Penny überrascht Kunden – Du wirst irritiert sein, wenn du DIESE Preise siehst!

Penny: Der Discounter steht vor einer radikalen Änderung. Kunden werden sich bald wundern. (Symbolbild)
Penny: Der Discounter steht vor einer radikalen Änderung. Kunden werden sich bald wundern. (Symbolbild)
Foto: FUNKE Foto Services

Penny gehört als Discounter der Rewe-Gruppe zu den billigeren Supermärkten in Deutschland. Doch schon sehr bald werden Kunden irritiert sein, wenn sie DIESE Preise sehen.

Denn Penny steht wohlmöglich vor einer radikalen Änderung. Dahinter steckt ein ernst zu nehmender Gedanke.

Penny: Radikale Änderung wird Kunden irritieren

Die Preise, die die Supermärkte angeben, entsprechen in der Regel nicht jenen Kosten bzw. den Schäden, die die Landwirtschaft sowie die Umwelt tatsächlich hat. Vielmehr spiegeln die Preise bei Penny und Co. lediglich die Herstellungskosten wider. Darauf will Penny seine Kunden nun aufmerksam machen.

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Am Mittwoch öffnet in Berlin ein sogenannter „Nachhaltigkeitsmarkt“. In diesem will der Discounter bei acht konventionell und ökologisch erzeugten Eigenmarken-Produkten neben dem Verkaufspreis auch den „wahren Preis“ angeben, wie das „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ schreibt.

Die H-Milch etwa, welche einen Verkaufspreis von 79 Cent hat, wird auch ein Preisschild mit dem „wahren Preis“ von 1,75 Euro haben. Gleiches gilt für das Bio-Hackfleisch in der 250-Gramm-Packung: Neben dem Verkaufspreis von 2,25 Euro wird dort auch der „wahre Preis“ von 5,09 Euro ausgewiesen werden.

Die doppelten Preisschilder werden sicherlich für Verwirrung bei den Kunden sorgen. Dabei ändert sich für sie nichts. Sie müssen trotzdem nur den normalen Preis zahlen. Rewe-Topmanager Stefan Magel sieht in der Initiative einen wichtigen ersten Schritt zu mehr Nachhaltigkeit. „Wir müssen dazu kommen, die Folgekosten unseres Konsums sichtbar zu machen“, meint er. Nur so könne der Kunde eine bewusste Kaufentscheidung treffen.

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Rewe-Gruppe gibt Studie in Auftrag

Die Änderung geht zurück auf eine Untersuchung des Wirtschaftsinformatikers Tobias Gaugler und sein Team, welcher im Auftrag der Rewe-Gruppe die „wahren Kosten“ für insgesamt 16 Eigenmarken-Produkte errechnet hat. Dabei berücksichtigten die Wissenschaftler neben den „normalen Herstellungskosten“ unter anderem die Auswirkungen der bei der Produktion entstehenden Treibhausgase, die Folgen der Überdüngung sowie den Energiebedarf.

Und die Auswirkungen haben es in sich: Besonders Fleisch- und Tierprodukte müssten der Studie zufolge deutlich teurer sein. Demnach müsste der Preis für Fleisch aus konventioneller Aufzucht bei Berücksichtigung der versteckten Kosten um gut 170 Prozent steigen. Milch müsste um 122 Prozent teurer sein und beispielsweise Gouda um 88 Prozent.

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Obst und Gemüse müsste dagegen nicht so viel teurer werden. Der Preis für Bananen etwa müsste um 19 Prozent zunehmen, Kartoffeln und Tomaten müssten um zwölf Prozent teurer werden. Der Preis für Äpfel müsste um acht Prozent ansteigen. Weniger extrem sind die Auswirkungen bei Bio-Produkten. Allerdings müsste auch der Preis für Biofleisch unter Berücksichtigung der „wahren Kosten“ um 126 Prozent zunehmen.

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Das ist Penny:

  • wurde 1973 gegründet, Zentrale in Köln
  • rund 2.135 Filialen in Deutschland
  • gehört zur Rewe Group
  • 2007 massive Expansion durch Übernahme von Plus-Filialen
  • Umsatz 2018: rund 12,4 Milliarden Euro
  • noch in sechs weiteren Ländern in Europa tätig (Italien, England, Frankreich, Ungarn, Spanien, Tschechien)

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Die Wissenschaftler kommen somit zu dem Entschluss, die doppelte Preisauszeichnung das Einkaufsverhalten der Kunden verändern könnte. Es könne ein Beitrag zu mehr Ehrlichkeit bei den Lebensmittelpreisen sein. Lieber wäre es ihnen allerdings noch, wenn die hohen Umweltfolgekosten schrittweise auf die Lebensmittelpreise aufgeschlagen werden würden. Das könne zum Beispiel durch eine Besteuerung der CO2-Emissionen in der Landwirtschaft und von mineralistischem Stickstoffdünger erfolgen. „Die Preisanpassungen der Lebensmittelmärkte würden wahrscheinlich zu deutlichen Verschiebungen hin zu mehr pflanzlichen und mehr Bio-Produkten führen und gleichzeitig die Umweltschäden deutlich reduzieren“, meint die Mitverfasserin der Studie Amelie Michalke.

Rewe-Manager: „Wir sind Teil des Problems“

Rewe-Topmanager Magel gab zu: „Wir sind als Unternehmen in einem wettbewerbsintensiven Markt ohne Zweifel Teil des Problems.“ Er hoffe nun aber, Teil der Lösung zu werden. Wenn die Kunden des neuen „Nachhaltigkeitsmarktes“ positiv auf die doppelte Preisaufzeichnung reagieren würden, könne er sich vorstellen, weitere Produkte in der Berliner Filiale mit einem doppelten Preis zu versehen und den Test auf weitere Märkte auszuweiten. Das schreibt das „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. (nk)

 
 

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