Rewe, Netto und Co.: Schon bald kannst Du DAS beim Einkaufen machen

Rewe, Netto und Co.: Beim Einkaufen könnte sich bald DAS für dich ändern. (Symbolbild)
Rewe, Netto und Co.: Beim Einkaufen könnte sich bald DAS für dich ändern. (Symbolbild)
Foto: imago images / localpic; imago images / Future Image; imago images / Sven Simon (Montage: DER WESTEN)

Egal ob Rewe, Netto oder sonstige Märkte – auf eine Sache können sich wohl alle Kunden einigen: Das Warten an der Kasse nervt gewaltig. Besonders zu Corona-Zeiten, wenn eine dicht gedrängte Menschenschlange der letzte Ort ist, an dem man seine Zeit verbringen möchte.

Doch den Händlern ist die Problematik bewusst – und deshalb testen immer mehr bereits neue Möglichkeiten aus, um Kunden das lange Anstehen zu ersparen. Alles was du brauchst, um von den neuen Abrechnungssystemen zu profitieren, ist dein Smartphone und eine bestimmte App.

Rewe, Netto und Co.: Künftig Einkäufe selbst abrechnen? Märkte testen neues Verfahren

Die Rede ist von einem Prinzip namens „Self-Checkout“ oder „Self-Scanning“. Dieses erlaubt es dem Kunden, seine Waren eigenständig zu erfassen und somit auf den Gang zur Kasse zu verzichten.

Vorreiter in Deutschland ist diesbezüglich die Rewe-Gruppe. Der dazugehörige Discounter Penny bietet bereits in 111 seiner rund 2150 Märkte die Möglichkeit an, die Ware schon beim Gang durch den Laden mit dem eigenen Handy zu erfassen. Das Motto: „Werde Schnellzahler“.

Dafür muss sich der Kunde lediglich zuvor die Scan&Go-App der Handelskette herunterladen. „Scanne deine Produkte mit deinem Handy, anschließend kannst du sie sofort einpacken“, beschreibt der Händler den Vorteil. Am Ende des Einkaufs drückt der Kunde dann den „Jetzt zahlen“-Button in der App, präsentiert den daraufhin auf dem Handy-Screen erscheinenden QR-Code an der Selbstbedienungskasse und muss dann nur noch per Karte bezahlen.

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„Für den Kunden ist es leichter, das eigene Handy zu nutzen. Er muss sich nicht an ein neues Gerät gewöhnen“, beschreibt der Penny-Projektleiter Lukas Fischer in einem der Testmärkte in Erkrath bei Düsseldorf den Vorteil des Systems.

Rewe und Edeka ziehen nach, Aldi und Lidl zögern

Rewe selbst bietet das Prinzip bereits in 50 Märkten an, so ein Firmensprecher. Und auch Deutschlands größter Lebensmittelhändler Edeka und dessen Discount-Tochter Netto sind dabei, auf den Zug aufzuspringen. „Wir testen diese innovative Lösung bereits intensiv in mehreren Edeka-Märkten“, betonte ein Edeka-Sprecher. Auch bei Netto gibt es seit diesem Monat erste Testfilialen.

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Der Discounter Lidl hält sich in Deutschland zwar noch zurück, testet Self-Scanning aber in ausgewählten Filialen in Portugal und Frankreich. Konkurrent Aldi hat nach eigenen Angaben bislang keine Pläne, Self-Scanning-Angebote in Deutschland einzuführen. Der Kassiervorgang bei Aldi habe bereits „den Ruf, sehr schnell zu sein“, heißt es dazu bei Aldi Süd.

Erfolg hält sich bisher in Grenzen

Doch wie kommt das Verfahren an? In einem Kölner Rewe-Markt, wo die „Self-Checkout“-Möglichkeit bereits seit einem Jahr besteht, wird das Angebot gerade einmal von 40 bis 50 Leuten am Tag genutzt. „Da ist sicher noch Luft nach oben drin. Aber man muss den Leuten Zeit lassen, dann werden sie schon kommen“, ist ein Unternehmenssprecher überzeugt.

Auch Penny-Projektleiter Fischer meint: „Am Anfang ist es für manche Kunden wahrscheinlich etwas gewöhnungsbedürftig, aber wenn man es einmal verstanden hat, ist es kein Hexenwerk mehr.“ Er hofft, dass auf Dauer etwa jeder zehnte Kunde in den Penny-Märkten von der Möglichkeit Gebrauch macht.

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Doch hat das Unternehmen nicht Angst vor einer Zunahme der Ladendiebstähle? Fischer schüttelt den Kopf. „Es wird natürlich an der Kasse stichprobenartige Kontrollen geben.“ In den Märkten, in denen man das Angebot schon länger teste, sei die Zahl der Diebstähle nicht gestiegen. (at mit dpa)

 
 

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