Rewe: Alle Kunden müssen jetzt DAS ertragen – für die Mitarbeiter wird es noch schlimmer!

Rewe: Die Methode der Supermarkt-Kette ist umstritten. (Symbolbild)
Rewe: Die Methode der Supermarkt-Kette ist umstritten. (Symbolbild)
Foto: dpa/Lebensmittelwarnung.de

Es weihnachtet sehr. Traditionell startet bei Rewe in dieser Zeit eine ganz spezielle Methode. Jedes Jahr will die Supermarkt-Kette den Kunden auf eine bestimmte Weise ein besonderes Einkaufserlebnis bieten. Diese setzt der Supermarkt dann wochenlang um.

Für die Rewe-Mitarbeiter ist das allerdings sogar eine Gefahr für die Gesundheit.

Rewe: Supermarkt setzt vor Weihnachten auf altbekannte Methode

In vier Wochen ist Weihnachten. Nachdem die Weihnachtsmärkte eröffnet haben und die weihnachtliche Deko längst aufgehangen ist, kommt zunehmend weihnachtliche Stimmung auf.

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Zwei Lieder sind besonders beliebt

Supermärkte ergänzen ihr Angebot während dieser Zeit mit weihnachtlicher Ware. Aber nicht nur das. Die Supermärkte spielen Weihnachtsmusik für ihre Kunden. Vor allem „Last Christmas“ aus dem Jahr 1984, aber auch „All I Want for Christmas Is You“ (Erscheinungsjahr 1994) sind beliebte Lieder, die an den Feiertagen zu hören sind. Sie werden nicht nur jedes Jahr wieder herausgekramt, sondern auch andauernd gespielt.

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Zweimal pro Stunde wollen Supermärkte und Discounter wie Rewe und Penny die Weihnachtssongs spielen. Bis zu den Festtagen sollen diese dann sogar fünf Mal pro Stunde aus den Musikboxen der Läden ertönen.

Mitarbeiter müssen Musik immer wieder ertragen

Dabei gilt allerdings die Arbeitsplatzregel, nach der Musik in Geschäften nicht lauter als 64 Dezibel sein darf. Laut eines Sprechers dürfen die Mitarbeiter selber entscheiden, wie laut sie die Musik stellen.

Doch dass die Läden den Song immer wieder abspielen, dürfte einige nerven. Kunden können das Geschäft immerhin verlassen, wann immer sie möchten. Die Mitarbeiter dagegen müssen „Last Christmas“ während ihrer gesamten Arbeitszeit ertragen.

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Verdi warnt vor Dauerbeschallung

Schon vergangenes Jahr warnte Verdi deshalb vor einer lauten Dauerbeschallung. Diese sei eine Gefahr für die Gesundheit: Hoher Blutdruck, Stress und ein höheres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen seien die Folge.

Verdi-Sprecherin Eva Völpel macht klar, dass es immer wieder Beschwerden von Betriebsräten oder einzelnen Beschäftigten gebe.

Marketing-Experte kann Einwand nicht verstehen

Der Marketing-Experte Martin Fassnacht sieht das anders. Er sagt: „Im Zweifel gehen die Kunden vor.“ Außerdem erklärt er, es werde sowieso zunehmend im Internet geshoppt, sodass bei Kunden auch nicht die Gefahr des Überdrusses bestehe.

Fassnacht meint zwar, dass unbekannte Lieder, die nicht an Weihnachten erinnern, nicht gut seien. Immerhin ist aber auch er der Meinung, dass neue Variationen altbekannter Titel möglich seien.

Und falls es dir dann in den Supermärkten zu bunt wird, kannst du ja immer noch bei einer Tasse Glühwein auf den Weihnachtsmärkten das Weite suchen. Doch schon beim Bestellen des alkoholischen Tropfens dürfte es dich nicht überraschen, wenn „Last Christmas, I gave you my heart
But the very next day you gave it away This year, to save me from tears I'll give it to someone special“ in dein Ohr dringt. Schöne Vorweihnachtszeit! (nk)

 
 

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