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Peinlicher Fehler: Trump verwechselt in Rede 9/11 mit 7/11

Donald Trump will republikanischer Präsidentschaftskandidat werden. Beim Wahlkampf in New York leistete er sich einen großen Fauxpas.

New York. 

Donald Trump hat sich im Vorwahlkampf eine Peinlichkeit geleistet, die er diesmal offensichtlich weder beabsichtigt noch bemerkt hat. Am Vorabend der Abstimmung in seinem Heimat-Bundesstaat New York sprach der Immobilien-Tycoon über den größten Terror-Angriff auf dem Boden der USA der jüngeren Geschichte – und versprach sich beim Datum.

„Ich habe hier etwas aufgeschrieben, das liegt mir wirklich am Herzen“, sagte der Präsidentschaftsbewerber vor seinem Publikum; „ich habe unsere Polizisten und unsere Feuerwehrleute da unten am 7/11 gesehen, am World Trade Center, direkt nachdem es eingestürzt war. Und ich sah die besten und mutigsten Menschen, die ich je gesehen habe, im Einsatz.“

Trump meinte natürlich 9/11, den 11. September 2001, an dem bei den Terroranschlägen in New York fast 2800 Menschen starben. 7/11 wäre die Supermarkt-Kette 7-Eleven; damit klang die Passage der Rede so, als habe Trump die Ersthelfer beim Kaffee-Trinken am Supermarkt gesehen. Trump wollte mit seiner Einleitung auf „New Yorker Werte“ zu sprechen kommen.

Es ist nicht das erste Mal, dass Trump mit Aussagen zum Terror in New York auffällt. Im November hatte Trump behauptet, gesehen zu haben, wie Tausende in New Jersey nach den Anschlägen feierten – und unter anderem damit seine islamfeindliche Haltung begründet: „Da waren Leute, die jubelten, auf der anderen Seite in New Jersey, wo es eine große arabische Bevölkerungsgruppe gibt.“

New York wählt: Trump und Clinton klare Favoriten

Donald Trump und die demokratische Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton sind am Dienstag als klare Favoriten in die US-Vorwahl in New York gegangen. Bei den Republikanern führte der umstrittene Milliardär in letzten Umfragen mit zum Teil zweistelligem Vorsprung. Die frühere Außenministerin Clinton lag weit vor Konkurrent Bernie Sanders, dem Senator von Vermont.

Die Wahl in New York ist besonders aufgeladen. Trump und Sanders stammen aus der Ostküstenmetropole, Clinton war dort Senatorin. Es geht um vergleichsweise viele Delegierte, von denen die Bewerber in allen US-Bundesstaaten eine Mehrheit erringen wollen: Bei den Demokraten sind es 291, bei den Republikanern 95.

Erste Ergebnisse werden in der Nacht erwartet

Eine Niederlage Clintons würde ihren Gesamtvorsprung auf Sanders kaum schmälern, sie aber für das weitere Rennen schwer beschädigen. In US-weiten Umfragen der Demokraten hat Sanders immens aufgeholt.

Bei den Republikanern hätte Trump trotz eines Sieges in New York die Kandidatur noch nicht sicher. Er bliebe noch weit entfernt von der dafür nötigen Mehrheit der Delegierten. Es wird immer wahrscheinlicher, dass es im Juli zu einer Kampfabstimmung über die Kandidatur kommt.

Die Wahllokale schließen um 21 Uhr Ortszeit (3 Uhr MESZ). Mit ersten Ergebnissen wird wenig später gerechnet.

Die USA wählen am 8. November einen neuen Präsidenten. (mit dpa)