Rewe: Nach Diskussion um „Zigeunersauce“ – Unternehmen setzt eindeutiges Zeichen!

Rewe hat in der Zigeunersaucen-Diskussion konsequent gehandelt!
Rewe hat in der Zigeunersaucen-Diskussion konsequent gehandelt!
Foto: imago images/Waldmüller/Fotomontage

Eindeutiges Zeichen von Rewe!

Rewe hat bekanntgegeben, dass bei Eigenprodukten der Begriff „Zigeunersauce“ nicht mehr verwendet werden soll. Das gilt auch für Penny-Artikel, die Kette gehört ebenfalls zur Rewe Group. Das Unternehmen wolle über Details noch später informieren.

Rewe: Unternehmen setzt bei „Zigeunersauce“-Diskussion Zeichen

Seit Jahren wird eine Diskussion über die „Zigeunersauce“ geführt. Unilever hat diese Woche angekündigt, der Sauce seiner Marke Knorr einen anderen Namen zu geben, weil der Begriff negativ interpretiert werden könne.

„Zigeuner“ ist eine veraltete Sammelbezeichnung für verschiedene Volksgruppen, die sich wohl von Indien aus über Südosteuropa verbreiteten. Die meisten Angehörigen der Minderheit fühlten sich vom Begriff diskriminiert, heißt es beim Zentralrat der in Deutschland lebenden Volksgruppen Sinti und Roma.

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Das ist Rewe:

  • Rewe wurde 1927 in Köln gegründet
  • Damals schlossen sich 17 Einkaufsgenossenschaften zusammen
  • Der Name leitet sich von „Revisionsverband der Westkauf-Genossenschaften" ab
  • Es gibt rund 3.300 Rewe-Filialen (Stand 2020)

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Saucen sollen umbenannt werden

Der Begriff „Zigeunersauce“ wird seit mehr als 100 Jahren verwendet. Er bezeichnet eine würzige, scharfe Sauce mit stückigen Einlagen und wird heute in der Regel aus Tomaten hergestellt, häufig mit Paprika, Zwiebeln, Essig und Gewürzen. Traditionell verbindet der Verbraucher die Sauce mit der Geschmacksrichtung ungarisch und scharf.

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Dehoga: „Sollte Entscheidung des Unternehmers sein, ob er Speisekarte anpasst“

Am Montag hat sich auch der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) in die Debatte eingeschaltet. Der Verband spricht sich in Restaurants für eine bedachte Sprache aus. „Gute Gastfreundschaft ist geprägt durch eine respektvolle Beziehung zwischen Gastgeber und Gast. Dazu gehört natürlich auch die passende Wortwahl, die nicht verletzend und diskriminierend sein darf“, sagte Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges der Deutschen Presse-Agentur.

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Sofern sich die Bewertung bestimmter Begriffe ändere, informiere der Verband die Branche stets darüber. „Es sollte allerdings die Entscheidung des Unternehmers sein, ob und wann er seine Speisekarte im Lichte gesellschaftlicher Debatten anpasst“, sagte Hartges. (mg)

 
 

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