Rewe: Kunden sehen Reklame und können es nicht fassen – „Das ist schon extra dämlich“

Rewe-Kunden haben sich über einen bestimmte Prospekt aufgeregt. (Symbolbild)
Rewe-Kunden haben sich über einen bestimmte Prospekt aufgeregt. (Symbolbild)
Foto: imago images / Montage: DER WESTEN

Zugegeben, diese Rewe-Anzeige ist durchaus etwas deplatziert. Viele Kunden regten sich schon in der Vergangenheit regelmäßig über unnütze Plastikverpackungen verschiedener Discounter und Supermärkte auf. Aktuell sind ihnen dabei wieder die in Plastikfolie verpackten Werbeblättchen ein Dorn im Auge, die viele Menschen in ihren Briefkästen vorfinden.

Die Deutsche Post stellt fast an alle Haushalte, die sich nicht ausdrücklich gegen Reklame im eigenen Briefkasten ausgesprochen haben, mit der „Einkauf aktuell“ eine gebündelte Ausgabe vieler Werbeprospekte verschiedener Einzelhändler zu. Kunden von Rewe haben nun aber etwas zu meckern.

Rewe: Kunden verärgert - als sie den Werbeprospekt im Briefkasten finden

Gleich zwei Kunden beschweren sich öffentlich auf der Facebook-Seite des Supermarktes und posten gleich ein Bild ihres Ärgernisses mit. „Ich lass das mal so wirken ...“, meint ein Kunde dazu.

In seinem Post zu sehen: Besagte in Plastik verschweißte Werbehefte, zuoberst die von Rewe mit dem Slogan „Wir tun was gegen Plastikmüll“, bei dem es allerdings um Recycling von Plastikflaschen geht. Trotzdem wird die Ironie deutlich.

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Der andere Kunde merkt „Gut zu wissen ...“ an. Jemand antwortet mit: „Das ist schon extra dämlich“. Doch Rewe antwortet prompt auf die Kritik. Der Supermarkt stellt klar, dass ein Großteil der Handzettel durch Verlage oder Direktverteiler zugestellt würden - ganz ohne Plastikhülle.

Und weiter erklärt Rewe: „Eingeschweißt zugestellt werden unsere Prospekte nur dort, wo die Deutsche Post mit „Einkauf Aktuell“ die Zustellung vieler Einzelhändler effizient bündelt. Die Folie schützt hierbei die Handzettel vor Verschmutzung, Wettereinflüssen und Verwehungen.“

Dies sei gerade in Großstädten wichtig, da dort die Werbung oft noch vollständig in die Briefkästen gesteckt wird und noch herausragt oder auch an öffentlich zugänglichen Bereichen ausgelegt werde.

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Das ist Rewe:

  • Rewe wurde 1927 in Köln gegründet
  • Damals schlossen sich 17 Einkaufsgenossenschaften zusammen
  • Der Name leitet sich von „Revisionsverband der Westkauf-Genossenschaften“ ab
  • Es gibt rund 3.300 Rewe-Filialen (Stand 2020)

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Wie der Generalanzeiger bereits im Juni berichtete, wolle die Deutsche Post aber auf das Problem eingehen. Bis Ende 2022 wolle man tatsächlich die Plastikfolie bei diesen Werbeblättern bundesweit abschaffen. In einigen Orten wie in Flensburg, der Kölner Bucht und in der Region Ostwestfalen sei es schon getestet worden.

Hier wurde die Umhüllung gegen eine Papierbanderole ausgetauscht worden. Denn immerhin: Die „Einkauf aktuell“ kommt wöchentlich mit einer Auflage von 20 Millionen daher. Da kann also eine Menge Plastik eingespart werden ... (js)