Rebecca Reusch vermisst: Jetzt meldet sich ihre Schwester zu Wort – „Ich kann mir nicht vorstellen, dass ...“

Der Fall Rebecca Reusch

Seit Februar 2019 ist die 15-jährige Rebecca Reusch spurlos verschwunden. Wir zeichnen den Fall nach.

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Kaum ein Vermisstenfall hat deutschlandweit so viel Aufsehen erregt wie das Verschwinden von Rebecca Reusch. Für ihre Familie ist der 18. Februar 2020 einer der schmerzhaftesten des gesamten Jahres. An diesem Datum jährt sich das Verschwinden von Rebecca zum ersten Mal.

Vor einem Jahr wurde die damals 15-Jährige zuletzt im Haus ihrer ältesten Schwester und ihres Schwagers gesehen. Seitdem fehlt jede Spur von Rebecca Reusch. Die Polizei sucht auf Hochtouren. Rebeccas Schwester Vivien meldete sich nun ein Jahr nach dem Verschwinden mit einer emotionalen Botschaft in den Sozialen Medien zu Wort.

Rebecca Reusch: Emotionale Botschaft von Schwester Vivien

Die schwarze Schrift ist auf einem einfachen grauen Hintergrund. Keine Schnörkel, bunte Effekte oder Sticker. Schon auf den ersten Blick wird klar: Dieses Posting hat mit den bunten Beiträgen oder Urlaubsbildern, die man sonst auf Instagram findet so gar nichts gemeinsam.

In ihrer Story auf dem Sozialen Netzwerk schreibt Vivien: „Genau heute gilt Rebecca schon ein Jahr als vermisst! Aber trotzdem glaube ich fest daran, dass Rebecca noch lebt! Es gibt ja keine Beweise, die für einen Tod sprechen!“

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Der Vermisstenfall Rebecca Reusch:

  • Am 18. Februar 2019 ist Rebecca Reusch aus Berlin spurlos verschwunden
  • Die Polizei geht davon aus, dass die 15-Jährige das Haus des Schwagers und ihrer Schwester nie lebend verlassen hat
  • Der Schwager von Rebecca Reusch saß in U-Haft, kam aufgrund eines fehlenden Tatverdachts wieder auf freien Fuß
  • Trotz wochenlanger Suche konnte die Polizei keine konkrete Spur aufnehmen

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Die acht Jahre ältere Schwester weiter: „Und ich glaube auch nicht, dass sie einfach so von zu Hause weggelaufen ist! Ich kann mir nicht vorstellen, dass es ihr schlecht ging! Ich will jetzt auch nichts Falsches sagen, aber ich denke mal nicht, dass es ihr schlecht ging! Aber auf jeden Fall wünsche ich euch viel Kraft und nur das Beste! Ich glaube fest daran, dass sie eines Tages lebend gefunden wird!“

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Es ist nicht das einzige Posting von Rebeccas Schwester Vivien an diesem Dienstag. Sie teilte auch ein weiteres Bild. Darauf zu sehen: Eine Collage mit verschiedenen Bildern von Rebecca. Dazu der Text: „Ein Jahr ist dieser Engel schon verschwunden. Wie schnell die Zeit einfach vergeht.“

Staatsanwaltschaft vermutet Tod von Rebecca

Während Rebeccas Schwester noch voller Hoffnung ist, fällt die Prognose vom ermittelnden Staatsanwalt Martin Glage deutlich drastischer aus.

„Wir gehen weiterhin davon aus, dass Rebecca das Haus des Schwagers nicht lebend verlassen hat“, meldet er sich über den Account der Generalstaatsanwaltschaft Berlin über Twitter zu Wort. Ein freiwilliges Verlassen der häuslichen Umgebung und eine Entführung könne ausgeschlossen werden.

Was mit Rebecca passiert ist, bleibt also auch ein Jahr nach ihrem Verschwinden ungeklärt. Für die Familie bleibt weiter nur die Ungewissheit – und die Hoffnung, dass irgendwann in der Zukunft einmal Gewissheit herrschen wird. (dav)

 
 

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