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Netto: Vorwürfe gegen Discounter – Kunden bewusst getäuscht?

Netto wirbt mit „klimaneutralen“ Produkten. Doch die Deutsche Umwelthilfe ist skeptisch. Sie wirft dem Unternehmen Greenwashing vor.

© IMAGO / Christian Ohde

Supermark vs. Discounter: Das ist der Unterschied

Mit Aldi, Lidl, Rewe, Edeka und Co.gibt es in Deutschland viele verschieden Lebensmittelmärkte. Bei den einen handelt es sich um Supermärkte, bei den anderen um Discounter. Doch wo ist der Unterschied?

„Klimaneutral“ – damit werben immer mehr Firmen. Egal, ob für einzelne Lebensmittel oder gleich für das gesamte Unternehmen. Kein Wunder, schließlich ist es immer mehr Kunden wichtig, dass ihr Konsum keine schlechten Auswirkungen auf die Umwelt und das Klima hat.

Doch die Deutsche Umwelthilfe (DUH) ist der Meinung, dass einige Firmen Greenwashing betreiben würden. Und deshalb will sie juristisch dagegen vorgehen. Ins Visier genommen hat sie unter anderem Netto. Aber was steckt dahinter?

Netto: DAS wirft die DUH dem Unternehmen vor

Neben Netto hat die Deutsche Umwelthilfe auch noch andere Unternehmen ins Visier genommen. Darunter Hello Fresh, Eurowings, Faber-Castell, Danone, Tyczka Energy und die GmbH & Co KGaA des 1. FC Köln.

Die DUH wirft den Unternehmen vor, einzelne Produkte oder gleich die gesamte Firma als „klimaneutral“ zu bezeichnen, ohne deutlich zu machen, wie genau das erreicht wird. Heißt: Es fehle schlichtweg die Transparenz.

„In den nun eingeleiteten sieben weiteren Verfahren machen sich die Unternehmen nicht einmal die Mühe, konkrete Informationen zur tatsächlichen Reduktion der CO2-Emissionen bereitzustellen“, kritisiert die DUH. So könne man beispielsweise auf der Internetseite von Netto nichts dazu finden, welche konkreten Kompensationsprojekte es gibt, um einen CO2-Ausgleich zu erzielen.

So reagiert Netto auf die Vorwürfe

Ebenso sei unklar, was passiert, wenn die Projekte abgelaufen sind. Wird die Kompensation auch weiter sichergestellt? Auch diese Frage bleibe offen.

Doch was sagt Netto zu den Vorwürfen? „Wir bitten um Verständnis, dass wir uns zu einem laufenden Verfahren nicht äußern“, betont eine Sprecherin des Unternehmens auf Nachfrage dieser Redaktion.


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Die DUH fordert, dass die Unternehmen eine strafbewehrte Unterlassungserklärung abgeben. Damit würden sie sich dazu verpflichten, zukünftig „wettbewerbswidrige Werbung“ zu unterlassen. Sollten die betreffenden Firmen eine solche Unterlassungserklärung nicht abgeben, will der Umwelt- und Verbraucherschutzbund gerichtliche Hilfe hinzuziehen, heißt es.