Nachhaltigkeit und Umweltschutz aus?“, will ein weiterer Nutzer wissen.

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Besonders ärgerlich ist es, wenn man nur wenige Artikel im Warenkorb hatte. Denn wie es scheint, wird auch in diesem Fall der Werbeteil angehangen. So wie bei einem Kunden, der lediglich zwei Äpfel und einen Liter Milch gekauft hat. Er erkundigt sich: „Wo kann ich den gut 50 Zentimeter langen Kassenbon umweltgerecht entsorgen?“

So reagiert Rewe auf die Vorwürfe

Und Rewe? Auf Facebook hat das Unternehmen auf einige Beiträge mit folgender Antwort reagiert: „In den Kampagnenzeiträumen werben wir über den Kassenzettel mit verschiedenen Angeboten und Einkaufsvorteilen. Diese Form der Werbung ist deutlich ressourcensparender als zum Beispiel mit Handzetteln zu werben.“

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Zudem verweist das Unternehmen auf die Möglichkeit, sich den Bon auch elektronisch zuschicken zu lassen, wofür jedoch eine Payback-Karte notwendig ist. Mit dieser Antwort sind einige Nutzer jedoch ebenfalls nicht zufrieden. Einer entgegnet: „Zusätzliche Post von Payback beispielsweise erhalten die Karteninhaber dann auch noch obendrauf...“

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Kassenbonpflicht in Bäckereien

Die Wut über Kassenbons ist nicht neu. Seit Anfang des Jahres gilt die Kassenbon-Pflicht in Bäckereien. Darüber regen sich nicht nur Kunden auf, die den Zettel meist gar nicht haben wollen, sondern auch die Inhaber und Verkäufer in Bäckereien selbst. (dav)

 
 

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