Nike nimmt DIESE Produkte von der Seite – der traurige Grund

Nike: Der Sportartikelhersteller hat das Merchandise eines Football-Teams aus seinem Sortiment genommen. Doch warum? (Symbolbild)
Nike: Der Sportartikelhersteller hat das Merchandise eines Football-Teams aus seinem Sortiment genommen. Doch warum? (Symbolbild)
Foto: imago images / Manngold; Nick Wass/AP/dpa (Montage: DER WESTEN)

Washington. Keine Fanartikel für die Anhänger des NFL-Teams „Washington Redskins“!

Sponsor Nike hat das Football-Merchandise aus seinem Onlineshop genommen.

Auch in einer Auflistung aller NFL-Teams auf der Website von Nike fehlen die „Washington Redskins“ seit einigen Tagen. Wir verraten dir, was dahinter steckt.

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Nike: Sponsor nimmt NFL-Merchandise aus dem Onlineshop

Der Grund ist der Name der Football-Mannschaft, der zu Deutsch „Washington Rothäute“ bedeutet. Der Name gilt seit Langem als umstritten. Vertreter amerikanischer Ureinwohner drängen seit Jahrzehnten auf eine Namensänderung.

Im Zuge der Rassismusdebatte in den USA hat Hauptsponsor FedEx das NFL-Team dazu aufgefordert, sich umzubenennen. „Wir haben dem Team in Washington unsere Bitte mitgeteilt, den Namen des Teams zu ändern“, zitierten US-Medien aus einer Mitteilung des Paketdienstleisters.

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Das ist Nike:

  • Nike ist ein US-amerikanischer Sportartikelhersteller mit Sitz in Beaverton, Oregon
  • Das Unternehmen wurde 1964 als „Blue Ribbon Sports“ gegründet, seit 1971 nennt man sich Nike
  • Der Name ist an die griechische Siegesgöttin Nike angelehnt
  • Nike zählt zu den 100 wertvollsten Unternehmen weltweit
  • Wegen niedriger Löhne und schlechter Arbeitsbedingungen in ihren Fabriken in ärmeren Ländern steht Nike häufig in der Kritik
  • Im November 2017 wurde Nike in den „Paradise Papers“ vorgeworfen, durch ein gesetzliches Schlupfloch in Deutschland kaum Steuern zu zahlen

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Zuvor sollen laut einem Bericht der Fachzeitschrift „Adweek“ 87 Investmentfirmen und Teilhaber in einem Brief die Hauptsponsoren FedEx, Nike und PepsiCo (Mutterkonzern des beliebten Getränks) dazu aufgefordert haben, im Falle einer Weigerung ihre Zusammenarbeit mit dem NFL-Team zu beenden. „'Redskins' bleibt ein entmenschlichendes Wort, das Menschen durch ihre Hautfarbe kennzeichnet, und eine rassistische Beleidigung mit hasserfüllten Konnotationen“, zitierte „Adweek“ aus dem Schreiben.

„Washington Redskins“ wollen ihren Namen gesetzlich prüfen lassen

Der Klub kündigte daraufhin am Freitag an, im Licht der jüngsten Ereignisse im Land und Rückmeldungen aus dem Umfeld werde der Name einer gründlichen Prüfung unterzogen. Damit würden anfängliche Diskussionen zwischen Team und Liga formalisiert. Team-Besitzer Dan Snyder verwies darauf, dass damit auch Beiträge von außen, unter anderem von Sponsoren, berücksichtigt werden könnten.

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FedEx hatte sich 1998 für umgerechnet rund 182,5 Millionen Euro bis 2025 die Namensrechte am seither „FedExField“ genannten Stadion im Bundesstaat Maryland nahe Washington gesichert. Unternehmenschef Frederick Smith ist ein Minderheitseigentümer der Mannschaft. (at, mit dpa)

 
 

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